Beiträge von DerFrechdax

    Ja, klar kann ich ihn herrufen :zany_face: Ich hab mich eigentlich immer gefreut, wenn er von sich aus zu mir kam. Wahrscheinlich weil ich wirklich die Vorstellung vom armen, häufig kranken Hascherl hatte, das von mir beschützt und gepampert werden muss.

    Er bedrängt mich eigentlich nur auf der Couch oder wenn ich am Boden sitze. Stolpern tu ich, wenn, dann immer über Sammy, der mir sehr oft im Weg herumläuft :woozy_face: so oft, dass ich es aufgegeben habe, ihn wegzuschicken.


    Das mit dem Maulkorb liegt mir echt etwas im Magen... Ich hoffe, er trägt ihn gern und er sieht dann nicht zu bedrohlich aus :see_no_evil_monkey:

    Vielen vielen Dank, dass ihr über unsere Probleme eure Köpfe zerbrecht :hugging_face:

    Eure Tipps helfen mir wirklich sehr!

    Ich geh mal auf das ein, was mir besonders aufgefallen ist:

    Sammy ist regelmäßig beim TA, erst letzte Woche wieder, Blutbild wurde frisch gemacht, seine Zähne wurden letzte Woche saniert, er bekommt Entwässerung und Herztabletten. Diese Woche nach der OP ging es ihm leider nicht gut, er hatte häufig diesen Herzhusten und war recht wenig belastbar.

    Irgendwie passt das alles zusammen, dass Jack gerade jetzt meint, seine Zeit sei gekommen... oder so... :face_with_rolling_eyes:

    Meine Meinung zum Platz im Flur kennst du ja schon seit geraumer Zeit. Das ist halt leider absolut kontraproduktiv.

    Das mit dem Hausflur, das muss ich glaub ich nochmal erklären.

    Ich weiß das, mit dem, dass man Kontrollettis nicht auf den Hauptdurchgangsstrecken ihren Platz zuweist, so dass sie alles kontrollieren können.

    Unser Hausflur ist kein langer Schlauch, sondern da, wo die Treppe nach oben geht, gibt es keine Kellertreppe. Dort ist also viel Platz unter der Wendeltreppe nach oben, wo der neue Kennel und die Schlafboxen von beiden Hunden stehen (Sammys steht jetzt im Wohnzimmer). Meistens wird unser Haus über die Terrassentür betreten und verlassen. Die Haustür wird nur benutzt von dem, der geht, wenn niemand mehr im Haus ist.

    Der Hausflur bzw die Ecke unter der Treppe ist der Bereich, wo der Hund keinen Einblick hat in Wohnzimmer und Küche sowie keine Kontrolle über das OG (außer er spitzt die Ohren).

    Entsprechend werden die Plätze unter der Treppe freiwillig kaum von den Hunden aufgesucht und eignen sich mMn gut, um einen Hund aus dem Geschehen im Hauptbereich Wohnzimmer/Küche zu nehmen, wo sich das Leben unserer Familie abspielt.


    Jack befand sich heute unter strenger Aufsicht und wurde sehr stark von mir gegängelt reglementiert. Futter gibt es eh immer getrennt durch ein Türgitter, und heute wartete Jack hinter diesem Türgitter bis alles vorbereitet war, Couch war komplett tabu.

    Beim großen gemeinsamen Gassi ignorierte er Sammy und die beiden koexistierten und koschnüffelten wunderbar ohne irgendwelche Rüpeleien von Jack. Ich fand, dass Sammy sogar sehr entspannt unterwegs war, weil Jack ihn wirklich total in Ruhe gelassen hat.

    Als ich das Abendessen für beide vorbereitet habe, hat Jack die Gunst der Stunde genutzt und die Küchentür verstellt und einmal kurz verstohlen abgeschnappt nach Sammy. Der hat das Ganze ignoriert und überhaupt nicht reagiert, aber ich habe es gesehen, und es gab ein Donnerwetter und Jack landete wieder hinter dem Kindergitter, um dort auf sein Futter zu warten.


