Letzten Dezember mussten wir unsere Große gehen lassen, und auch heute noch gibt es mir einen Stich im Herzen, wenn ich Bilder von ihr anschaue oder Strecken gehe, auf denen wir gern Gassi gelaufen sind. Sie war ein so toller Hund, und ich könnte heulen, weil sie nur 7 werden durfte.
Bei ihr ging es so plötzlich. 3 Wochen lang gehumpelt, mal mehr mal weniger, 2x bei der TÄ gewesen und nichts gefunden, und dann der Tag, als wir morgens in die Tierklinik gefahren sind. Ich konnte schon ab 4 Uhr morgens nicht mehr schlafen, bin aufgestanden, hab mich unten im Wohnzimmer hingesetzt, Locke kam zu mir her und hat sich knuddeln lassen, hat sich an mich gedrückt, mir ihr schmerzendes Bein hingehalten, ich habe mein Gesicht in ihrem Kragen vergraben und tief eingeatmet.... Ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen.
Das Warten vor der Klinik, der Blick in die Natur, den wir beide gemeinsam im Kofferraum sitzend hatten, das Vogelgezwitscher. Der TA kam nach dem Röntgen zu uns und ich wusste es. Wusste es die ganze Zeit schon. Warum sie die Wochen vorher schon so anhänglich war. Warum ich morgens nicht mehr schlafen konnte. Mein ungutes Gefühl.
Abends mussten wir sie dann gehen lassen. Diagnose und Ende an einem Tag, keine Behandlung möglich. Das war so unglaublich hart. Sie war noch so präsent in unserem Haus, ständig dachte man, sie kommt gleich ums Eck. Noch heute vermisse ich sie. Ich hätte mit mindestens noch 3 Jahren gerechnet, die uns geblieben wären. Die ich mir gewünscht hätte. So konnte ich nicht mehr für sie tun als sie friedlich gehen zu lassen.
Oft denke ich an sie, erwische mich bei dem Gedanken "das hätte Locke auch gefallen". Sie hätte sich bestimmt gut mit Jack verstanden, hätte ihn mit erzogen, ihm gezeigt, was ein Jungspund lernen soll. Jetzt muss ich es ohne sie schaffen. Sie ist immer bei mir im Herzen. Mein Mädel.