Guten Morgen allerseits,
auf den letzten Beiträgen hab ich jetzt ein bisschen herumdenken müssen.
zählt gefühlt bis 3, grinst und macht weiter wo er vorher aufgehört hatte. Man würde ja denken er weiß dass aus ist, er hört ja auf und beschwichtigt sogar.
Das ist etwas, das alle meine vorherigen Hunde nicht gemacht haben (außer der Podencomix, der war auch so). Vielleicht war ich da bisher verwöhnt, und natürlich gab es Differenzen und Baustellen. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass mein Wort gilt und der Hund ehrlich mitmacht anstatt mir innerlich den Mittelfinger zu zeigen und mich dann doch zu veräppeln.
Vielleicht hatte ich auch ein verkehrtes Bild von Jack, er kann nämlich durchaus sehr streberhaft auftreten, und in der Hundeschule macht er alles top mit und ist da wirklich Zucker.
Es ist bei beiden Hunden nur ein wirkliches Problem, wenn sie in ihre Tunnel geraten. Sprich, wenn ein Fremder Hund näher als 10 Meter herankommt und fixiert oder kläfft, das macht beide out of order. Oder wenn jemand an der Tür klingelt. Wenn jemand einfach das Haus betritt.
Das sind Situationen, da hab ich je nach Situation zwei Verrückte hier sitzen, die ich in dem Moment leider sehr schlecht erreiche.
zweitens scheints dann ja schon im generellen daran zu hapern das du keinen deiner Hunde in so Fällen abbrechen kannst.
ja, das ist so, wenn es klingelt zb krieg ich beide Hunde nicht sofort ausgestellt. Sammy bellt dann stereotyp vor sich hin. "WAU" - Pause. "WAU" - Pause. Und das geht so lange, bis der Besuch da ist und er hin darf um ihn abzuschnüffeln. Nichts hilft. Meistens schicke ich ihn in seine Box, dann wauwaut er eben von dort aus wie eine kaputte Schalllplatte.
Jack schießt wie von der Tarantel gestochen zur Terrassentür mit Blick in den Garten und zum Gartentürchen (durch die Terrassentür betreten ja alle unser Haus) und bellt wie ein Verrückter. Er lässt sich aber dann, wenn er an der Tür bellt, abrufen und in den Hausflur sperren und bellt dort auch nicht weiter. Aber dieses hinschießen zur Tür kann ich nicht verhindern.
Wenn ihr da Tipps habt, sehr gerne 
Ich glaube du musst für dich selbst überlegen wie du erzieherisch stehst und ob das wirklich ein guter Standpunkt ist oder nur einer mit dem du dich wohlfühlst, aber deine Hunde nicht so.
Das ist etwas, da muss ich drüber nachdenken. Es kann schon sein, dass ich bei Jack zu lasch war bisher. Er ist halt süß, fluffig, hat sich oft ängstlich gezeigt und hat mein Mutterherz angesprochen. Dass in ihm ganz eventuell eine kleine Arschkrampe steckt, die meine Inkonsequenz bzw Gutmütigkeit ausnutzt, kam mir einfach nicht in den Sinn.
Meine Schäferhündin wurde wesentlich strenger und deutlich konsequenter erzogen, ebenso die Leonbergerhündin. Beide waren große Hunde, die absolut funktionieren mussten. Sammy war ja CM-gedrillt, als er zu mir kam, so dass ich sehr lange beschäftigt war damit, ihn aufzubauen. Eine Zurechtweisung hat eigentlich immer dazu geführt, dass er sofort in sich zusammengefallen ist und sich auf den Rücken geworfen hat.
Sammy ist eigentlich ein Traumhund, wenn beim Gassi kein fremder Hund zu uns kommt und Gäste nicht klingeln

Dass Jack ganz grundsätzlich deutlichere Grenzen braucht, hab ich jetzt auch gesehen. Er benimmt sich in vielen Situationen so rüpelig, wie ich es bei meinen anderen Hunden vorher nie im Leben hätte soweit überhaupt kommen lassen. Vielleicht hab ich es auch unterschätzt, einen echten Terrier zu haben. Mein Spruch war früher immer "alles, nur keinen Terrier" 
Ich muss da wohl echt noch sehr viel lernen und mir überlegen, wie es weitergeht.
Über Buchtipps wäre ich übrigens sehr dankbar. Auch wenn Jack mein achter eigener Hund und mein vierter Welpe ist, kann man offensichtlich manchmal nochmal von ganz vorn anfangen müssen 
Also mein Tipp: atme tief durch, überleg dir für dich mal ganz genau, was DU eigentlich willst und was DICH nervt (nicht, was du meinst, welche Kommandos ein Hund alle kennen müsste) und überlege dir Wege, wie du dahin kommst.
Da muss ich drüber nachdenken, danke für deine Schilderung, wie ihr das macht. Seit neuestem mache ich es so, dass der Senior immer zuerst kommt, dann komme ich und Jack am Schluss (also zb wenn wir zum Gassi das Haus/ den Garten verlassen/heimkommen oder wenn wir gemeinsam in den Garten gehen). Auch beim Anleinen/Futter geben/ins Auto oder aus dem Auto raus, immer erst der Senior, Jack muss warten oder absitzen.
Vielleicht erstell ich einen neuen Faden zu den anderen Situationen, die mir nicht gefallen, würdet ihr mich da auch nochmal so wunderbar unterstützen, wie ihr es in diesem Thread getan habt? Dafür wäre ich echt sehr dankbar.
Ad hoc fällt mir die Sache ein, wenn es klingelt, wenn Besuch (oder auch unsere Kinder) das Haus betritt und wenn wir fremde Hunde passieren müssen.
Das sind jetzt auch Situationen, wo ich auf Sammy aufpassen muss, damit Jack ihn in solchen Momenten in hoher Erregungslage, wo er aus seinem Hemd springt, nicht anrempelt/abschnappt.
Ob ich je grundsätzlich die hohe Erregungslage geregelt krieg, die bei Jack ja irgendwie fest eingebaut scheint, wage ich zu bezweifeln. Er ist der erste Hund, den ich habe, der so dermaßen unter Strom steht. Ich hoffe sehr, dass strengere Regeln und vor allem mehr Konsequenz ihm hilft, ruhiger zu werden.