    Ich muss sagen, ich hatte noch nie die Situation, dass ich einen Hund so sehr einschränken musste um des Friedens willen. Selbst meine beiden Hündinnen haben sich nach ein, zwei mal, wo sie sich gezofft hatten, mit der Situation abgefunden und Frieden geschlossen. Alles war geklärt, alles klar.

    Mit den beiden Terriern scheint es komplexer zu sein :thinking_face: "Wrg" und "Ab" waren heute die am häufigsten benutzten Vokabeln hier :partying_face:

    Ich muss auch nochmal auf den Beitrag von Grinsekatze1 eingehen, dass der Senior eine ruhigen Lebensabend verdient hat. Das finde ich natürlich auch, und wir tun wirklich alles, dass er alles hat, was er braucht.

    Allerdings hatte ich auch immer im Kopf, wie er vor dem gesundheitlichen Einbruch, den er aktuell erlitten hat, drauf war. Er war exakt genauso wie Jack sich seit neuestem gibt. Knurrig (okay, da ist Jack eher schnappig), seine Pfründe verteidigend, Schlüsselstellen im Haus besetzend, aus allem ein Dominanzthema machend.

    Jack und er sind sich tatsächlich sehr ähnlich, nur dass Jack einfach jung und fit ist und natürlich kräftiger, und Sammy baut ab und wird schwächer.


    Ich danke euch allen vielmals, dass ihr euch hier geäußert habt. Ihr habt mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, und ich werde meinen Mann den Faden auch lesen lassen, wenn er wieder da ist. Er geht ja meistens morgens mit beiden Hunden raus, und er sollte ebenso Bescheid wissen, was die beste Vorgehensweise ist und vor allem, dass das nicht von selbst wieder weggeht :smirking_face: .

    Ich werde also

    • weiterhin mit Jack die Hundeschule besuchen und werde zusehen, dass wir noch einen anderen Kurs buchen können oder endlich einen Verein finden, der uns nimmt, um Agility oder Hoopers zu machen.

    Ich werde zusehen,

    • mehrmals in der Woche allein mit Jack Gassi zu gehen, um Qualitätszeit mit ihm zu verbringen,

    • positive Erlebnisse mit beiden Hunden zu generieren, wenn Jack höflich, im Bogen und mit Abstand den Senior passiert und ihn entsprechend loben

    • die Hunde räumlich zu trennen, wenn ich nicht da bin

    • Situationen, die mit einer höheren Erregungslage einhergehen, wie zb Anleinen, Pfoten abputzen, Futter vorbereiten und geben, über Gehorsam zu managen und somit zu entzerren und vor allem dadurch Dynamik rauszunehmen.


    Ich werde das mit dem Zergel weiter verfolgen und schauen, was Jack am meisten gefällt (er mag ihn zb nicht tragen, aber er zergelt inzwischen ganz gern, wenn ich ihn in der Hand halte) und Hundesichtungen mit ihm allein üben.

    Und ich werde konsequenter sein im Einfordern von Gehorsam, Jack vergisst nämlich alle paar Sekunden, was ich gerade von ihm wollte, besonders bei der Leinenführigkeit, und stiehlt sich dann immer weiter nach vorn, bis er eben doch wieder zieht. Ich habe ihn heute sehr viel hinten laufen lassen müssen, was tatsächlich, man mag es kaum glauben, am Ende ziemlich viel Ruhe in unseren Gassigang gebracht hat.

    Ich bin überrascht, denn ich hätte ehrlich gesagt mehr Widerspruchsgeist von ihm erwartet.

    Habe ich was vergessen, was ihr sehr wichtig finden würdet?


    Ach so, dazu möchte ich mich noch äußern:

    Genauso achte ich darauf, ob ein Kontakt höflich ist oder bedrängend.

