Vielen vielen Dank, dass ihr über unsere Probleme eure Köpfe zerbrecht 
Eure Tipps helfen mir wirklich sehr!
Ich geh mal auf das ein, was mir besonders aufgefallen ist:
Bitte such einen anderen Platz für Jack. Hausflur ist viel zu zentral und gibt ihm direkt wieder Macht über kommen und gehen. Such ihm einen Platz, wo er nichts kontrollieren kann.
Was noch nicht angesprochen wurde: ist der ältere, Sammy, in letzter Zeit gesundheitlich durchgecheckt worden? Hunde bemerken oft eher wie wir, wenn bei einem anderen die Gesundheit sehr nachläßt und versuchen dies je nach Charakter für ihren Zweck auszunutzen.
Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich würde den Senior mal einem Tierarzt vorstellen.
Ansonsten bin ich auch definitiv für die Variante die Zügel massiv anzuziehen. ABER, ich würde den Senior nicht bevorzugen. Wie du ja geschrieben hast, pöbelt der ebenfalls in Richtung Junghund und provoziert damit ja auch Verhalten.
Ich würde bei Beiden die Vorzugsbehandlung streichen. Kein Sofa mehr und wirklich Beide eng führen.
(ich habe ähnliches mit 2 Hündinnen vor Jahren durch. Da war auch noch die zusätzliche Problematik, dass die Ältere ein Dackel Mix (also klein) war und die Jüngere ein wesentlich größerer Mix). Ich habe Beide gedeckelt über Wochen. Es war schwer das durch zuziehen, aber es hatte Erfolg. Und ich mußte keine abgeben und es gab keine Beißereien mehr.
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Sammy ist regelmäßig beim TA, erst letzte Woche wieder, Blutbild wurde frisch gemacht, seine Zähne wurden letzte Woche saniert, er bekommt Entwässerung und Herztabletten. Diese Woche nach der OP ging es ihm leider nicht gut, er hatte häufig diesen Herzhusten und war recht wenig belastbar.
Irgendwie passt das alles zusammen, dass Jack gerade jetzt meint, seine Zeit sei gekommen... oder so... 
Meine Meinung zum Platz im Flur kennst du ja schon seit geraumer Zeit. Das ist halt leider absolut kontraproduktiv.
Das mit dem Hausflur, das muss ich glaub ich nochmal erklären.
Ich weiß das, mit dem, dass man Kontrollettis nicht auf den Hauptdurchgangsstrecken ihren Platz zuweist, so dass sie alles kontrollieren können.
Unser Hausflur ist kein langer Schlauch, sondern da, wo die Treppe nach oben geht, gibt es keine Kellertreppe. Dort ist also viel Platz unter der Wendeltreppe nach oben, wo der neue Kennel und die Schlafboxen von beiden Hunden stehen (Sammys steht jetzt im Wohnzimmer). Meistens wird unser Haus über die Terrassentür betreten und verlassen. Die Haustür wird nur benutzt von dem, der geht, wenn niemand mehr im Haus ist.
Der Hausflur bzw die Ecke unter der Treppe ist der Bereich, wo der Hund keinen Einblick hat in Wohnzimmer und Küche sowie keine Kontrolle über das OG (außer er spitzt die Ohren).
Entsprechend werden die Plätze unter der Treppe freiwillig kaum von den Hunden aufgesucht und eignen sich mMn gut, um einen Hund aus dem Geschehen im Hauptbereich Wohnzimmer/Küche zu nehmen, wo sich das Leben unserer Familie abspielt.
Jack befand sich heute unter strenger Aufsicht und wurde sehr stark von mir gegängelt reglementiert. Futter gibt es eh immer getrennt durch ein Türgitter, und heute wartete Jack hinter diesem Türgitter bis alles vorbereitet war, Couch war komplett tabu.
Beim großen gemeinsamen Gassi ignorierte er Sammy und die beiden koexistierten und koschnüffelten wunderbar ohne irgendwelche Rüpeleien von Jack. Ich fand, dass Sammy sogar sehr entspannt unterwegs war, weil Jack ihn wirklich total in Ruhe gelassen hat.
Als ich das Abendessen für beide vorbereitet habe, hat Jack die Gunst der Stunde genutzt und die Küchentür verstellt und einmal kurz verstohlen abgeschnappt nach Sammy. Der hat das Ganze ignoriert und überhaupt nicht reagiert, aber ich habe es gesehen, und es gab ein Donnerwetter und Jack landete wieder hinter dem Kindergitter, um dort auf sein Futter zu warten.
