Beiträge von DerFrechdax

    Wie seht ihr das?

    Geht das meiste doch irgendwie intuitiv?

    Oder wird man durch Fachwissen einfach immer besser im Handling?

    Oder verkrampft man immer mehr?

    Hat man vor dem ganzen Backgroundwissen einfach viele Probleme nicht gesehen?

    Es ist eine Mischung. Man lernt, während der Hund sich entwickelt und wächst zusammen.

    Ich glaube, dass für eine gelingende Hund-Mensch-Beziehung (wie für Mensch-Mensch auch) einige charakterliche Grundvoraussetzungen seitens des Menschen hilfreich sind. Empathie, die Fähigkeit, Kritik anzunehmen, der Wille, sich weiterzuentwickeln, Verzicht zu üben, sich einzubringen, die Führung und Verantwortung zu übernehmen.


    Gleichzeitig gehört Vertrauen auf den eigenen Bauch auch dazu. Der Blick von außen ist mir sehr wichtig, deshalb haben wir immer auch Hundeschulen besucht oder einen Trainer kommen lassen und Bücher gelesen. Gleichzeitig hab ich mein Bauchgefühl sprechen lassen, ob es passt und ab wann wir es allein weiter schaffen.

    Der Jungspund ist jetzt bei weitem nicht mein erster Hund. Ich hatte verschiedene Hunde in der Vergangenheit, jeder hatte Baustellen, an denen wir mit Trainern gearbeitet haben.

    Zeiten, wo ich an mir gezweifelt habe, gab es bei allen meiner Hunde.

    Und hier ist auch das DF etwas tricky, weil man natürlich immer liest, was "richtig" ist und wie man den Hund erziehen und trainieren soll und man bekommt das Gefühl, alle haben perfekte Hunde, nur man selbst nicht.

    Da hilft eine Forumspause, um sich wieder auf sein Bauchgefühl zu besinnen und zu verlassen, das mich persönlich auch im sonstigen Leben nie im Stich gelassen hat.

    Je älter ich werde, umso weniger wichtig ist mir, was andere von mir denken (liegt an den Hormonen, weiss ich von Sheila de Liz :nerd_face: ).

    Inzwischen weiss ich, ich hab Ahnung, auch wenn unser Jungspund das eine oder andere Problem hat, kann ich es managen, wir arbeiten daran, unsere Beziehung zueinander ist eng und intakt und im Laufe der Zeit wird das, was noch nicht ist, schon werden. Ich bleibe dran, hab Vertrauen in mich selbst und halte gleichzeitig die Augen und Ohren offen für neue Anregungen.

    Über Vergangenes nachzugrübeln ist mMn oft nicht so sehr hilfreich. Klar kann das eine oder andere da sein, das bearbeitet und bewältigt werden muss, aber wenn man sich zu sehr in die "was hätte ich anders gemacht, wenn ich das gewusst hätte, was ich heute weiss" Schleife begibt, entwickelt sich das Ganze u.U. in eine destruktive Richtung.

    Niemand ist perfekt, keiner von uns, und wir werden es nie sein. So wie es keine perfekt funktionierende Hunde gibt, gibt es auch keine perfekten HH. Das tröstet mich immer, weil unsere Hunde uns wirklich sehr viel verzeihen (wie unsere Kinder auch übrigens, gibt nämlich auch keine perfekten Eltern, auch wenn das immer als Ideal so hingestellt wird ;) )

    Wenn wir unser Bestes geben, dann ist das gut genug. Für unsere Hunde allemal, denn die lieben und vergöttert uns allein dafür, dass wir den Napf jeden Morgen für sie füllen xD.

    Ich wüsst's so gern, wie's wirklich war.

    Das wird schwer, weil es nicht DIE Realität gibt. Es gibt nur unsere Wahrnehmung und die unseres Gegenübers. Eins weiss ich, unsere Hunde verzeihen mehr als wir für möglich halten.

    Catherinesun unser Jungspund hatte auch eine ganze Weile mit Giardien zu tun.

    Laut unserer TÄ setzen die sich gern drauf, wenn noch anderes im Argen liegt.

    Wir haben dann nach Darmaufbau und verschiedenen Versuchen mit Futterumstellungen damals noch Blut, Urin und Kot genauer untersuchen lassen und es kam heraus, dass er EPI hat. Zuerst haben wir auf Insektenfutter von Ofrieda gewechselt, inzwischen gebe ich das IBDerma von Lupovet und das reine Insektennassfutter von Ofrieda, weil er das Trofu sonst nicht frisst. Dazu gebe ich das Igor Pulver von Lupovet.

