Wir wohnen auch ländlich, und am entspanntesten ist der Spaziergang über die Felder und im Wald, wenn dein Hund von Anfang am lernt, auf den Wegen zu bleiben.
Dazu habe ich frühzeitig das "Raus-da" Kommando etabliert, das ich auch klar durchsetze. Ein Hund lernt so ziemlich schnell, dass er nur auf den Feldwegen und dem unmittelbar daneben liegenden Grünstreifen zu laufen hat.
Hat den Vorteil, dass der Hund sich nirgends mit der Leine rumwickelt und er kaum Wildgerüche in die Nase bekommt (und auch nichts aufstöbert).
Außerdem habe ich eine Art "Das geht uns nichts an" etabliert, wenn der Hund anzeigt, dass er etwas sieht/hört, wo er angespannt reagiert. Das kann Hundegebell sein, eine schlagende Autotür, die den Hund prüfend zum Gartentürchen laufen lässt, oder auch Rascheln im Unterholz oder Witterung, die der Hund beim Gassigang aufnimmt.
Auf "das geht uns nichts an" in beruhigendem Ton gesprochen geht mein Hund weiter und legt den Reiz idealerweise ad acta.
Bei Hundebegegnungen funktioniert das noch nicht so gut, besonders wenn der Weg eng ist, aber bei Sichtung von Passanten inzwischen schon. Nach und nach wird der Hund so entspannter und gibt Kontrolle ab und verlässt sich auf mein Urteil.
Gleichzeitig ist es ein Zusammenspiel, Teamwork. Er zeigt mir was an und ich sag ihm, ob es unserer Aufmerksamkeit wert ist oder nicht. Anfangs hab ich mich demonstrativ hingestellt und "geprüft", was da ist, und dann gesagt "is ok, das geht uns nix an". Inzwischen langt nur dieser eine Satz.
Gassigehen in ländlichen Gebieten kann entspannend sein, aber hat nochmal andere Reize und Herausforderungen für den Hund. Jagdlich interessierte Hunde können da auch ganz schön an ihre Grenzen kommen, und Gehorsam ist natürlich auch hier gefragt und unabdingbar.
Ich freue mich, dass du doch jetzt einiges schreibst, was dein Hund gut macht. Sie scheint ja doch schon darauf zu achten, es dir recht zu machen. Das ist ein großes Plus, das es gilt zu wertschätzen und auszubauen.