Ich bin zwar nur ich
schreib trotzdem aber kurz was dazu. Verglichen mit der langen Zeit, die ich schon Hunde halte bin ich auch eher Neuling mit Terriern, aber ich kann dir erzählen, was mich so beeindruckt bei meinen beiden. Einer ist ja ein Terrier-Mix, und er hat mich eigentlich soweit für die Terrier eingenommen, dass ich mir das zumindest ansatzweise mal für die Zukunft vorstellen konnte und nicht mehr kategorisch abgelehnt habe.
Der Rest kam dann durchs Hundeforum und Eni46 s tolle Hilfe zustande.
Was ich sehr bewundere bei meinen beiden, ist ihr Mut. (Meine) Terrier sind kleine Stehaufmännchen, energetisch, aktiv, immer gut gelaunt, fröhlich, verspielt, wachsam.
Besonders bei dem Wheaten merke ich eine innere Aufgeräumtheit, eine mentale Stärke, eine innere Ruhe, obwohl er auch aufdrehen kann und eigentlich hat er immer gute Laune.
(M)Ein Terrier geht für seine Leute durchs Feuer, ist unbedingt loyal, ohne Kadavergehorsam zu zeigen. Er ist schnell zur Mitarbeit zu begeistern, hochmotiviert und für jeden Quatsch zu haben.
Das einzige, was ein Terrier nicht abhaben kann ist Härte und ungerechte Behandlung seitens seines Menschen. Korrektur und Erziehung sollte aus meiner Sicht so erfolgen, dass der Hund weiter mit mir zusammenarbeiten will. Also viel über Bestätigung und wenn ich "schimpfe", dann auf eine sanfte Art und Weise, die immer die Tür offen hält, sofort wieder gut miteinander zu sein. Da musste ich selbst auch etwas umdenken, denn meine Schäferhündin habe ich damals halt ganz anders erzogen.
Beispiel: Jack klaut gern Papiermüll oder Socken und rennt damit herum. Mein Mann hat ihn laut geschimpft, in unfreundlichen Ton gerufen und wollte ihn über Gehorsam dazu bringen, herzukommen und ihm das Teil abzugeben. Bei so einem erbosten Menschen kommt Jack aber nicht, sondern er verfiel (verunsichert) ins Fiddeln und rannte große Kreise im Garten. Mein Mann wurde immer sauerer und rief und rief und schimpfte.
Ich kam dazu, nahm ein paar Leckerli in die Hand, habe Jack mit honigsüßer Stimme gerufen, er kam stolz angelaufen, ich ließ ihn auslassen, habe das Teil abgenommen, hab mich freundlich bedankt, und Leckerli angeboten als Lohn. Alle waren glücklich und ich hoffe, so das Abgeben von Dingen positiv aufbauen zu können. Für meine Mann war dieses Erlebnis übrigens eine Art Offenbarung 
Zu der Frage, wann man ein Terriermensch ist, mal meine Interpretation:
Vieles, was ich oben aufgezählt habe, könnte man auch negativ sehen. Die Sturheit, das Vorndranseinwollen, immer mittendrin, schnell hochdrehen, immer der Kasper sein, schnell fiddeln (zumindest momentan noch unser kleiner Bub), manchmal die Ohren auf Durchzug stellen, die innere Unabhängigkeit und mentale Stärke, das kann einen Menschen, der vielleicht selbst nicht in sich ruht und vom Hund erwartet, absolut gehorsam zu sein, triggern.
(Meine) Terrier haben ihren eigenen Kopf, und die Kunst ist, ihnen das, was ich von ihnen will, so zu verkaufen, dass sie es gern machen, weil sie selbst es so wollen. Man braucht eine eher großzügige Grundeinstellung und darf nicht aus allem einen Machtkampf werden lassen, den verliert man nämlich höchstwahrscheinlich
Zudem durchschauen sie sofort, ob man selbst überzeugt ist von dem, was man da tut. Sie wissen sofort, wenn man nur so tut als ob. Unsicherheit, Zaudern, unklare Befehle, Inkonsequenz und verkehrtes Timing kommt nicht gut an bei meinen zwei, dann kümmern sie sich nämlich selber 
Hab jetzt bestimmt nicht alles erfasst, ich lerne ja auch noch dazu. Sind jetzt so meine Gedanken dazu...
Vielleicht wäre das Thema einen eigenen Faden wert?
@Juno2013 und BieBoss haben auch Terrier, von ihren Postings habe ich immer schon viel gelernt und mitgenommen für mich.