Beiträge von DerFrechdax

    Hallo miteinander :winken:

    Ich reihe mich hier mal ein.... seit diesem Sommer haben wir einen Wohnwagen und planen unseren ersten Urlaub auf einem Campingplatz in Kroatien in zwei Wochen. Als Kind war ich viel mit der Familie mit dem Wohnmobil in Griechenland, ansonsten immer nur in festen Mobile Homes, wenn wie Urlaub auf dem Campingplatz gemacht haben.

    Ich bin also einigermaßen aufgeregt und bräuchte ein bisschen Input, woran man unbedingt denken muss, wenn man mit Hunden und Kindern campen geht und worauf wir achten müssen.

    Hättet ihr Tipps für uns? Vielleicht auch, was für "Anfängerfehler" ihr beim ersten Campen gemacht habt? Was sich als besonders wichtig herausstellte, worauf ihr im Nachhinein eher hättet verzichten können oder was ihr anders machen würdet?

    Vielleicht habt ihr eine kleine Checkliste für uns? Oder einen informativen Link? :sweet:


    Ich danke Euch allen sehr im Voraus :hugging_face:

    Grüße vom Frechdax :cowboy_hat_face:

    Die Hundehaare wollte ich auch nochmal ansprechen - es ist ein Segen, einen Hund zu haben, der nicht haart =) Ich will es nie wieder anders xD

    Leonberger haaren im Fellwechsel in groben Büscheln übrigens wie verrückt. Wollte ich noch dalassen.

    Och naja, habe vier haarende Langhaarhunde. Mein Saugroboter ist mein bester Freund, aber seit er bei mir wohnt isses recht entspannt mit den Haaren.

    Leohaare sind sehr lang und weich, die haben sich regelmäßig um die Bürsten des Saugroboters und des Vorwerk Staubsaugers gewickelt. Teils hat das Ding sogar das Schmoren angefangen xD

    Aber grundsätzlich kommt man als Hundehalter um einen guten Staubsauger nicht herum =)

    So, hier kommt Teil II

    Das mit dem Schutztrieb wurde ja schon geklärt. Ihr seid Ersthundehalter, und euer Hund wird trotz Hundeschule "nur" soviel lernen, wie ihr ihm beibringt. Es ist also ganz normal, dass ihr Fehler machen werdet. Deshalb braucht ihr einen Hund, der nicht nachtragend ist und der durch die Fehler, die ihr unweigerlich natürlicherweise machen werdet, nicht zur tickenden Zeitbombe werden wird, weil sein Wachtrieb nicht in die richtigen Bahnen gelenkt wird.

    Einen Schäferhund sehe ich deshalb eher nicht. Meine Schäferhündin war damals ein Glücksgriff, aber auch sie hat einmal, als ich nicht aufgepasst habe, ein rennendes Kind an der Jacke kurz festgehalten. Das gab (zu Recht) ein riesiges Drama mit der Mutter, eine Bekannte, die mit ihrer Familie mit uns Wandern war.

    Es ist nicht ganz einfach, einem Hund mit Wachtrieb zu erklären, wer okay ist und wer nicht, vor allem nicht, wenn der Hund pubertiert und ein kleiner Dickschädel ist.

    Aktuell kann ich ein Lied davon singen, wir haben einen 7 Monate alten Wheaten Terrier, der gerne alles kommentieren möchte, was in unserer Nachbarschaft so passiert. Also, wenn die Nachbarn herfahren und die Autotüren klappen, oder wenn sie wegfahren, Schritte vor dem Gartentor, Stimmen, Kinder... das geht nicht, dass er da immer vorrennt und nach dem Rechten schaut und losbellt.

    Das dem Hund beizubringen kann anstrengend sein (ist es für uns).

    Wenn Besuch kommt, besonders wenn Kinder herumrennen, fühlt sich Kleinwheaten ebenfalls getriggert und möchte hinterher. Muss ich unterbinden, um ihm beizubringen, dass das nicht so läuft und um natürlich zu verhindern, dass etwas passiert. Es kam auch schon vor, dass männlicher Besuch angeknurrt wurde, woran wir ebenfalls arbeiten.

    Dazu brauchst du Ahnung, Erfahrung und ein Gespür, wie eine Situation am besten gelöst werden kann. Du musst wissen, was in dem Hund vorgeht, warum er was wann tut, und dann hundegerecht dagegen vorgehen bzw das Ganze in Bahnen lenken.

    Denn ich will schon, dass mein Hund mir Bescheid gibt, wenn was Ungewöhnliches passiert vor unserem Haus. Aber halt nicht, dass er die ganze Nachbarschaft frühmorgens aus dem Bett holt, wenn wie jeden Morgen die Nachbarin zu ihrem Auto geht. Weißt du, was ich meine?

    Ich glaube, ihr wollt einen Hund mit Charakter und Persönlichkeit, was ich total nachvollziehen kann. Aber die Eigenheiten der jeweiligen Rasse muss man auch sehen, und da sehe ich mit drei Kindern und als Ersthundehalter keinen Schäferhund und erst recht keinen Rottweiler.

    Ein mittelgroßer, eher weicher Terrier (gute Wachhunde! :ugly:  :D ) oder Spitz, Golden Retriever, Flatcoated Retriever oder Labrador, vielleicht auch ein Collie, evtl. in der kurzhaarigen Variante oder ein Dalmatiner würde mMn viel eher zu euch passen, und bitte, ich kann es mir nicht verkneifen- bittebitte tut euch den Gefallen und holt euch euren Hund vom VDH- Züchter, wenn es ein Welpe werden soll.

    Viel Glück bei eurer weiteren Recherche! :winken:

    Bei meiner Recherche über den Pyrenäenberghund bin ich auf den Leonberger gestoßen, der würde mir auch gefallen, hat jemand Erfahrung mit dieser Rasse?

    Ja, wir hatten eine Leohündin, was uns wahrhaft nicht zu Experten dieser Rasse macht :sweet: , ich schreib halt mal ein bisschen was mir so einfällt. Unsere Hündin ist leider nur 7 geworden. Aufgrund von Knochenkrebs mussten wir sie gehen lassen.

    Ein Leo ist ein imposanter Hund, treu, loyal, aber auch eigen manchmal. Meine Hündin hat zb nur auf meine Familie gehört, nicht auf Fremde. Sie war freundlich, aber distanziert neutral zu Besuchern und auch Fremden. Sie hatte als sie älter wurde, Silvester sehr Angst vor dem Geböller, als sie noch älter war, kam Angst vor Gewitterdonner dazu.

    Sie wog um die 50 Kilo, das heißt, man muss bestimmte Techniken kennen, um sie zu halten, wenn sie in die Leine gesprungen ist. Kam vor, wenn eine Katze vor uns über die Straße lief oder wenn wir angepöbelt wurden von Kläffern, sie war mal von einem Kleinhund gebissen worden (natürlich nichts passiert), aber sie mochte danach keine kleinen Hunde mehr.

    Leos fressen viel, weil sie eben groß sind, und auch Medikamente kosten mehr, weil sie meist nach Gewicht gegeben werden müssen.

    Ein Leo ist bei euch mMn raus, weil:

    Und es stimmt schon, dass in vielen Situationen wo ekelhafte Leute auftreten der Hund nicht dabei sein kann (Kino, später in der Disco usw.) Aber meine Tochter trifft sich sehr gerne mit Leuten im Park und da könnte sie den Hund dann dabeihaben und sie und ihre Freunde müssten sich keine Sorgen mehr machen. Oder wenn sie abends zu einer Freundin geht z.B. Ein Hund ist natürlich nicht die Lösung für alles, das weiß ich, aber ich denke schon, dass er Sicherheit vermitteln kann. Das klappt halt nur, wenn besagter Hund entweder einen gewissen Ruf (Schäferhund, Rottweiler) hat oder eine gewisse Größe.

    Leonberger sind meist sehr empfindsame Gemüter, die Streit aus dem Weg gehen und in Trubel zwar äußerlich entspannt wirken, sich aber lieber zurückziehen. Den Hund abends zum Treffen mit Leuten in einen Park mitzuschleppen kann gut gehen oder den Hund total stressen.

