Beiträge von DerFrechdax

    Was habt ihr denn so drin in einem Fluchtrucksack?

    Feste Schuhe, ein Set Kleidung, Wasser, Erste Hilfe Set und Pflaster, Schmerztabletten, Desinfektion, Seife, Einmalwaschlappen, Rei in der Tube und Schwamm, Deo, Zahnbürste und -pasta, Binden, Taschentücher und Desinfektionstücher, Haarbürste, Sonnenschutzstick, eingeschweißte Kopien von Perso und Führerschein, Paracordseil, Rettungsdecken, eine Fleecedecke, Klebeband, Salz und Zucker in Briefchen, Teebeutel, im Rucksack vom Mann noch ein Campingkocher und ein kleines Beil, bei mir ein kleines Messer, Taschenlampen und Batterien, ein Kurbelradio, ein Kurbellicht, zwei kleine Dosen Essbares, Müsliriegel, Löffel/Gabel/Messer in einem aus Plastik, was zum Lesen.

    Taschenmesser muss ich noch ein gutes besorgen.

    Mir erschließt sich die Diskussion Plastikflasche vs. Glasflasche nicht. Wieso sind denn Plastikflaschen nicht ok? Bin froh, wenn die Kisten nicht so schwer sind. Ihr habt mehrfach geschrieben, dass ihr eher Glasflaschen kauft. Hat das einen Grund?

    Ich hab Wasser in Plastikflaschen in unseren Fluchtrucksäcken drin wegen Gewicht von Glas, aber nach einem Jahr sind die ganz komisch eingedellt. Die Kohlensäure entweicht scheinbar, das Wasser schmeckt ungenießbar nach Plastik. Ich heb es trotzdem auf, gieß meine Blumen damit, und zum Abspülen oder waschen ist es trotzdem nützlich.

    Wasser in Glasflaschen kaufe ich für den Vorrat nur mit viel Kohlensäure, weil ich gelesen habe, dass Kohlensäure etwas konserviert und keimfrei hält. Das ist auch ein Problem, in Kanistern, die man selbst mit Leitungswasser füllt, bildet sich in kürzester Zeit ein Biofilm, weil sich dort Bakterien und Keime vermehren.

    In unseren Rucksäcken sind auch so kleine Filter drin, die kann man auf eine mit Dreckwasser/ Bachwasser/egal welches Wasser gefüllt Wasserflasche draufschrauben und hat am Ende Trinkwasserqualität.

    Edit: Ach so, abkochen braucht wieder Energie, wo ich Holz brauche dafür oder Strom, deshalb sind uns die Filter lieber

    lustig machen

    Das hab ich schon oft erlebt, sei es was Vorräte betrifft, meinen vollen Einkaufswagen bei vier fast erwachsenen Verbrauchern in der Familie, dass ich fast ausschließlich teures Bio kaufe oder dass ich in geschlossenen Räumen konsequent Maske getragen habe... und deshalb reagiert ich da inzwischen auch recht grätig.

    Ich spiele vieles in Gedanken durch und "bereite mich mental vor". In Notsituationen war ich dann bisher immer ruhig und abgeklärt, bin im Kopf Checklisten durchgegangen und hab die eins nach dem anderen abgehakt sozusagen, zb als Ersthelfer bei einem Unfall.


    Jeder geht halt anders mit Situationen um.

    Schlimm fände ich, wenn ich von Ereignissen überrollt werden würde und keinen Plan B hätte. Wahrscheinlich eh eine Illusion, auf alles kann man sich nicht vorbereiten. Aber was in meiner Hand liegt - warum nicht?

    Da würde ich mich dann an deiner Stelle über das Problem schlau machen. Du kannst nicht für ein ganzes Hundeleben kaufbares Futter bunkern oder mitschleppen. : (

    Ich, und da kann ich nur von mir sprechen, würde schauen was das für ein Spezialfutter ist und schauen worauf es bei dem Krankheitsbild ankommt. Zum Beispiel (ich kenne das Problem deines Schnuffels nicht) bei Diabetes wäre es fatal dem Hund, dann in einer Notsituation mit Kartoffeln zu füttern.

    Viel anderes würde mir da nicht einfallen, als sich Gedanken darüber zu machen, ob und wie man das Spezialfutter zufriedenstellend ersetzen kann.

    Und wenn du sagst das er auch noch extra Enzyme zu sich nehmen muss... : ( das ist echt schwerig...

    Also Vakuumierer würde ich zippbeuteln vorziehen bei der Lagerung.

    Danke! Ist ja bei Menschen mit chronischen Krankheiten leider nicht anders, wenn man auf Medikamente oder Behandlung angewiesen ist, ist das nochmal ein ganz großer Stresspunkt für die Betroffenen.

    Jacks Problem ist, dass er EPI hat und zusätzlich kaum Futter vertragen hat (Durchfälle). Deshalb sind wir jetzt bei Spezialfutter für IBD gelandet, welches er sehr gut verträgt und auch endlich etwas zunimmt, so dass er nicht mehr wie ein Gerippe aussieht. Im Notfall müsste er natürlich fressen, was da ist, da mach ich mir keine Illusionen... Unverträglichkeiten ist ein Luxus, wenn man da drauf Rücksicht nehmen kann. Ist ja bei meinen eigenen genauso.

    Wir würden auf jeden Fall flüchten, schon allein wegen der Kinder. Ich hab mir überlegt, dass ein wachsamer Hund sicher auch noch ein Pluspunkt ist, wenn es nicht alle um einen herum gut mit einem meinen. Inzwischen habe ich auch verschiedene Beiträge und Reportagen gesehen zum Thema Haustiere und Flucht.

    Jack braucht ja wegen seiner Bauchspeicheldrüsenproblematik Spezialfutter und Enzyme, da werde ich zusätzlich zu unseren Vorräten, die ich eh schon habe, noch etwas mehr bestellen und das in unsere Fluchtrucksäcke packen oder dranhängen. Vielleicht kauf ich mir doch mal so einen Vakuumierer, dann könnte ich das Trofu abpacken. In Zippbeuteln wird das wohl recht schnell ranzig, oder?

    Inzwischen lese ich auch wieder öfter Aufrufe, vorzusorgen. Deshalb geh ich auch aktuell unsere Liste durch und hab die Fluchtrucksäcke aussortiert und neu gepackt.

    Hier die aktuelle Seite vom Bundesamt für Katastrophenschutz mit Links zu zwei Broschüren mit Checkliste: https://www.bbk.bund.de/DE/Das-BBK/Ziv…chutz_node.html

    Ich hätte auch mal eine Frage, mit der ich hier wohl am "richtigsten" bin...

    Mich treibt das um mit den Menschen, die aus der Ukraine nach Polen, hierher oder anderswohin geflüchtet sind. Die hatten ja bestimmt auch Haustiere. Was passiert denn mit denen? Katzen, da könnte ich mir vorstellen, dass man die in der Not einfach freilässt, wenn man gehen muss, aber einen Hund kann man ja nicht einfach aussetzen und der versorgt sich selbst.

    Also würde ich den mitnehmen, wenn ich im eigenen PKW flüchten würde. Aber spätestens, wenn man in eine Asylunterkunft (in Deutschland oder anderswo, ist in Frankreich oder Spanien denk ich genauso wie hier geregelt) ziehen muss, ist Schicht im Schacht, weil dort keine Tiere erlaubt sind. Glaube ich zumindest, ich habe bei meinen Besuchen in Asylunterkünften jedenfalls noch nie ein Haustier entdecken können, nicht mal eine Katze gegen Ratten oder Mäuse.

    Genauso in den Luftschutzkellern, werden da Haustiere mitgenommen?

    Gefunden habe ich nur das hier zum Umgang mit den Haustieren, aber in den Leitlinien selbst habe ich wieder keine Anhaltspunkte finden können.

    • Persönliche Gegenstände und Haustiere: Aus der Ukraine vertriebene Menschen können persönliche Gegenstände zollfrei mitführen. In den Leitlinien wird auch klargestellt, welche Erleichterungen für diejenigen, die ihre Haustiere mitnehmen, möglich sind.

    Wie würdet ihr vorgehen, wenn ihr flüchten müsstet? Haustiere mitnehmen? Woanders unterbringen? Wie macht man das futtertechnisch? Habt ihr da Vorräte, die sich leicht transportieren lassen? Wie bereitet man sich auf so eine Situation am besten vor?

    Beschäftigt mich momentan ziemlich... :see_no_evil_monkey:

    Ich verstehe dieses Gefühl des Gebundenseins schon, und es kann Zeiten im Leben geben, da fühlt man sich nicht sicher gebunden und gut aufgehoben, sondern da fühlt man sich eingesperrt und festgekettet. Gibt es in verschiedenen Arten der Beziehung bzgl Mensch und Tier gleichermaßen.

    Wie einige der Vorredner könnte ich mir durchaus vorstellen, dass der Hund jetzt nur das Brennglas ist, das ein Thema in den Vordergrund rückt, das latent schon vorher da war. Da hilft es, sich eine Liste zu machen, auch mal schriftlich zu fixieren, welche Prioritäten man aktuell setzen möchte, sich mit Freunden oder den Eltern zu besprechen oder ein paar Sitzungen bei einem guten Profi als Counselor zu gönnen, der einem hilft, schnell zum Kern dieses Themas vorzudringen.

    Was ich selbst mir im Umgang mit meinen Tieren immer verdeutliche, sie können ja nicht für sich selbst sorgen und sprechen. Ich bin für sie verantwortlich, und solange es hier nicht Hunde und Katzen regnet, bleiben die bei mir, komme, was da wolle. Ich hab zwar auch schon Tiere abgegeben, weil es absolut nicht mehr ging und ich in Ausnahmesituationen war, aber überstürzen sollte man nichts, das rächt sich sonst. Lieber in Ruhe überlegen, was dahintersteckt und was man tun kann, damit hoffentlich beide Seiten es wieder genießen können und schön miteinander haben.

    Alles Gute ☘