Beiträge von DerFrechdax

    Darf ich euch mal eine Frage stellen?

    Heute hatte ich einen Videokonferenztermin mit einer Futterberaterin, und meine TÄ hat mir das Gleiche gesagt: Beide sind der Meinung, wenn die engste Bezugsperson des Hundes selbst Unverträglichkeiten, Allergien oder Probleme mit dem Pankreas, Magen oder Darm hat, ist es naheliegend bis wahrscheinlich, dass der Hund damit auch Probleme hat oder bekommt.

    Darf ich euch fragen, wie eure Erfahrungen sind? Ähneln sich eure Beschwerden und die eures Hundes?

    Es ging ja ursprünglich um den erwachsenen, gesunden Hund, dass ich der Meinung war, dass der längere Spaziergänge in der Natur abkönnen sollte, ohne dass er überdreht, sondern dass das im Gegenteil eine absolut hundegerechte Auslastung ist.

    Ich finde schon, dass dabei klar sein sollte, dass junge und heranwachsende Hunde das noch nicht vollständig leisten können und auch nicht müssen.

    Jetzt bin ich etwas verwirrt, weil ich eigentlich im Eingangspost davon ausgegangen bin, dass du dich auf die gehäuft im Forum aufschlagenden Fälle beziehst, wo die Hunde schnell drüber sind und es dann oft heißt "macht mal nicht so lange Runden Gassi". War das nicht der Auslöser für diesen Faden? Oder hab ich das verkehrt verstanden? :???:

    Die allermeisten Hunde, deren Stressproblematiken geschildert werden, sind doch noch sehr jung, so maximal bis 2 Jahre alt, oder täusche ich mich?

    Wenn man davon erzählen kann, hat man in meinen Augen Glück gehabt.

    Bitte was?! Ich hoffe sehr, dass ich das gerade missverstehe oder du einfach das Glück hast, dass es dir an Kreativität für Gewalt und Grausamkeit mangelt.

    Entschuldige, gerade beim nochmal durchlesen sehe ich, dass man das auch total verkehrt verstehen kann, wie ich es natürlich nie im Leben meinen wollen würde :( :

    Ich meinte, wenn man so etwas erleben musste, und dann hinterher in der Lage ist, davon zu reden, dann hat man Glück gehabt. Weil man überlebt hat, und weil man von der Erfahrung nicht gebrochen worden ist. Weil man es vielleicht sogar so gut verkraftet hat, dass man es hinter sich lassen konnte.

    Tut mir leid, ich wollte natürlich nichts kleinreden und niemandem wehtun.

    Im Rahmen der Berichterstattung über Rassismus wurde einmal darüber geschrieben, wie selbstverständlich es für Menschen ist, die äußerlich an die vorherrschende Bevölkerung angepasst aussehen, gewisse Dinge und Situationen so zu erleben, wie man es eben tut.

    Und dann wurde gezeigt, wie die gleiche Situation sich anfühlt und erlebt wird, teilweise auch ganz anders verläuft, wenn die Person dunkelhäutig ist. Das fand ich total interessant und auch beschämend, weil ich mir darüber noch nie viele Gedanken gemacht hatte bis zu dem Zeitpunkt.

    Genauso stelle ich mir das vor als Mann. Du gehst abends noch im Dunkeln joggen, läufst durch dunkle Gassen zu deinem Auto, dir kommen 4 Männer entgegen und du machst dir einfach keine Gedanken, weil du es nicht wissen kannst, wie es ist, von klein an ein Mädchen und später eine Frau zu sein, sich körperlich unterlegen zu fühlen und alle Eventualitäten bedenken zu müssen. Und dass es nicht selbstverständlich ist, unbehelligt wieder daheim anzukommen.

    Deshalb finde ich einen Austausch auch so wichtig und dass Männer zugewandt sind und die Ängste von Frauen ernst nehmen. Glücklicherweise kenne ich ganz viele solcher Männer, die einen ausgesprochen respektvollen Umgang mit Frauen pflegen. Das fängt ja schon mit der eigenen Frau/Tochter/Mutter an.

    Krass meine kämen gar nicht auf die Idee mich zu beißen in Frustsituationen. Den würde ich aber auch was husten wenn sie es versuchen würden.

    Ich glaub auch nicht, dass das ein bewusstes "ich beiß heute mein Frauchen ist" (bei mir hat er es sich eh auch noch nie getraut), sondern er im Tunnel ist.

    Er würde eher den Senior als Blitzableiter hernehmen wollen, aber nach der Jogginghosensituation mit meinem Mann bin ich bei ihm einfach super vorbereitet und kann sofort reagieren.

    Ich weiß ja jetzt, welche Situationen es auslösen und achte sehr genau auf seine Körpersprache (und hab mir einen Haufen Hundebücher zum Thema bestellt |) )