    Ein Leo vermittelt zwar indirekt Sicherheit, wie du es dir wünschst, deshalb habe ich mir damals einen angeschafft, als ein neuer Hund gesucht war. Aber faktisch ist das nur die Optik. Da war bei unserer Hündin zumindest nichts dahinter, und unsere Hübsche ließ sich von jedem streicheln, der sie freundlich angesprochen hat. Wollten wir so und war für uns okay.

    Zweiter Grund, warum bei euch ein Leo nicht passt:


    Ganz ehrlich, das wichtigste ist, dass er ein guter Familienhund ist. Er soll mit Trubel, lauten Kindern, viel Spielzeug und viel Besuch gut klar kommen und nicht jedes mal flüchten oder auf Angriff gehen.

    Er sollte nicht zu lahmarschig sein, sprich Radfahren mit Tochter, Wanderungen mitmachen, vielleicht gerne schwimmen gehen.

    Unser geplanter Tagesablauf ist, dass er unter der Woche täglich 3 Spaziergänge bekommt und am Wochenende größere Touren mitmacht. Er soll nicht stundenlang trainieren wollen oder irgendeinen speziellen Hundesport brauchen. Da dafür einfach keine Zeit wäre und ganz ehrlich auch die Motivation fehlen würde.

    Er sollte lernwillig, klug und gehorsam sein, damit gerade bei den Kindern nicht zu schnell Frust aufkommt, wenn er Kommandos und Tricks nicht versteht.

    Trubel stresst einen Leo, und er braucht einen Ort, an den er sich dann ungestört zurückziehen kann. Dann ist er für alles zu haben. Mitten im Geschehen war unsere Hündin nicht gern und hat sich dann lieber verabschiedet.

    Das mit den Wanderungen und dem Fahrradfahren schafft ein Leo nicht, dazu ist er zu schwer und anatomisch nicht gemacht. Er ist ein Hofhund, kein Marathonläufer. Mit dem Rad mal eine Runde, klar, kein Problem. Im Freilauf natürlich. Aber stundenlange Wanderungen, lange Fahrradtouren, das geht mMn nicht.

    Klugheit fand man bei meinem Mädel leider auch nicht :woozy_face:

    Sie war der weltbeste Familienhund, wir vermissen sie alle sehr. Aber sie stand halt oft auf der Leitung und war zwar bemüht und gehorsam und treu, hat aber darüber hinaus keine "höheren Ziele" verfolgen können.

    Ich schick das mal eben schnell ab und schreib gleich noch was dazu...

    Das mit dem Hundeumgang war auch nicht so gemeint, dass ich nichts mehr lernen möchte oder so. Ich will und brauche das sehr wohl. Aber ich kam mir einfach so doof vor, weil sofort schon bei der Begrüßung was von der Trainerin gemaßregelt wurde. Da fühlte ich mich gleich wie ein Depp..vielleicht lag es auch an ihrer Art, wie sie das gemacht hat.. Ich bin aber auch jemand, der Angst hat, etwas falsch zu machen vor anderen und komme mir dann schnell dämlich vor bzw. ist mir das schnell einfach peinlich :ops:

    Den Namen verwende ich tatsächlich so wie du es beschreibst. Ich spreche sie an und sage ihr dann was ich möchte z. B. Frieda, zu miiiir.

    Ich fände es schwierig, immer nur ein Geräusch zu machen.

    Ich hab das überhaupt nicht negativ auf dich bezogen gemeint, tut mir leid, wenn das so rüberkam. Ich meinte damit allgemein, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn man sich einen Trainer sucht, weil man lernen will, so wie du es tust. Das hat nichts mit "zu doof sein" oder so zu tun, es kann eh niemand alles wissen und jeder hat mal angefangen.

    Allerdings mag ich auch keine Trainer, die einen vor allen bewusst dumm dastehen lassen, da bin ich auch empfindlich. Wird es zu arg, kann man es ja auch ansprechen, vielleicht merken das manche Trainer gar nicht. Meine ist menschlich auch manchmal sehr robust, aber hat eben auch einen immensen Wissenschatz und einen guten Blick für die Interaktionen und die Körpersprache der Tiere. Muss man dann abwägen, ob man das eine in Kauf nimmt für das andere :smile: