Beiträge von DerFrechdax

    Hi, mir tut es echt sehr leid um euren Hund :( : Und um euch natürlich auch. Ihr seid unheimlich bemüht und davor ziehe ich meinen Hut!

    Zu lesen, was euer Hund erlebt hat, erst geboren in einem Körper, der eh seine eigenen Probleme mit sich bringt, dann vernachlässigt und jetzt total überfordert... was ihr schon alles gemacht habt mit ihm, das alles macht mich einerseits traurig, weil ich die Seite deiner Freundin verstehen kann, 4 Jahre ist ja auch noch nicht alt, man probiert halt was man möglich machen kann.

    Andererseits tut es mir unheimlich im Herzen weh, weil der Hund offensichtlich ein Handicap hat, aufgrund dessen es ihm offenbar nicht möglich ist, zu reagieren, wie es ein gesunder Hund tut und er vielleicht gar nicht erfassen oder aufnehmen kann, was eigentlich von ihm gewollt ist.

    Ich könnte mir Schäden bei der Geburt vorstellen (unsachgemäß von Laien auf dem Balkon entbunden hört sich für mich danach an), einen Deprivationsschaden natürlich oder auch eine Erkrankung (wie einen Schlaganfall) weil für mich auf dem Bild das linke Auge weiter herunterhängt und die linke Lefze ebenfalls. Hat er denn Gangprobleme oder andere Störungen, die auf etwas Neurologisches hindeuten?


    Die Frage ist, inwiefern man dem Hund ein Leben bieten kann, das er schmerzfrei und stressfrei verbringen kann. Der Gedanke an eine Euthanasie, um sein offenkundiges Leid zu beenden, kam mir zugegebenermaßen auch.

    Ich drücke euch die Daumen, dass die Klinik in Leipzig euch weiterhelfen kann und ihr einen Weg findet, dem kleinen Mann ein würdiges und möglichst entspanntes weiteres Dasein zu ermöglichen. Alles Gute für euch ☘

    Deshalb habe ich nur noch zwei Hunde und ein altersschwaches Kaninchen. Wenn das nicht mehr lebt und der Senior irgendwann den letzten Atemzug tut, wird es bei einem Hund bleiben.

    Und ich bin inzwischen sehr froh, dass ich kein eigenes Pferd mehr habe. Je mehr Tiere du hast, umso mehr bist du gebunden und musst für diese Tiere mitdenken, sie können sich ja nicht selbst helfen.

    Ich finde für mich persönlich, dass wir in so unruhigen Zeiten leben (ja, auch hier, wo es uns gut geht, das kann sich über Nacht ändern, siehe Ukraine), dass ich mich nicht mit mehr belasten will als unbedingt nötig und was ich unbedingt brauche zum Wohlfühlen. Wir versuchen in gesundem Maß unser Leben einfach zu halten. Das Hauptaugenmerk liegt für mich eh nicht unbedingt nur auf den Haustieren, auch wenn sie mir natürlich sehr wichtig sind, sondern auf der Sicherheit meiner Kinder.

    nicht vergisst zu leben.

    Das sowieso :nicken:

    Bei mir ist es so, wenn ich alles mir mögliche gemacht habe, dann kann ich mich eigentlich nur noch hinsetzen, an meiner Kaffeetasse nippen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und alles weitere auf mich zukommen lassen. Das liegt dann nicht mehr in meiner Hand und somit hab ich auch irgendwie auf eine vielleicht etwas verkorksten Weise meinen Frieden geschlossen.

    Wer hat also zu meinem traumatischen Erlebnis geschrieben: "Ich bedauere zutiefst deine leidvolle Erfahrung"?

    Ich glaube, wir nähern uns des Pudels Kern.

    Spoiler anzeigen

    Wenn du gern Mitgefühl und Mitleid haben möchtest (für was eigentlich, sorry, ich hab deinen Faden nicht verfolgt, welcher war es doch gleich?), dann sag es doch gleich :nicken:

    Wenn du also eine leidvolle Erfahrung mit Hunden gemacht hast, und du offensichtlich mit Ängsten zu kämpfen hast, dann tut es mir auch leid für dich. Niemand soll sich schlecht fühlen, weil andere ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben. Ich hoffe, du findest einen Weg, damit zurecht zu kommen.

    Als Prepper würde ich selber mich gar nicht bezeichnen. Und wie "richtiges" preppen aussieht... :ka: Wer sagt denn, was richtig ist und was nicht?


