Beiträge von DerFrechdax

    Was gibt es Schöneres für einen Hund, als wenn er bei seinem Herrchen oder Frauchen sein kann und sein darf

    mal überlegen... kommt narlich auf den Hund an, aber vielleicht den Eichhörnchen oder einem netten Reh nachjagen? Den Garten bewachen und alles verbellen, was nicht bei 3 auf dem Baum ist? Der hübschen Hündin von die Straße runter hinterherlaufen und auf eine Gelegenheit zur Fortpflanzung hoffen?

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    Es ging ja ursprünglich um den Stellenwert des Hundes an sich für den Menschen, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Ich sehe das so, wenn ich einen Hund in mein Leben hole, versuche ich ihm ein Leben zu ermöglichen, das seinen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Einige darf er leider nicht ausleben (sorry, Jack, kein Reh zum Abendessen und keine süßen Minijacks mit der Nachbarshündin :ugly: ) dafür gewinnt er aber medizinische Optimalversorgung, gratis Futter ohne arbeiten zu müssen dafür, abendliche Bauchmassagen und Bespaßung nach seinen Vorstellungen.

    Mit der Freude, ein Haustier zu halten geht die Verantwortung einher, nach besten Kräften dafür zu sorgen, dass es sich artgerecht entfalten kann, sich gut sozialisiert und erzogen einfügen kann und am Ende des Weges nach vielen schönen Jahren schmerzfrei und friedlich aus seinem Leben scheiden kann. Dafür muss ich als Mensch mich informieren und weiterbilden, für meine tierischen Mitbewohner mitdenken und nehme auch Einschränkungen in Kauf, die sich durch die Hundehaltung für mich vielleicht ergeben, weil der Hund krank ist oder besondere Bedürfnisse hat. Und am Ende lasse ich meinen Begleiter auch rechtzeitig gehen, wenn es nicht mehr geht.

    Natürlich gehört zur Haustierhaltung auch eine Portion Egoismus dazu, wenn man ganz ehrlich ist. Man hat einfach gewisse Erwartungen und Hoffnungen in das jeweilige Tier. Wenn man dabei weitgehend Realist bleibt und die Bedürfnisse des Tieres im Auge behält, hat man gute Karten, dass man miteinander eine gute Zeit haben wird, für beide Seiten. Ist dann ein Geben und Nehmen und win-win für beide Parteien, Mensch und Hund.

    Was ist denn eure Erfahrung damit? Geht ihr zur Hundeschule?

    Jack findet Hundeschule immer die ersten Minuten sehr aufregend (uiuiui, so viele fremde Hunde... so tolle Weibchen... *Nase in den Wind und flirten was das Zeug hält* :zany_face: ), danach läuft er zu echter Höchstform auf und gibt den konzentrierten Streber.

    Es hat im Junghundekurs wirklich sehr viel Spaß gemacht, mit ihm zu trainieren, weil er so motiviert und dabei voller Esprit bei der Sache war.

    Kommt aber auch drauf an, wie man es ihm verkauft. Wenn ich es ihm verkaufe, "schau, wir machen jetzt was extrem Tolles", und ihn viel bestätige, macht er alles mit einem Elan und so viel Leichtigkeit :smiling_face_with_hearts:

    Was man bei ihm mit Vorsicht genießen muss, ist zuviel Bestätigung durch Leckerli, da dreht er auf und wird unkonzentriert, oder wenn er etwas zu oft wiederholen soll. Da hab ich oft ein bisschen gemogelt und schon nach 2 oder 3 Wiederholungen aufgehört und bin zu unserem Platz zurückgekehrt.

    Was man in der Hundeschule lernt, kommt ja im Alltag schon auch sehr zugute, ich finde es sehr praktisch, wenn ich meinen Hund am Ende auf Distanz ins Sitz oder Platz schicken kann oder wir in verschiedene Themenbereiche wie zb Dummy oder Rallye Obedience reinschnuppern konnten. Hat Jack jedenfalls echt Spaß gemacht und wird im Frühjahr fortgesetzt :smiling_face_with_hearts:

    Ich hab es gerade ganz gut, Tochter düftelt uns das Bad und einen Großteil des OG ein, während Sohn sich noch nicht für Parfum erwärmen kann. Überhaupt, es ist der Wahnsinn, was es an verschiedenen Pflegeprodukten gibt, und alle sind parfümiert :dizzy_face:

    Wenn Sohn auch noch anfängt, fleißig herumzusprühen, muss ich wohl auswandern, bin nämlich hochgradig allergisch und krieg so schon Niesattacken :see_no_evil_monkey: :lol: Das kann was werden in zwei Jahren... oder so... :winking_face_with_tongue:

    In unserer Hundeschule werden extra Kurse für Kleinhunde angeboten, zum Training und auch eine Spiel/Kontaktstunde nur für Hunde bis x Zentimeter.

    Und auch das ist fragwürdig und verbessert nicht die Situation Kleinhunde-/Großhundebesitzer.

    Im Alltag müssen beide Hundehalter miteinander klar kommen. Kleinhunde müssen erlernen mit Großhunden umzugehen (dann gibt es auch kein gegenseitiges Ankläffen) und umgekehrt ist es ebenso.

    Deshalb wäre eine gemeinsame Ausbildung, sich gegenseitig kennenlernen und respektieren von Anfang an der richtige Weg.

    Nein, ich habe kein Verständnis für getrennte Wege zumal das Ausbildungsziel ja das Gleiche ist. Von den Inhalten ganz zu schweigen!

    Du hast den Satz danach vergessen mitzuzitieren:

    Kleine Hunde bekommen in gemischten Kursen die gleichen Aufgaben gestellt und es wird genauso auf Ruhe und Fokus geachtet wie bei einem großen Hund.

    In der Hundeschule, die ich besuche, gibt es Gruppen für Junghunde, Welpen, Junge Wilde, Erwachsene, alle möglichen Untersportarten mit Hund, und da sind alle Hunde egal welche Größe gemischt vertreten.

    Und dann gibt es eine Stunde für Kleine Hunde, wo auf die spezifischen Themen von Kleinhunden und ihren Haltern eingegangen wird. Dort wurde zb meine Leonbergerhündin in einer Stunde mit eingebunden, damit die Zwerge auch den Kontakt mit einem Riesen positiv verknüpfen können.

    Darüber hinaus gibt es Kontaktstunden mit freiem "Spiel" nach einer Vorstellungsrunde für alle Hunde, wo durchaus auch kleinere Terrier mit RR, Labbi und allen möglichen anderen, hochenergetischen Hunden mitrennen, und es wird eine extra für kleine Hunde angeboten, die ich gerade für sehr grazile Hunde wie Rehpinscher etc. durchaus angebracht finde aufgrund der Verletzungsgefahr.

    Mir erscheint das ziemlich durchdacht in unserem Fall.

    Hi, bei uns ist das strikt getrennt in der Hundeschule. Es gibt Junghundekurse, offene, wo jede Stunde für sich abgeschlossen ist und an einem bestimmten Ziel gearbeitet wird, und geschlossene, wo über 8 Wochen bestimmte Lerninhalte vermittelt werden, mit Hausaufgaben :smirking_face:

    Im Junghundekurs haben die Hunde nur Sichtkontakt, es wird kein körperlicher Kontakt zugelassen, auch kein Schnüffeln am anderen. Das haben alle Junghunde ziemlich schnell begriffen und akzeptiert, und so sind alle fokussiert und relativ entspannt gewesen, fand ich.


    Es gibt aber auch eine Spiel/Kontaktstunde, wo allerdings auch erwachsene Hunde dabei sind. Es wird dabei streng gemanagt von Seiten der Trainerin, und anfangs sind zb Rüden und Hündinnen oder kleinere Hunde/große Hunde getrennt und erst gegen Ende alle zusammen. Da können die Hunde wirklich weitgehend ihre Hundedinge machen und Jungspunde werden entweder von der Trainerin oder einem ihrer gut trainierten Hunde "eingenordet" bei Bedarf.

    Vielleicht kannst du mit der Trainerin sprechen, dass du deinen Hund aus dem Spiel herausnimmst. Ideal wäre, dass alle warten, bis du weg und Hund im Kofferraum eingetütelt ist, bevor sie ihre Hunde loslassen.

    Mein Bild von Kleinhunden allgemein (wo es ja auch wieder sehr große Unterschiede gibt charakterlich) hat sich sehr verändert, seit ich selber einen knapp 10 Kilo schweren Hund habe :partying_face:

    Früher habe ich kleine Hunde die meiste Zeit als nervige Kläffer wahrgenommen, vorzugsweise an der ausgefahrenen Flexi außerhalb des Wirkungskreises ihrer Halters unterwegs... Ich mochte die meisten Kleinhunde eher nicht, weil ich sie als hysterisch, gestresst und hibbelig empfunden habe, und viele Halter kleiner Hunde, zumindest die ich kennengelernt habe, machen sich auch nicht wirklich die Mühe, ihren Hund so zu erziehen, dass er ein angenehmer Zeitgenosse wird.

    Unser Senior hat mein Bild dann total verändert :smiling_face_with_hearts:

    Jetzt mit dem Jungspund ist ja auch wieder ein nicht so großer Hund eingezogen (aktuell 17 Kilo), aber tief innen drin sind beide natürlich mindestens der Meinung, ein Löwe steckt in ihnen xD

    In unserer Hundeschule werden extra Kurse für Kleinhunde angeboten, zum Training und auch eine Spiel/Kontaktstunde nur für Hunde bis x Zentimeter. Kleine Hunde bekommen in gemischten Kursen die gleichen Aufgaben gestellt und es wird genauso auf Ruhe und Fokus geachtet wie bei einem großen Hund.

    Was andere Menschen über meine zwei Chaoten denken, ist mir eigentlich recht egal. Sicher ist der eine oder andere entrüstet, wenn meine beiden aufdrehen oder wenn sie aufgeregt sind bei Hundesichtung. Jede Rasse hat ihre eigenen Vorteile und auch Baustellen, kleine wie große Hunde.

    Menschen, die pauschal kleine Hunde abqualifizieren, haben entweder bisher wie ich damals die falschen Kleinhunde mit den falschen Haltern getroffen, feste dogmatische Vorstellungen, die sie nicht bereit sind zu überdenken, oder sie haben einfach wenig Ahnung, finde ich =)