Beiträge von DerFrechdax

    Du schreibst mehrfach, der Hund ist sehr ängstlich gewesen von Anfang an und die Couch ist sein Rückzugsort.

    Ich verstehe das, dass man natürlich so einen Angsthund seine Rückzugsmöglichkeiten bieten möchte und seine Ängste "heilen". Es ist natürlich auch eine Freude, bei der Entwicklung so eines Hundes zuzugucken, wenn er selbstbewusster wird und seine Ängste ablegt.

    Wir hatten auch so einen Hund, einen Dackel-Westie-Mix. Der hatte schon einiges hinter sich, als er zu uns kam und hat sich sofort auf mich eingeschossen. Der war nicht direkt ängstlich, aber er hatte eine ungesunde Bindung an mich. Waren wir zb zusammen unterwegs und ich war kurz außer Sicht, hat er geheult und gebellt, bis ich wieder da war. Die Couch wurde natürlich auch verteidigt, wenn ich drauf lag.

    Solche Hunde brauchen trotz ihrer Geschichte Anleitung und Grenzen. Auch wenn sie ihre eigene Historie im Gepäck haben, kann jetzt der Hund nicht machen was er will. Beißen.und Angriffe gehen einfach nicht.


    Insofern wäre meine Lösung, dem Hund neue Liegeplätze abseits der Couch anzubieten, vielleicht eine Box, die man offen lässt und schön kuschelig mit Decken verhängt und auspolstert. Dorthin kann man den Hund stattdessen schicken, wenn er auf die Couch möchte.

    Dann würde ich ein "runter" Kommando etablieren. Wenn der Hund also auf der Couch liegt, ihn mit "runter" von dort wegschicken und mit was super Hochwertigen belohnen, das kann man werfen, so dass der Hund gerne der gebratenen Hühnerbrust nachgeht und das Sofa verlässt.

    Man kann sogar eine Keksdose am Couchtisch deponieren, und wenn der Hund auf "runter" die Couch verlässt, wirft man immer einen Keks.

    Dann fühlt sich das für dich vielleicht nicht so ersatzlos gestrichen an.

    Allgemein wäre wahrscheinlich nötig, dem Hund begreiflich zu machen, dass eine Zusammenarbeit mit euch, besonders mit dir, sich immer lohnt. Also wäre ein Trainingskurs in der Hundeschule, wo man sich gemeinsam was erarbeitet, nicht verkehrt.


    Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass dieser Hund auch Ruhe und Abstand braucht von seinen Leuten, um abschalten zu können. Bekommt er das? Kann er zb allein bleiben und schläft dann, oder kann sich in ein Körbchen zurückziehen, und seine Menschen sind woanders im Haus/der Wohnung?

    Erhöhte Liegeplätze sind prima Orte, von wo man die Umgebung (und seine Menschen) super im Auge behalten kann. Plus, sie sind dem Menschen wichtig, plus, sie sind warm und kuschelig.

    Es gibt so Hunde, die eher räumlich territorial denken und da ist es nie Zufall, wo die gerade liegen. Gern im Weg, gern in Durchgängen, gern erhöht, strategisch günstig. Gern auch eng am Menschen und bedrängend, gern auch den Menschen maßregelnd (das ist dann oft eine Eskalationsleiter).

    Wird von Menschen nur oft erst erkannt, wenn es schon sehr weit fortgeschritten ist und der Hund "auffällig" wird.

    Romy verteidigt meine Freundin oder ist eifersüchtig. Da reicht es schon aus, wenn meine Freundin und Romy auf dem Sofa sind und ich mich dazu setzen möchte. Romy fällt mich dann regelrecht an und beißt auch.

    Das könnte Ressourcenverteidigung sein, der Mensch wird als Ressource gesehen und belagert und bewacht.

    Erste Hilfe wäre, den Hund nicht mehr aufs Sofa zu lassen, auch nicht davor liegend oder daneben. Und dann schleunigst eine/n Trainer/in kommen lassen, der/die sich die Situation anschaut und euch hilft, dem Verhalten abzuhelfen.

    Ich denke, ohne krasse Eingrenzung des Hundes und feste Regeln wird es nicht gehen. Lasst euch das allerdings von einem Profi näher erläutern, wie ihr das am Besten handhabt, damit nichts eskaliert. Alles Gute!

    Ach, ich suche mir was mit weniger Stress.

    Das ist nicht immer möglich beim z.B. wandern. Da ist eine Wirtsstätte oben auf dem Berg oftmals ein Etappenziel, zum essen und kurz ruhen, bevor es an den Abstieg oder weiteren Aufstieg geht. Oder generell auf Wanderwegen hat man nicht selbstverständlich alle paar Kilometer eine Auswahl.

    Aber klar kann man dann grundsätzlich drauf verzichten und sich Brote einpacken. Ist auch schön.

    Ja, so ist es bei uns auch sehr oft. Oft freut man sich auf der Wanderung/dem Aufstieg schon auf ein kühles Getränk und gutes Essen, und wenn wir dann abseits ein schönes Eck für uns haben, ist alles perfekt. Toiletten nicht zu vergessen, wenn man sich gern ein bisschen frisch machen will xD

    Da darf für mich auch ein Hund wohnen und irgendwo rumliegen. Stress wird es für mich, wenn ich sehe, da droht ein Hund, platziert sich strategisch oder versucht an meinen Hund ranzukommen. Auch schwierig ist, wenn es eng ist und ich muss an dem Vorbei, weil natürlich manche gern an Durchgängen herumliegen. Am allerliebsten sind mir Biergärten, wo mehrere Ausgänge sind und man viel Platz hat. Da ist es dann schön chillig und keiner hat Stress.

    In unserem Fall war es so, dass der Hund nicht anwesend war, als wir hingekommen sind. Wir waren sogar die ersten Gäste, es wurde gerade aufgemacht.

    Dass der Hund uns gleich abpasst, war nur mein Gefühl (vielleicht sollte ich Hellseher werden xD ). Der hätte genauso im hinteren Bereich im Zwinger oder sonstwo an der Kette sein können. Ich kam mir da eigentlich schon doof vor, dass ich überhaupt mir noch sitzend Gedanken gemacht habe, wo dieser Hund wohl jetzt ist, nachdem er zum 3. Mal weggenommen worden war.


    Aber vielleicht hast du Recht und es ist eine Frage der Kommunikation. Nächstes Mal könnte ich sagen, dass mein Hund den Hofhund nicht mag und ob dieser kurz weggenommen werden könnte.

    Wahrscheinlich werde ich dann angeschaut wie eine Außerirdische, aber egal. Nehm ich es halt auf mich, wie ich es bei unerzogenen Kackbratzen schon oft auf mich genommen hab, damit die festgehalten werden, weil die Leute dazu das provokante Verhalten ihres Hundes nicht gesehen haben.

    Letztlich will ich eigentlich auch nur meine Ruhe. Ich will nett essen, ich will die Natur genießen und ich will mich nicht mit fremden Hunden und deren Besitzern auseinandersetzen, wenn ich essen bin. Deshalb hab ich auch nichts gesagt, sondern einfach gehofft, dass der Hund jetzt weg ist und gut is.


    Aber interessant, wie viele auch hier schreiben, dass ihnen der Stress das Ganze dann nicht wert ist. Dass sie dann nicht einkehren würden und den Gasthof/die Wirtschaft meiden würden. Ich meine, das ist doch ganz klar ein Verlust für die betreffende Gastronomie dann.

    Sehen das die betreffenden Wirtschaftenden nicht, dass ihnen ein Großteil der potentiellen Gäste dann wegbleibt, weil ihr Fifi die vertreibt?

    Zudem hab ich auch immer noch die Möglichkeit zu sagen: Leute, euer Hund ist gerade derbe aufdringlich, könntet ihr mal aufpassen, bis wir weg sind?

    Naja, die Frage ist, was ist aufdringlich?

    In unserem Fall ist ja gar nichts passiert. Der Hund hat uns "nur" draußen vor der Tür abgepasst und war nicht freundlich gesinnt und wurde geblockt.

    Hätte ich nach dem Zahlen sagen sollen, Leute, ich traue mich nicht, durch diese Tür nach draußen zu gehen, weil da euer Hund wartet?

    Der Hund läuft da frei herum, natürlich denken die, das ist ein Herzchen und will nur lieb gehabt werden.

    Dass der uns unfreundlich gesinnt ist und Spannung in der Luft lag, hab ich gemerkt und hat mein Hund gemerkt, aber die Leute haben das sicher anders gesehen.

    Ich finde es arg übergriffig, jemandem seinen Hund in seinem Geschäft zu verbieten, weil ich da eventuell vielleicht ab und an mal bin. Und gerade bei "Hunde erlaubt" muss ich ohnehin immer mit anderen Hunden rechnen.

    Von verbieten kann doch keine Rede sein.

    die sich auch für meinen Hund (Rüden) nie sonderlich interessiert haben

    Das ist völlig in Ordnung und reicht mir schon.

    Wenn ich da mit meinem Hund anfangs eine unentspannte Zeit hatte, weil der sich aufgeregt hat, dann war das für mich bisher alleine mein Problem - wenn ich meinen Hund in die Öffentlichkeit mitnehme, muss ich halt schauen, dass der mit den Gegebenheiten klarkommt, sonst kann er nicht mit

    Mein Hund regt sich nicht auf. Der geht mit uns da rein, legt sich unterm Tisch ab und geht mit uns wieder. Der bellt nicht, der guckt nicht doof, der ist komplett unauffällig. Der will aber auch nicht dumm angemacht werden.

    Bei uns kümmere ich mich um alles, und er hat zu folgen. Deshalb hat in unserem Fall mein Mann den Aussie geblockt und ich bin mit Jack geordnet geflüchtet. Wäre der Rüde allerdings hergekommen und ich hätte den nicht geblockt bekommen, ist mein Hund auch kein Opferlamm und kann sehr wohl seine Individualdistanz einfordern. Aber im Grunde will der nur seine Ruhe.


    Ich persönlich finde freilaufende, aufdringliche Hunde unangenehm im Gastronomiebereich. Mich stresst das, weil besonders Rüden oft die Einlasskontrolle spielen und ich einfach keinen Ärger will. Ich will da in Ruhe was essen und wieder gehen, ohne ständig einen fremden Hund im Auge behalten zu müssen. Liegt der irgendwo herum, stört mich das nicht, aber oft streifen die herum, und da fängt für mich schon der Stress an. Im konkreten Fall vorgestern ist der Hund drohend herumgestakst. Wäre irgendwo noch ein anderer Ausgang gewesen, hätte ich den genommen. Mit Aussies leg ich mich halt auch nicht gern an, die erlebe ich als sehr kompromisslose und zielgerichtete Wachhunde.