    Ich persönlich habe die Angst vor dem Krieg von meiner Oma "geerbt". Die steckt mir tatsächlich richtig in den Knochen. Ich bin an sich ein taffer Mensch, aber wenn ich lese von Mariupol und dass da Menschen in Kellern sitzen und nicht weg können weil alles vermint ist, dann löst das in mir was aus.

    Ich bin niemand, der Unsinniges daheim hortet, sondern ich habe einen Plan, den hab ich schriftlich fixiert, und entsprechend habe ich Zeug daheim dafür.

    Also beispielsweise für einen Stromausfall hab ich Grablichter, Kerzen, Teelichter. Wir haben einiges an Holz und Holzbriketts da, auch Holzkohle, Anzünder und natürlich Streichhölzer und Feuerzeuge und Feuerzeugbenzin, um warm zu machen und evtl. ohne Strom zu kochen. Wir haben einen kleinen Vorrat Diesel daheim, damit wir, sollten wir weg müssen und der Tank ist dann just nur halb voll, nachfüllen können.

    Ich kann in 10 Minuten meine Rucksäcke und Schlafsäcke packen, eine Box mit Essbarem, die Hunde und ihr Futter und wir setzen uns zu 4 ins Auto und fahren los.

    Genauso können wir anderen etwas abgeben von unseren Vorräten, könnten 4 Wochen Ausgangssperren, Isolation oder Quarantäne aussitzen, könnten sofort Menschen aufnehmen (was wir vielleicht aktuell auch tun werden, wenn es notwendig ist) und hätten sogar einen autarken Wohnwagen, den wir evtl mitziehen könnten (wenn es nicht eine Flucht Hals über Kopf sein müsste, mit Wohnwagen ist man einfach ewig langsam) oder in dem wir jemanden wohnen lassen könnten oder in den wir selbst ziehen könnten.


    Natürlich schütteln vielleicht manche den Kopf, es sei jedem gegönnt, die Augen zu verdrehen bei dem, was er hier liest. Mir persönlich gibt es Sicherheit, ich möchte auf niemanden wegen Grundlegendem angewiesen sein, wenn ein regionaler oder überregionaler Notfall eintritt. Ich kann mich selbst versorgen und hab alles da und brauch niemanden einspannen oder mich irgendwo anstellen, wo Essen ausgegeben wird oder Wasser, weil ich alles da hab. So überlasse ich "meine Ration" jemand anderes.


    Natürlich kann es auch Situationen und Szenarien geben, in denen alles nichts hilft und für die ich nicht vorsorgen konnte. Denen stelle ich mich (oder wir uns als Familie) dann, wenn es soweit ist.

    Ansonsten hab ich auch immer im Kopf, die weitere Familie mitzuversorgen oder Freunde oder Verwandte.

    Und es ist halt auch einfach irre praktisch wie wilderbse schreibt, du stehst Samstagabend in der Küche und überlegst, was koche ich heute oder morgen, und dann gehst du zum Gefrierschrank und nimmst das Gulasch oder das Huhn heraus, die Dosentomaten oder die Kokosmilch und die Nudeln oder den Reis, und kochst einfach ein leckeres Essen mit dem, was da ist. Und öffnest eine deiner gut sortierten Weinflaschen oder doch lieber ein kühles Bier.

    Aber natürlich, wie mit allem, jeder wie er beliebt und jeder nach seiner Façon.

    Ach so, und mit dem Preppertum zb wie in den USA, wo man auch Waffen hortet und sich Atombunker baut etc., hab ich absolut so gar nix zu tun. Das geht in eine Richtung, die mir völlig fremd ist.

    Erstmal klein anfangen und Erfahrung sammeln ist denke ich die vernünftigere Wahl.

    Das finde ich eine sehr gute Einstellung! :nicken:

    Vielleicht kannst du dich in einem Tierheim als ehrenamtlicher Helfer oder Gassigänger anbieten oder es gibt einen Hundeverein, wo du mithelfen kannst? Dann lernst du viele verschiedene Rassen und Mixe kennen und findest vielleicht auf dem Weg auch die Art Hund, die zu dir und deinen Bedürfnissen passt.


    Ich persönlich wäre auch ein bisschen vorsichtig mit Videos von YT.

    Es gibt dort natürlich einige sehr gute Trainer, die dieses Medium nutzen, um wirklich nützliche und gute Tipps zu geben, ich hab das auch schon sehr viel genutzt, um dazulernen.