    Zusätzlich muss er lebenslang Enzyme bekommen, ich hab die als Kapseln, da kriegt er eine vor dem Fressen in den Rachen geschoben.

    Seitdem geht es ihm gut, nur bei viel Stress, also langer Gassigang, viele Hündinnen vorher dort hingepieselt, viele fremde Menschen oder viele Hundebegegnungen, ist der dritte Haufen immer flüssig, der erste und zweite dagegen völlig normal. Stress regt bei ihm den Darm an.

    Gute Besserung 🍀

    Generell finde ich ein bisschen kritisch, wie schwierig und unhändelbar und speziell die meisten Hunde hier zu sein scheinen, dass den überhaupt niemand sonst betreuen kann. Ob das wirklich an den Hunden liegt oder dass man dazu neigt Helikopter-Hundehalter zu sein hier im DF?

    Das finde ich eine interessante Frage!

    Vielleicht ist es aber auch so, dass hier viele Halter sind die ganz bestimmte Vorstellungen haben, wie sie ihren Hund erziehen wollen und wie der sich verhalten soll.

    Beispiel, unser Senior hat schon immer gern gepöbelt, als er bei uns einzog. Wollte ich nicht, also haben wir dran gearbeitet. Das hat dazu geführt, dass er bei mir nicht mehr gepöbelt hat, super, bei anderen aber schon. Das wollte ich nicht, also habe ich ihn selbst geführt.

    Gibt man manche Hunde ab für eine bestimmte Zeit, kann es also sein, dass man Rückschritte macht im Training und der Erziehung. Das riskieren ich vielleicht, wenn es nicht anders geht oder wenn ich in den Urlaub ohne Hund fahren will. Aber nicht, um jemand anderen mal eben so eine Eindruck zu vermitteln, wie die Rasse meines Hundes "so drauf ist".


    Coronabedingt und weil wir wirklich kaum Besuch hatten, ist der Terrierjungspund Fremden gegenüber reserviert und unsicher. Wir arbeiten daran, er zeigt auch tolle Fortschritte. Trotzdem bleibt er bisher ein Hund, der in Ohnmacht fallen würde, würde ihn jemand Fremdes einfach so mitnehmen wollen zu sich. Männer mag er gar nicht, er dürfte also zu niemandem, wo ein Mann im Haushalt ist, weil ich durchaus ein Risiko sehe für Eskalation, wenn er in der Situation alleingelassen werden würde .

    Meine Leohündin dagegen hätte ich jedem in die Hand drücken können. Wollte nur irgendwie keiner :ugly: Ebenso meine Schäferhündin, die wurde von keinem auch nur mit dem Hintern angeschaut :D Die war zwar auch regelmäßig in Urlaubsbetreuung, kam aber von da auch mit dummen Angewohnheiten zurück, zb fing sie an zu jagen bei einem zweiwöchigen Besuch bei hundeunerfahrenen Bekannten, die das zugelassen hatten :dead: Hatte sie bis dahin tatsächlich nie gemacht.

    Aber süß unter seinem Pony hervorschauend, locker und fluffig, da schmelzen die Herzen der Menschen, und niemand sieht zusätzlich zu seiner Unsicherheit mit Menschen den Cowboy im Jungspund, der seine Hood abstecken muss, der gern andere Hunde mobben und pöbeln würde und sich so richtig ausleben. Das will ich nicht, deshalb bleibt er bei mir.

    Kommt halt immer auch auf den Hund an, ob ich einen Selbstläufer habe oder einen Hund, der seinen eigenen Kopf hat, noch sehr jung ist, ängstlich oder unsicher oder andere Baustellen hat, an denen man arbeitet.

    Wir haben hier eine Frau, die fährt immer mit einem E-Scooter Gassi auf den Feldwegen. Ich kann die Dame zwar nicht leiden, weil sie ihre zwei Minikläffer nicht anleinen kann und wir jedesmal bepöbelt werden, aber an sich ist das eine gute Alternative, wenn man nicht so sportlich ist und seinem Hund Auslauf gönnen möchte, ohne Fahrrad zu fahren.

    Für einen Hund allerdings, der aufgrund seines Körperbaus mehrere Behinderungen mit sich herumträgt, ist das natürlich nichts.