    Das ist ein guter Gedanke, danke dafür! Ehrlich gesagt habe ich es immer sehr genossen, wenn Jack zu mir auf die Couch gekommen ist. Er ist sehr verkuschelt und ich genieße es wohl mehr als er, ihm durch sein weiches Fell zu wuscheln.

    Das aufzugeben tut mir echt leid :crying_face:

    Aber rückblickend war es schon oft eher ein Einfordern und oft hat er mich dabei bedrängt, ich hatte zumindest oft die Schnauze direkt im Gesicht hängen.

    Ich hoffe sehr dass wir irgendwann wieder auf den Stand kommen, wo Kuscheln auf der Couch wieder möglich Ist, ohne dass es kippt.

    seinen Platz geht und dort lernt, runterzufahren

    Fast übersehen.... das ist tatsächlich etwas, was ich noch gar nicht mit ihm geübt habe, danke! Also, auf seinen Platz gehen im Gang/Hausflur und dort bleiben.

    Beiden Hunden ist es nämlich sehr wichtig, immer ungefähr dort zu sein, wo ich bin. Sammy ist eh schon immer mein Schatten, und Jack mäandert halt irgendwo in der Peripherie mit herum.

    Da könnte ich ansetzen.


    Zusätzlich trenne ich die beiden jetzt konsequent, wenn wir nicht da sind und wenn wir nachts oben schlafen. Sammy darf ins Wohnzimmer, Jack bleibt im Gang/ Hausflur.

    Danke euch für eure Beiträge und Gedanken dazu!

    Mir geht es hier echt viel zu viel noch um die Bedürfnisse des jungen Kerls - klar, sollte er irgendwo ausleben dürfen, aber ansonsten ginge mir hier der Ersthund sowas von vor!

    Da hast du recht. Weil Sammy etwas speziell ist, hab ich ihn eher eng geführt und dem Jungspund wiederum vielleicht zu lange zu viele Freiheiten gelassen.

    Die letzten Wochen hat Sammy auch massiv abgebaut. Irgendwie habe ich mich darauf verlassen, dass es einfach so weiterläuft wie bisher und wohl nicht rechtzeitig erkannt, was sich da anbahnt :frowning_face:

    Jungspund erziehen, dass er entspannt und gechillt ist und vor allem respektvoll mit seiner Umwelt umgeht. Dann hat der verzweifelte Opi seinen Frieden und dann gibts auch keinen Grund mehr für Konflik

    Das liest sich sehr leicht, ist aber für mich gerade ein riesiger Berg :exploding_head:

    Jack ist schon seit er bei uns ist eher schreckhaft, zart besaitet und regt sich wegen Kleinigkeiten schnell auf. Entspannt und gechillt ist er eigentlich nur, wenn er neben mir mit Körperkontakt auf der Couch liegen kann. Hat er vor irgendwas Angst, drückt er sich ebenfalls eng an mich und sucht da Schutz. Für mich passt das irgendwie gar nicht zusammen mit dem Verhalten, das er Sammy gegenüber zeigt :frowning_face:

    ich würde da an ganz vielen Schrauben drehen und auch viel schneller reagieren.


    Wäre es sehr frech von mir, wenn ich euch um Beispiele bitte, wo ihr dran drehen würdet?


    -> Also, wie bringe ich einem sich selbst überschätzenden Terrier-Jungspund bei, dass er nicht der Nabel der Welt ist? Worauf legt ihr Wert, und wie bringt ihr das rüber?


    Gerade heute morgen habe ich sehr genau hingeschaut, und zb beim Anleinen zum morgendlichen Gassi ist mir aufgefallen dass Jack zweimal an Sammy vorbei ist und kurz in die Luft abgeschnappt hat dabei. Geht natürlich gar nicht, hab ich so auch noch nie beobachtet, passt aber zum Rest.

    Ich werd es auch bei unserer Trainerin thematisieren, allerdings hat sie momentan einen Welpen und sehr wenig Zeit... deshalb wäre ich sehr dankbar, wenn ihr mir hier virtuell etwas auf die Sprünge helfen könntet.

