Beiträge von DerFrechdax

    Generell finde ich ein bisschen kritisch, wie schwierig und unhändelbar und speziell die meisten Hunde hier zu sein scheinen, dass den überhaupt niemand sonst betreuen kann. Ob das wirklich an den Hunden liegt oder dass man dazu neigt Helikopter-Hundehalter zu sein hier im DF?

    Das finde ich eine interessante Frage!

    Vielleicht ist es aber auch so, dass hier viele Halter sind die ganz bestimmte Vorstellungen haben, wie sie ihren Hund erziehen wollen und wie der sich verhalten soll.

    Beispiel, unser Senior hat schon immer gern gepöbelt, als er bei uns einzog. Wollte ich nicht, also haben wir dran gearbeitet. Das hat dazu geführt, dass er bei mir nicht mehr gepöbelt hat, super, bei anderen aber schon. Das wollte ich nicht, also habe ich ihn selbst geführt.

    Gibt man manche Hunde ab für eine bestimmte Zeit, kann es also sein, dass man Rückschritte macht im Training und der Erziehung. Das riskieren ich vielleicht, wenn es nicht anders geht oder wenn ich in den Urlaub ohne Hund fahren will. Aber nicht, um jemand anderen mal eben so eine Eindruck zu vermitteln, wie die Rasse meines Hundes "so drauf ist".


    Coronabedingt und weil wir wirklich kaum Besuch hatten, ist der Terrierjungspund Fremden gegenüber reserviert und unsicher. Wir arbeiten daran, er zeigt auch tolle Fortschritte. Trotzdem bleibt er bisher ein Hund, der in Ohnmacht fallen würde, würde ihn jemand Fremdes einfach so mitnehmen wollen zu sich. Männer mag er gar nicht, er dürfte also zu niemandem, wo ein Mann im Haushalt ist, weil ich durchaus ein Risiko sehe für Eskalation, wenn er in der Situation alleingelassen werden würde .

    Meine Leohündin dagegen hätte ich jedem in die Hand drücken können. Wollte nur irgendwie keiner :ugly: Ebenso meine Schäferhündin, die wurde von keinem auch nur mit dem Hintern angeschaut :D Die war zwar auch regelmäßig in Urlaubsbetreuung, kam aber von da auch mit dummen Angewohnheiten zurück, zb fing sie an zu jagen bei einem zweiwöchigen Besuch bei hundeunerfahrenen Bekannten, die das zugelassen hatten :dead: Hatte sie bis dahin tatsächlich nie gemacht.

    Aber süß unter seinem Pony hervorschauend, locker und fluffig, da schmelzen die Herzen der Menschen, und niemand sieht zusätzlich zu seiner Unsicherheit mit Menschen den Cowboy im Jungspund, der seine Hood abstecken muss, der gern andere Hunde mobben und pöbeln würde und sich so richtig ausleben. Das will ich nicht, deshalb bleibt er bei mir.

    Kommt halt immer auch auf den Hund an, ob ich einen Selbstläufer habe oder einen Hund, der seinen eigenen Kopf hat, noch sehr jung ist, ängstlich oder unsicher oder andere Baustellen hat, an denen man arbeitet.

    Wir haben hier eine Frau, die fährt immer mit einem E-Scooter Gassi auf den Feldwegen. Ich kann die Dame zwar nicht leiden, weil sie ihre zwei Minikläffer nicht anleinen kann und wir jedesmal bepöbelt werden, aber an sich ist das eine gute Alternative, wenn man nicht so sportlich ist und seinem Hund Auslauf gönnen möchte, ohne Fahrrad zu fahren.

    Für einen Hund allerdings, der aufgrund seines Körperbaus mehrere Behinderungen mit sich herumträgt, ist das natürlich nichts.

    Könnte es auch mit der Größe zusammenhängen?

    Gestern habe ich an dich gedacht, @Lischen97 =) Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von uns gestern:

    Wir waren bei 18 Grad und vollem Sonnenschein mit Pferd an der Hand und den beiden Hunden unterwegs. Der Senior wird nächste Woche 14 Jahre alt und wiegt 10 Kilo, ist herz-und nierenkrank und bekommt entsprechende Medikamente, die es ihm ermöglichen, ohne Einschränkungen seinen Alltag zu leben.

    Bild vom Senior :)

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    Wir sind gestern eine Runde von ungefähr 7-8 Kilometer in flottem Schritt gelaufen.

    Dazwischen haben wir zwei Pausen gemacht, um das Pferd grasen zu lassen und weil der Senior gehechelt hat.

    Als wir ihn mit knapp 10 Jahren übernommen haben, hat er wirklich nie gehechelt, egal, ob er am Fahrrad mitgelaufen ist oder es 30 Grad im Schatten hatte. Er war immer vorndran, eine kleine Rakete :lol: Jetzt ist er ruhiger, natürlich.

    In den beiden Pausen gestern hat er sich weder hingesetzt noch hingelegt, er hat eben geschnüffelt und Bein gehoben und gewartet bis es weitergeht. Seine Zunge war zu keiner Zeit sichtbar, geschweige denn dass er sich hingelegt hätte und gestreikt :ka:


    Ich finde es wirklich toll, dass du dir Gedanken machst und deine Hunde untersuchen lässt. Unser Herz hängt ja an unseren Hunden, das wird bei dir genauso sein wie bei mir und uns allen.

    Ich hoffe, deine Hunde können die Behandlung bekommen, die sie brauchen, um ihr Leben soweit möglich fit und gesund zu verbringen.