    Könnte es auch mit der Größe zusammenhängen?

    Gestern habe ich an dich gedacht, @Lischen97 =) Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von uns gestern:

    Wir waren bei 18 Grad und vollem Sonnenschein mit Pferd an der Hand und den beiden Hunden unterwegs. Der Senior wird nächste Woche 14 Jahre alt und wiegt 10 Kilo, ist herz-und nierenkrank und bekommt entsprechende Medikamente, die es ihm ermöglichen, ohne Einschränkungen seinen Alltag zu leben.

    Bild vom Senior :)

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    Wir sind gestern eine Runde von ungefähr 7-8 Kilometer in flottem Schritt gelaufen.

    Dazwischen haben wir zwei Pausen gemacht, um das Pferd grasen zu lassen und weil der Senior gehechelt hat.

    Als wir ihn mit knapp 10 Jahren übernommen haben, hat er wirklich nie gehechelt, egal, ob er am Fahrrad mitgelaufen ist oder es 30 Grad im Schatten hatte. Er war immer vorndran, eine kleine Rakete :lol: Jetzt ist er ruhiger, natürlich.

    In den beiden Pausen gestern hat er sich weder hingesetzt noch hingelegt, er hat eben geschnüffelt und Bein gehoben und gewartet bis es weitergeht. Seine Zunge war zu keiner Zeit sichtbar, geschweige denn dass er sich hingelegt hätte und gestreikt :ka:


    Ich finde es wirklich toll, dass du dir Gedanken machst und deine Hunde untersuchen lässt. Unser Herz hängt ja an unseren Hunden, das wird bei dir genauso sein wie bei mir und uns allen.

    Ich hoffe, deine Hunde können die Behandlung bekommen, die sie brauchen, um ihr Leben soweit möglich fit und gesund zu verbringen.


    Wenn es um die Einschränkungen geht, die manche Hunderassen angezüchtet bekommen haben, bei mir löst das eine Mischung aus Trauer und Wut aus. Und ich gebe dir Recht, das trifft nicht nur auf Kurznasen zu, sondern auch auf Rassen, die Krebs-, Herz- oder andere Problematiken haben.

    Unsere Leonbergerhündin ist vor einem guten Jahr gestorben. Mit 7. Wegen Knochenkrebs. Der Senior lebt jetzt doppelt so lang wie sie es durfte. Das macht mich traurig.

    Nie wieder werde ich mir einen Hund holen, der bekannt dafür ist, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine tödliche Krankheit in sich trägt oder zumindest ein hohes Risiko dafür, daran zu erkranken. Dadurch fallen sehr viele Rassen für mich raus, alle brachycephalen Rassen, Dobermann, Berner Sennen, Leo, Irisher Wolfshund, Flatcoated beispielsweise. Alles charakterlich tolle Rassen, die für mich raus sind. Schade um die Zucht und die Rassen, aber da hat schon vor längerer Zeit jemand Mist gebaut und manches lässt sich jetzt auch nicht mehr reparieren. DCM, beispielsweise, möchte man alle Dobermänner aus der Zucht nehmen, in deren Stammbaum diese Erkrankung vorkam, müsste man die Zucht einstellen, weil der Genpool zu klein ist.

    Ähnlich ist für mich Mops und Fenchies einfach kaputtgezüchtet. Schade um die Rasse und traurig für die betroffenen Tiere, die auch ich nur nach Luft japsend und röchelnd kenne.


    Bitte halte uns auf dem Laufenden und alles Gute für euren Besuch in Hofheim :winken:

    Ähm. Ich hab ja schon viel Bullshit gehört, aber sowas ... :ugly:

    Ich rate dann mal davon ab, lol

    Woher bekomme ich eine längere Kappe als die olle Collienase? :skeptisch2: :denker:  :flucht:

    War mein allererster Gedanke, wie dann wohl deine Kappe aussehen muss xD


    Selten sowas Dummes gehört geschweige denn auf einer Website gelesen.

    Aber jetzt, wo ich so drüber nachdenke, Ja, klar, wenn Hunde sich treffen, checken die auch zuerst aus, wer die größere Nase hat. Deshalb wird die dem Gegenüber in den Po gesteckt, um zu sehen, wie weit sie da drin verschwindet xD Bei wem noch am meisten Nase rausschaut, der ist natürlich der Chef im Ring, logo eigentlich, nä :ugly: