Hi,
Eigentlich hattest du dieses Thema schon abgeschlossen, ich hoffe, es ist okay, dass ich dir noch meinen Senf dazu gebe 
Natürlich weiß ich, dass Ginny in dem Moment gelernt hat „ah, die ruft, ich komme und werd angeleint“. Das ist natürlich kacke für nen schönen Rückruf. Aber was ist die Alternative? Sie weiter hirnlos übers Feld ballern lassen
Ich denke, dein Hund hat gelernt, "ah, die ruft, und ich kann sie getrost ignorieren" 
Ich versteh ehrlich gesagt gar nicht, wieso das Thema Rückruf grade so präsent ist. Ich hab doch zu keinem Moment nen Rückruf benutzt. Als ginny den Raben fixiert hat, hab ich ihren Namen gesagt und Bissi geschnipst, in der Hoffnung dass sie sich nochmal umorientiert. Und als sie übers Feld gezischt ist hab ich gewartet bis sie innehält, hab n bisschen mit fröhlicher Stimme gelockt und versucht die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Als sie dann entschieden hat lieber weiter Kreise zu rennen hab ich halt „EY“ gerufen und in die Hände geklatscht (keine Glanzleistung, ich weiß) und sie als sie nach weiteren 3 Runden ankam belohnt und angeleint. In keinem Moment habe ich mein Rückrufwort ausgesprochen, Weils eben absehbar war, dass sie grad besseres zu tun hat, und ich es eh nicht durchsetzen kann.
Dein Hund hat 2x deine Ansprache ignoriert. Vielleicht wusste sie nicht, was du von ihr wolltest oder dass du überhaupt was von ihr wolltest. Vielleicht war sie so abgelenkt, dass sie nicht zuhören konnte. Vielleicht ignoriert sie dich öfter, und du hast es noch nicht gemerkt... vielleicht sind deine Kommandos an sie nicht immer eindeutig, so dass sie lieber ignoriert... das war in meinen Augen der grundsätzliche Fehler. Sie hat dich ignoriert. Da würde ich ansetzen.
Ich bin völlig bei tassut dass du dir überlegst, wo du hin willst mit deinen Kommandos und überhaupt im Handling mit dem Hund.
Beispiel: Ich möchte, dass meine Hunde auf ihre Namen immer reagieren. Also fordere ich das natürlich ein, belohne es auch mit Stimme und Leckerli von ganz klein an. Sage ich ihren Namen, geht immer die Party ab und es kommt immer was Gutes oder wir erleben was Schönes (Umgekehrt sage ich ihre Namen nicht, wenn ich zb mit meiner Familie über die Hunde rede. Die fühlen sich dann nämlich tatsächlich angesprochen
).
So hätte ich also den Hund, als der Blick in Richtung Wiese geht, entweder sofort angesprochen mit Namen (Hund schaut her) und einem "Ä-äh", um zu vermitteln, dass ich das nicht will, was er plant. Ein Abwenden und weitergehen hätte ich stimmlich mit Lob belohnt. Oder ich hätte abgerufen, seinen Namen gesagt und eine kleine Party veranstaltet.
Hätte er mich ignoriert, wäre ich ihm sofort hinterher und hätte ihn eingefangen. Danach wäre der Gassigang angeleint weitergegangen (und in nächster Zeit auch nur noch an der Schlepp).
Bin ich nicht sicher, dass mein Hund ansprechbar ist, sage ich nichts. Ist er nicht ansprechbar, ist er aber auch nicht offline. Sicher nicht hätte ich den Hund drei mal den gleichen Fehler machen lassen und frei auf das Feld rennen lassen, vor allem, weil er dort nicht mehr ansprechbar war und mich vorher schon ignoriert hatte. Klar, dass beim nächsten Gassi der Blick sofort zu der tollen Wiese ging, wo sie vorher so viel Spaß ohne dich hatte 
So, das waren meine Gedanken dazu. Ach eins noch... klar müssen sich Junghunde auch mal ausspinnen. Aber, wenn mein Hund so unter Druck zu stehen scheint dass er jedesmal ausflippt, wenn er Leinen los hat, dass er quasi Druck rauslassen muss, dann frage ich mich, wo der Druck herkommt. Vielleicht passt was mit dem Futter nicht oder er ruht zu wenig oder ist mit irgendwas überfordert... so in die Richtung würden meine Gedanken gehen.
Ansonsten, Schwamm drüber und nächstes Mal die Leine nicht vergessen