    Wenn es um die Einschränkungen geht, die manche Hunderassen angezüchtet bekommen haben, bei mir löst das eine Mischung aus Trauer und Wut aus. Und ich gebe dir Recht, das trifft nicht nur auf Kurznasen zu, sondern auch auf Rassen, die Krebs-, Herz- oder andere Problematiken haben.

    Unsere Leonbergerhündin ist vor einem guten Jahr gestorben. Mit 7. Wegen Knochenkrebs. Der Senior lebt jetzt doppelt so lang wie sie es durfte. Das macht mich traurig.

    Nie wieder werde ich mir einen Hund holen, der bekannt dafür ist, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine tödliche Krankheit in sich trägt oder zumindest ein hohes Risiko dafür, daran zu erkranken. Dadurch fallen sehr viele Rassen für mich raus, alle brachycephalen Rassen, Dobermann, Berner Sennen, Leo, Irisher Wolfshund, Flatcoated beispielsweise. Alles charakterlich tolle Rassen, die für mich raus sind. Schade um die Zucht und die Rassen, aber da hat schon vor längerer Zeit jemand Mist gebaut und manches lässt sich jetzt auch nicht mehr reparieren. DCM, beispielsweise, möchte man alle Dobermänner aus der Zucht nehmen, in deren Stammbaum diese Erkrankung vorkam, müsste man die Zucht einstellen, weil der Genpool zu klein ist.

    Ähnlich ist für mich Mops und Fenchies einfach kaputtgezüchtet. Schade um die Rasse und traurig für die betroffenen Tiere, die auch ich nur nach Luft japsend und röchelnd kenne.


    Bitte halte uns auf dem Laufenden und alles Gute für euren Besuch in Hofheim :winken:

    Ähm. Ich hab ja schon viel Bullshit gehört, aber sowas ... :ugly:

    Ich rate dann mal davon ab, lol

    Woher bekomme ich eine längere Kappe als die olle Collienase? :skeptisch2: :denker:  :flucht:

    War mein allererster Gedanke, wie dann wohl deine Kappe aussehen muss xD


    Selten sowas Dummes gehört geschweige denn auf einer Website gelesen.

    Aber jetzt, wo ich so drüber nachdenke, Ja, klar, wenn Hunde sich treffen, checken die auch zuerst aus, wer die größere Nase hat. Deshalb wird die dem Gegenüber in den Po gesteckt, um zu sehen, wie weit sie da drin verschwindet xD Bei wem noch am meisten Nase rausschaut, der ist natürlich der Chef im Ring, logo eigentlich, nä :ugly:

    Hi, mir tut es echt sehr leid um euren Hund :( : Und um euch natürlich auch. Ihr seid unheimlich bemüht und davor ziehe ich meinen Hut!

    Zu lesen, was euer Hund erlebt hat, erst geboren in einem Körper, der eh seine eigenen Probleme mit sich bringt, dann vernachlässigt und jetzt total überfordert... was ihr schon alles gemacht habt mit ihm, das alles macht mich einerseits traurig, weil ich die Seite deiner Freundin verstehen kann, 4 Jahre ist ja auch noch nicht alt, man probiert halt was man möglich machen kann.

    Andererseits tut es mir unheimlich im Herzen weh, weil der Hund offensichtlich ein Handicap hat, aufgrund dessen es ihm offenbar nicht möglich ist, zu reagieren, wie es ein gesunder Hund tut und er vielleicht gar nicht erfassen oder aufnehmen kann, was eigentlich von ihm gewollt ist.

    Ich könnte mir Schäden bei der Geburt vorstellen (unsachgemäß von Laien auf dem Balkon entbunden hört sich für mich danach an), einen Deprivationsschaden natürlich oder auch eine Erkrankung (wie einen Schlaganfall) weil für mich auf dem Bild das linke Auge weiter herunterhängt und die linke Lefze ebenfalls. Hat er denn Gangprobleme oder andere Störungen, die auf etwas Neurologisches hindeuten?


    Die Frage ist, inwiefern man dem Hund ein Leben bieten kann, das er schmerzfrei und stressfrei verbringen kann. Der Gedanke an eine Euthanasie, um sein offenkundiges Leid zu beenden, kam mir zugegebenermaßen auch.

    Ich drücke euch die Daumen, dass die Klinik in Leipzig euch weiterhelfen kann und ihr einen Weg findet, dem kleinen Mann ein würdiges und möglichst entspanntes weiteres Dasein zu ermöglichen. Alles Gute für euch ☘

    Deshalb habe ich nur noch zwei Hunde und ein altersschwaches Kaninchen. Wenn das nicht mehr lebt und der Senior irgendwann den letzten Atemzug tut, wird es bei einem Hund bleiben.

    Und ich bin inzwischen sehr froh, dass ich kein eigenes Pferd mehr habe. Je mehr Tiere du hast, umso mehr bist du gebunden und musst für diese Tiere mitdenken, sie können sich ja nicht selbst helfen.

    Ich finde für mich persönlich, dass wir in so unruhigen Zeiten leben (ja, auch hier, wo es uns gut geht, das kann sich über Nacht ändern, siehe Ukraine), dass ich mich nicht mit mehr belasten will als unbedingt nötig und was ich unbedingt brauche zum Wohlfühlen. Wir versuchen in gesundem Maß unser Leben einfach zu halten. Das Hauptaugenmerk liegt für mich eh nicht unbedingt nur auf den Haustieren, auch wenn sie mir natürlich sehr wichtig sind, sondern auf der Sicherheit meiner Kinder.