Ich schreib mal ein paar meiner Gedanken rein, die mir gerade kamen beim Thema "Tauschen".
Ich kannte das früher nicht, dass man den Hund dazu bringt, etwas auszulassen, das ich haben will, indem man ihm was anderes anbietet.
An und für sich eine freundliche Art, den Hund zur Zusammenarbeit mit mir als Teammitglied im Team Mensch/Hund zu motivieren, und es gibt ganz viele Hunde, da funktioniert das sicher auch wunderbar. Finde ich gut, habe ich in mein Repertoir aufgenommen, klappt mit meinem Terrier, der nichts mehr will als mir zu gefallen, toll.
Es setzt nur eben voraus, dass der Hund an einer Zusammenarbeit im Sinne von Teamarbeit unter "Gleichgestellten" interessiert ist.
Und da sehe ich ein Problem, wenn ich einen Hund habe, der recht klare Vorstellungen davon hat, was er will und wie sein Mensch zu agieren hat. Es gibt Hunde, die nehmen ihren Menschen nicht ernst, außer der Mensch gibt ihnen einen wirklich guten Grund dazu, ist mental klar und stark und führt den Hund mit Umsicht und Selbstsicherheit.
Inkonsequenz, zögerliches Handeln im falschen Moment, Frechheiten zu spät oder gar nicht zu kommentieren, den Hund mit Leckerli zuschütten, das ist der direkte Weg ins Chaos.
Manche Hunde brauchen einfach sehr klare Regeln, deutliche, konsequente Führung und immer gleiche Abläufe ohne Ausnahmen. Das setzt natürlich einen HH voraus, der weiss, was er tut und wann und warum und wann man etwas lieber lässt und wann es sich lohnt, einen Konflikt endgültig zu klären und wann man ihn besser umgeht und nur etwas am Management ändert.
Ich kenne euren Hund jetzt nicht, aber in meiner Vorstellung sieht es so aus: Euer Hund wacht, er liegt an strategisch wichtigen Stellen, um alles unter Kontrolle zu haben und den Überblick zu behalten. Er beschränkt euch, wenn er vor euren Füßen quer zur Couch liegt, hat euch wahrscheinlich fest im Blick, auch, wenn er vielleicht eher uninteressiert wirkt.
Diese Zeit jetzt, in der Pubertät, da werden die Weichen gestellt für später. Hund lässt den einen oder anderen (vielleicht auch hormongesteuerten) Versuchsballon los und guckt, wie ihr reagiert.
Ein Trainer ist echt wichtig, ihr habt ja schon einen da gehabt, bitte einen, der sich mit solchen Hunden auskennt und euren Blick schärft, damit ihr schon die Ansätze erkennen könnt und in Zukunft solche konfliktträchtigen Situationen lösen könnt, ohne dass euch der Hund verletzt.
So, habe fertig
waren meine Gedanken dazu