    Gerade liegt Sammy neben mir und Jack wurde in seine offene Stoffbox neben der Couch geschickt. Zweimal ist er vorher auf die Couch gesprungen und zögerlich runter, dafür musste er jetzt 2x knurrend zur Terrassentür rennen, weil er vorgab, was gehört zu haben.

    Da wartet viel Arbeit und Korrektur auf mich :see_no_evil_monkey:    :weary_face:

    Ich würde den Jungspund komplett auf links drehen bei so einem Verhalten statt nur zu begrenzen und ( so liest es sich einfach) dududu zu machen .

    Mir wäre da herzlich egal wieso weshalb Warum der Jungspund da hohl dreht, dieses unnütze reinsteigern und rumschnappen wollen sowie gerempel würde hier wirklich massiv geahndet werden .

    Danke für deinen Beitrag! Ich mach normal nicht nur Dududu aber bin zwiegespalten. Erstens hatte ich den Eindruck, dass Jack mit Frust nicht gut umgehen kann in der jeweiligen Situation. Wenn ich ihn da massiv maßregle, setze ich zu seinem Frust noch einen drauf. Und ich fände es nicht abwegig, bei diesem Typ Hund sogar versehentlich zu provozieren, dass er dann nach mir schnappt, was er noch nie auch nur angedeutet hat, was ich aber nicht herausfinden will.

    Zweitens ist er ein sehr unsicherer, eher ängstlicher Hund. Mein Hauptaugenmerk war daher immer, ihn zu schützen, ihn aufzubauen und ihm Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben.

    Vielleicht ist das etwas des Guten zu viel geworden und ich muss etwas korrigieren, das wäre möglich :sweet:

    Drittens ist Jack in manchen Momenten echt im Tunnel. Da er nicht aufnahmefähig wäre, würde jede Sanktion in dem Moment ins Leere gehen.


    Aber dein Beitrag bestärkt mich darin, die Zügel enger zu fassen. Du hast natürlich recht, ich denke immer über das warum und wie nach und woher das kommt, könnte ihm aber auch einfach sagen, dass ich das so auf gar keinen Fall haben will.

    Reinsteigern ist leider Jacks zweiter Name :see_no_evil_monkey: Ist schwierig gerade, Ruhe reinzubringen, wenn wir unterwegs sind. An jeder Pipistelle will Jack schlecken, überall markieren, jeder noch so kleine Reiz findet seinen Weg in sein kleines testostrongesteuertes Terrierhirn. Ich hoffe, das normalisiert sich bald :dizzy_face:


    Gerade heute hab ich mich gefreut, weil das Thema mit fremden Menschen, die sich draußen unterhalten oder am Zaun vorbeigehen, gelöst schien. Mehrfach hat Jack nur geguckt, aber keinen Ton von sich gegeben. Auch fremde Menschen, die an uns vorbeilaufen, ignoriert er meistens.

    Und nun die nächste Herausforderung :exploding_head:

    Wobei das Schnappen ja von beiden ausgeht, da hätten beide nen Einlauf bekommen und notfalls wäre Maulkorb drauf. Auf beiden. Einfach damit sie sich zumindest nicht mehr wirklich am Wickel packen können und vorsorglich, weil der Jungspund halt doch körperlich überlegen ist.


    Ob das bei euch wirklich so harmonisch ist, bzw war, wie gesagt, ich glaub die Wolken hängen da schon ne Weile...

    Der Maulkorb für Jack ist schon bestellt, 3-4 Wochen Lieferzeit bei C&S.

    Sammy hat kaum noch Zähne :see_no_evil_monkey:


    Harmonisch ist vielleicht zu viel gesagt, es war anfangs ein Dulden, das nach einer Weile zu einer Art Zweckgemeinschaft wurde. Beide mögen sich schon und renne auch wirklich schön ab und an auf der Wiese herum, wenn sie ihre 5 Minuten haben, und Jack orientiert sich schon sehr an Sammy.

    Aber, Jack ist momentan echt frech und prollig drauf, und das gefällt Sammy nicht, er hat aber nicht mehr die Kraft, dagegen vorzugehen.

    Ich hab wirklich den Eindruck, Jack nutzt die Schwäche von Sammy aus um selbst voranzukommen.


    Oh Sam Kommt, Keks in Jack stopfen, und in Sam. Lob für den Einen ist immer auch ein vorteil für den anderen. Sam kuckt, oh schau Jack, Sam sagt wir gehen spazieren/ in den Garten ect. Gemeinsam rausgehen, Leute hören aushalten üben. In Ru

    Vielen Dank für deine zahlreichen Vorschläge! :hugging_face:

    Genau so mache ich es. Sammy ist unheimlich verfressen, und rufe ich Jack heran, kommt auch immer Sammy, weil er immer was Gutes bekommt, wenn er herkommt. Da gibt es auch keine Keilereien oder Getue, beide warten bis ich für den jeweiligen Hund das Leckerli rausgekramt habe.

    Zergel hab ich erst eins gekauft für Gassi und baue ich gerade auf :nicken:

    Dass kein Hund zu kurz kommt, war mir von Anfang an wichtig, genauso, dass der ältere Hund mit den älteren Rechten respektieren wird. Irgendwann ist das dann eingerissen.

    Dein Einwand, dass man jetzt aufpassen muss, dass Jack es nicht mit Sammy verbindet, wenn er Privilegien für den Moment verliert, ist sehr wichtig, finde ich.

    Die Gefahr ist natürlich, dass er auch hier wiederum seinen Frust an Sammy auslässt.

    Gerade habe ich Jack von der Couch geschickt, und "zufällig" stand Sammy in der "Schusslinie", auf dem Weg zu seinem Kissen neben der Couch. Da hatte ich gerade den Gedanken, dass er jetzt hoffentlich einfach runtergeht und an Sammy einfach nur vorbeigeht. Hat er auch gemacht.

    Wenn Hunde miteinander stress haben, wird man auch leicht selber so angespannt und dasm acht ne Situation nie besser

    Das stimmt! Ich muss echt aufpassen, die Ruhe zu behalten und keine Gespenster zu sehen :see_no_evil_monkey:

    Und natürlich immer mal wieder einen riesen Schritt zurücktreten und überprüfen, wie ist der allgemeine Stress

    Jack ist leider ein ziemlicher Stresskeks, und ich denke, hormonell ist er gerade auch etwas out of order :woozy_face:

    Wow, vielen Dank für eure zahlreichen Antworten :hugging_face:

    immer, wenn du einen anderen Hund siehst tu X

    Das bin ich gerade tatsächlich am Aufbauen, ich hab einen Zergel gekauft und mach ihn gerade darauf heiß, um ihm das Teil zukünftig ins Maul zu geben, wenn wir andere Hunde sehen.

    Problem, wenn Sammy dabei ist beim Gassi, pusht ihn der Zergel für Jack genauso hoch, und ich muss aufpassen, dass sie sich nicht darum streiten (kam aber noch nicht vor, auch nicht der Versuch).

    Schnappen nacheinander immer in Verbindung mit Fremdhunden auftritt.

    Fremde Hunde sind für Jack total aufregend, je nachdem fiept und hüpft er herum. Ist dann auch schlecht ansprechbar.

    Begonnen hat es mit dem Schnappen, glaub ich, wie ich jetzt so drüber nachdenke, weil Jack vor Aufregung mal als Welpe auf Sammy draufgesprungen ist und ihm tatsächlich dabei weh getan hat. Danach fing das an mit dem "präventiven" Schnappen von Sammy nach Jack und hat sich dann irgendwann verlagert, dass Jack plötzlich nach Sammy schnappt, immer dann, wenn er nicht hindarf.


    Ich gebe zu, mein Hauptaugenmerk war bisher, wenn ich mit beiden unterwegs war, dass Sammy nicht pöbelt. Dazu muss er eng geführt werden oder sogar abgesetzt werden. Meistens gehen wir Hundebegegnungen daher aus dem Weg, was natürlich wieder dazu führt, dass ich mit Jack nicht wirklich üben kann.

    Möchte der Senior im Haus auch eher seine Ruhe?

    Er ist die letzte Zeit ziemlich ruhig geworden und schläft viel, und im Haus findet auch einfach gar nichts statt, maximal eine Klorolle darf der Jungspund sich da mal zum zerpflücken holen, ansonsten herrscht im Haus Ruhe.

    Türen und Durchgänge wurden anfangs versucht zu kontrollieren (von beiden), hab ich aber natürlich unterbunden.

    Bei mir dürfte der Junior ab jetzt gerade mal atmen ohne ausdrückliche Erlaubnis.

    Maximal die Couch ist ein Knackpunkt, denn beide Hunde liegen darauf sehr gern neben mir. Und da questscht sich der Jungspund schon auch gern dazwischen und bootet den Senior aus, der dann geht, er mag es nicht so eng.

    Da muss ich Jack wohl noch konsequenter wegschicken. Heute wollte sich Tochter hinsetzen, Jack sieht das und springt schnell genau auf den anvisierten Platz und will nicht aufstehen. Da musste ich ihn nachdrücklich wegschicken :skeptisch:


    Du meinst, es geht eher so in Richtung pubertäre Allmachtsphantasien? Damit kann ich umgehen, denk ich =)

    Hallo miteinander,

    auf Anregung der lieben Momo und Lotte bitte ich euch um Vorschläge zur Problemlösung.

    Es geht um unsere beiden Rüden, der Senior Sammy, kastriert, 13 einhalb Jahre alt und seit knapp 4 Jahren bei uns, kam aus schlechter Haltung und ist ein Westie- Dackelmix. Der Jungspund ist 10 Monate alt, ein Wheaten Terrier, eher unsicher, unkastriert und in seiner Sturm- und Drangphase.

    Grundsätzlich kommen beide gut aus miteinander, Sammy ist zwar manchmal eher brummelig und möchte gern zeitweise seine Ruhe, es gibt aber weder Futteraggression noch groß territoriale Probleme. Anfangs hat Sammy versucht, Jack zu begrenzen, als er als Welpe hier einzog, aber das ist Schnee von gestern.

    Jack ist momentan ziemlich rüpelig unterwegs, er rempelt ab und zu den Senior an, rennt ihn beim Gassi versuchsweise über den Haufen, markiert wie ein Wahnsinniger, solche Dinge halt. Ich weise ihn dann natürlich zurecht, worauf er auch gut reagiert und versuche, jedes übertriebene Hochpushen zu vermeiden. Außerdem behalte ich den Senior in meiner Nähe, er ist halt auch schon alt und braucht meine Unterstützung.


    Was mich sehr beschäftigt, ist folgende Dynamik: Sieht Jack einen anderen Hund, zu dem er nicht hin darf, würde er dazu neigen, aus Frust nach dem Senior Sammy zu schnappen. Sammy lässt das natürlich nicht mit sich machen, weist den Jungspund lautstark zurecht, und die beiden beginnen eine Prügelei. So die Kurzform. Ich unterbinden das natürlich, siehe weiter unten.

    Zuerst war dieses Phänomen übrigens umgekehrt, Sammy fing eines schönen Tages an, beim Gassi mit meinem Mann aus Frust über einen unerreichbaren Hund, den er gern bepöbelt hätte, nach Welpe Jack zu schnappen.

    Irgendwann kam es dann auch mal bei mir vor, dass beim Gassi einer nach dem anderen geschnappt hat, wenn ich gerade einen Haufen aufgehoben hab und beide Leinen in einer Hand gehalten habe, die Hunde also nebeneinander standen. Und in dem Moment ein Auslöser (also zb anderer Hund) auf der Bildfläche erschien. Gab natürlich einen Einlauf von mir. Die Motivation scheint mir jeweils unterschiedlich zu sein, Jack möchte zu dem anderen Hund einfach nur hin und Party machen, Sammy möchte hin und den anderen Hund verprügeln.