    Andererseits gibt es da auch ziemlich viel Käse zu sehen und gerade wenn es um Listenhunde geht, könnte ich mir vorstellen, dass da auch viel erzählt wird, was so nicht richtig ist. SoKas sind und bleiben trotz allem große Hunde mit Potential, die ursprünglich für einen bestimmten Zweck gezüchtet worden sind (der war eben oft angreifen/töten) und die deshalb in der Umgebung, in der sie leben, besonders, wenn eher städtisch, umsichtig und sauber geführt werden müssen.

    Das gilt natürlich für alle Hunde und besonders für die großen, aber es ist schon ein Unterschied, ob ich eine 50 Kilo Hofhund-Trantüte an der Leine habe oder einen fiten, jungen Amstaff.

    Vielleicht liest du auch hier gern mit, ich hab in den Jahren, wo ich mich im Dogforum bewegt habe, schon sehr viel über Hunde und ihr Verhalten gelernt und man lernt ja bekanntlich jeden Tag dazu.

    Alles Gute dir!

    Wir haben zweimal einen Welpen zum alten Hund dazugeholt, einmal war unsere Schäferhündin 11, als wir einen weiblichen Leonbergerwelpen dazugeholt haben, und nun haben wir einen knapp 14jährigen Senior, der vor einem Jahr einen männlichen Wheatenterrierwelpen vor die Nase gesetzt bekommen hat.

    Ich denke, es war in beiden Fällen okay, mehr harmoniert haben aber die beiden Weibchen.

    Und in beiden Fällen war es auch so, dass der alte Hund, der sich kaum noch bewegt hat, plötzlich wieder Lust hatte auf Spaziergänge und im Garten Sachen zu üben.

    Allerdings gibt es eben auch Konfliktpotential, und dank der Neigung des aktuellen Jungspundes, sich im Frustfall am Senior abzureagieren, gehe ich entweder getrennt oder wir sind zu zweit Gassi, um im Falle des Falles Abstand zwischen unsere Hunde zu bringen.

    Andererseits ist es schön, zu sehen, wie die beiden interagieren und wie sich der Jungspund in manchem am Senior orientiert.

    Es muss halt passen und man selbst muss bereit sein, ständig ein Auge darauf zu haben, dass der alte Hund nicht zu kurz kommt. Gleichzeitig hat der junge Hund Bedürfnisse und braucht Training und Erziehung. Es ist manchmal schon ein Spagat =) .

    Es tut mir echt leid, was dir passiert ist. Dass das für dich eine schlimme Erfahrung war, kann ich nachvollziehen.

    Schlussendlich muss man aber sagen, dass dir zum Glück nichts passiert ist und die Halterin hat auch hoffentlich daraus gelernt. Im Grunde bist du gestellt worden im Dunkeln, von zwei Hunden, die misstrauisch geschaut haben, wer da kommt, einer hat dich bedroht (knurren) und danach hat dir keiner der Hunde etwas getan, nicht, als du gekreischt hast wie am Spieß, nicht, als du gestolpert und gestürzt bist, nicht als du dich hektisch zurückgezogen hast. Das wären alles Trigger, und die Hunde waren trotz Dunkelheit so klar in der Birne, dass sie dich haben ziehen lassen.

    Ich verstehe deine Ängste, und ich kann dir versichern, ich persönlich würde keinen meiner Hunde je im Dunkeln in einem öffentlichen Park frei laufen lassen, einfach aus Rücksicht und weil es eben Menschen gibt, die Ängste haben. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass du doch mehr in die Situation aus deinem Gefühl heraus und aus der Angst heraus hinein interpretierst, als tatsächlich da war. Nicht böse gemeint, aber sachlich gesehen ist eben niemand zu Schaden gekommen, was natürlich für alle Beteiligten ein großes Glück ist.


    Vielleicht magst du mal einen guten Trainer kontaktieren und dein Erlebnis mit neuen, positiven Hundebegegnungen und evtl. Gesprächen mit einem Fachmann aufarbeiten? Wenn dir jemand Erfahrenes erklären würde, was welches Hundeverhalten bedeutet und wie man als Mensch am besten deeskalierend reagiert, das würde dich vielleicht weiterhelfen?

    Ich hoffe sehr, dass du dieses für dich erschreckende Erlebnis gut bearbeiten und ad acta legen kannst. Alles Gute für dich! 🍀