Ich muss sagen, ich hatte noch nie die Situation, dass ich einen Hund so sehr einschränken musste um des Friedens willen. Selbst meine beiden Hündinnen haben sich nach ein, zwei mal, wo sie sich gezofft hatten, mit der Situation abgefunden und Frieden geschlossen. Alles war geklärt, alles klar.
Mit den beiden Terriern scheint es komplexer zu sein
"Wrg" und "Ab" waren heute die am häufigsten benutzten Vokabeln hier 
Ich muss auch nochmal auf den Beitrag von Grinsekatze1 eingehen, dass der Senior eine ruhigen Lebensabend verdient hat. Das finde ich natürlich auch, und wir tun wirklich alles, dass er alles hat, was er braucht.
Allerdings hatte ich auch immer im Kopf, wie er vor dem gesundheitlichen Einbruch, den er aktuell erlitten hat, drauf war. Er war exakt genauso wie Jack sich seit neuestem gibt. Knurrig (okay, da ist Jack eher schnappig), seine Pfründe verteidigend, Schlüsselstellen im Haus besetzend, aus allem ein Dominanzthema machend.
Jack und er sind sich tatsächlich sehr ähnlich, nur dass Jack einfach jung und fit ist und natürlich kräftiger, und Sammy baut ab und wird schwächer.
Ich danke euch allen vielmals, dass ihr euch hier geäußert habt. Ihr habt mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, und ich werde meinen Mann den Faden auch lesen lassen, wenn er wieder da ist. Er geht ja meistens morgens mit beiden Hunden raus, und er sollte ebenso Bescheid wissen, was die beste Vorgehensweise ist und vor allem, dass das nicht von selbst wieder weggeht
.
Ich werde also
• weiterhin mit Jack die Hundeschule besuchen und werde zusehen, dass wir noch einen anderen Kurs buchen können oder endlich einen Verein finden, der uns nimmt, um Agility oder Hoopers zu machen.
Ich werde zusehen,
• mehrmals in der Woche allein mit Jack Gassi zu gehen, um Qualitätszeit mit ihm zu verbringen,
• positive Erlebnisse mit beiden Hunden zu generieren, wenn Jack höflich, im Bogen und mit Abstand den Senior passiert und ihn entsprechend loben
• die Hunde räumlich zu trennen, wenn ich nicht da bin
• Situationen, die mit einer höheren Erregungslage einhergehen, wie zb Anleinen, Pfoten abputzen, Futter vorbereiten und geben, über Gehorsam zu managen und somit zu entzerren und vor allem dadurch Dynamik rauszunehmen.
Ich werde das mit dem Zergel weiter verfolgen und schauen, was Jack am meisten gefällt (er mag ihn zb nicht tragen, aber er zergelt inzwischen ganz gern, wenn ich ihn in der Hand halte) und Hundesichtungen mit ihm allein üben.
Und ich werde konsequenter sein im Einfordern von Gehorsam, Jack vergisst nämlich alle paar Sekunden, was ich gerade von ihm wollte, besonders bei der Leinenführigkeit, und stiehlt sich dann immer weiter nach vorn, bis er eben doch wieder zieht. Ich habe ihn heute sehr viel hinten laufen lassen müssen, was tatsächlich, man mag es kaum glauben, am Ende ziemlich viel Ruhe in unseren Gassigang gebracht hat.
Ich bin überrascht, denn ich hätte ehrlich gesagt mehr Widerspruchsgeist von ihm erwartet.
Habe ich was vergessen, was ihr sehr wichtig finden würdet?
Ach so, dazu möchte ich mich noch äußern:
Genauso achte ich darauf, ob ein Kontakt höflich ist oder bedrängend.
Das ist ein guter Gedanke, danke dafür! Ehrlich gesagt habe ich es immer sehr genossen, wenn Jack zu mir auf die Couch gekommen ist. Er ist sehr verkuschelt und ich genieße es wohl mehr als er, ihm durch sein weiches Fell zu wuscheln.
Das aufzugeben tut mir echt leid 
Aber rückblickend war es schon oft eher ein Einfordern und oft hat er mich dabei bedrängt, ich hatte zumindest oft die Schnauze direkt im Gesicht hängen.
Ich hoffe sehr dass wir irgendwann wieder auf den Stand kommen, wo Kuscheln auf der Couch wieder möglich Ist, ohne dass es kippt.