    Dann bin ich eine Zeitlang getrennt Gassi gegangen, was aber schwierig ist, denn der zurückbleibene Hund weiß sehr wohl, dass jetzt Gassizeit wäre und ich Gassi gehe, nur ohne ihn. Und kommentiert das entsprechend und ist schwer gestresst.

    Gehe ich gemeinsam und sehen wir einen anderen Hund, nehme ich die Hunde inzwischen an der kurzen Leine sehr weit auseinander, und jeder Zucker in Richtung des jeweils anderen wird unterbunden. So habe ich beim Gassi diese Übersprungs/Frusthandlung, sich am jeweils anderen Hund abreagieren zu wollen, in den Griff bekommen und kam schon lang nicht mehr vor.

    Das schreibe ich nur, dass ihr die Vorgeschichte versteht.


    Heute dann war folgende Situation:

    Wir waren gerade innen, die Terrassentür stand offen, draußen bellte der Nachbarshund, Leute liefen am Gartenzaun vorbei. Jack rannte wie von der Tarantel gestochen raus, Sammy hinterher, plötzlich höre ich es nur knurren und beide Hunde haben sich in der Wolle. Sammy lag auf dem Rücken und biss zahnlos von unten nach Jack, Jack stand über ihm und rupfte ihm am Kragen. Ich ging ruhig hin und nahm Jack am Nackenfell weg, und sofort war Ruhe, Sammy stand auf, Jack ließ sich ohne Probleme "abführen" und separieren, es war nichts passiert, und im Anschluss waren beide Hunde wie immer.

    Ich habe zwar wiederum nachher einige Frechheiten von Jack wahrgenommen, wie zb im Vorbeigehen den Senior anzurempeln, hab aber den Jungspund im Anschluss noch vehementer kontrolliert.


    Ich denke jetzt immer wieder auf der Sache herum.

    Fakt ist, ich hab schon ein ganzes Leben lang Hunde, aber nie zwei Rüden gleichzeitig. Meistens hatte ich Pärchen, die Rüden waren immer kastriert. Das Geprolle von Jack scheint mir altersbedingt zu sein, aber solche Ausfälle wie heute, wo beide Hunde wie im Tunnel raufen, sollen natürlich nicht mehr vorkommen.

    Sammy ist auch eigentlich der Typ, der sich nichts gefallen lässt und durchaus deutlicher werden kann. Bisher hat Jack das so akzeptiert, nun halt scheinbar nicht mehr. Natürlich habe ich auf beide eh immer ein Auge, ich möchte es auf keinen Fall auf ein "die regeln das unter sich" zuspitzen lassen, da würde Sammy einfach auch gesundheitlich bedingt den kürzeren ziehen.

    Es könnte also das Alter sein bei beiden und die Konstellation, beide sind Terrier, denen man einen Hang zum Wahnsinn eh nachsagt... :zany_face:

    Ich überlege, wo wir erziehungstechnisch vielleicht verkehrt abgebogen sind, denn bisher hielt sich alles absolut im Rahmen. Heute nun das erste Mal, wo beide frei im Garten waren, ein Auslöser dazukam, und die Post ging ab :face_with_rolling_eyes: .

    Jack geht mit mir seit einer Weile in die Hundeschule, dort ist er mit anderen Hunden ausgesprochen höflich und zurückhaltend. Das Schnappen nach Sammy scheint wirklich eine Art Reflex aus dem Tunnelloch zu sein.


    Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, habt ihr einen Orden verdient 🎖🏆🏅 :smirking_face: danke fürs Lesen und für eure Ideen :hugging_face:

    Was können wir tun? Müssen wir was tun? Oder passiert sowas halt mal und gehört zur Rüdenhaltung am Ende dazu? :see_no_evil_monkey: