Beiträge von DerFrechdax

    Ich hab Clematis drin, die wie verrückt wächst. Da grab ich nix aus. Nur regelmäßig zurückschneiden muss man im zeitigen Frühjahr, sonst vergreisen die und man hat ein kahles Chaos an alten Trieben.

    Geissblatt hab ich noch hier, ist aber giftig soviel ich weiss. Japanischer Knöterich wächst hier auch, aber der neigt zum wuchern, ist aber ganz gut schnittverträglich. Ach, und eine Kletterhortensie gibt es hier, das sieht auch sehr nett aus. Die wächst allerdings recht langsam und braucht etwas, bis die schön aussieht.

    Ich denke, es kommt auch auf den Hund an.

    Der eine Hund rennt sich ein und kommt in einen Tunnel und lässt sich lauter Blödsinn einfallen, wenn man ihn "einfach nur Hund sein" lassen wollen würde (was soll das eigentlich sein, den Hund einfach nur Hund sein zu lassen? Jagen gehen lassen, sich fortpflanzen lassen, Artgenossen verprügeln lassen? Das wäre wohl, was sich mancher Hund wünschen würde :D ), der andere Hund kommt mit der ihn zugestandenen Freiheit super zurecht.


    Klar steht am Ende, dass irgendwann Hund und Halter entspannt vor sich hin schlappen beim Gassigehen. Bis man aber dorthin kommt, dass alles wie telepathisch abgesprochen klappt, vergeht einige Zeit, zumal bei einem jungen Hund, wo man üben und Kontrolle ausüben muss.

    Alternativ ginge ein aversiver Aufbau über bspw. blockieren oder die Schleppleine. So mach ich es.

    Das hatte ich gerade noch im PS ergänzt, bevor ich deinen Beitrag gesehen hatte. Hab ich auch so gemacht, da war klein Jungspundi noch ein Baby :herzen1:

    Nur fand ich die Erklärung unserer Trainerin auch echt gut und vor allem positiv, und der Hund von Snoopy101 hat ja wohl auch schon einiges durch, so dass ich den positiv belegten Aufbau für sie passender fand und ihn deshalb so detailliert formuliert habe.

    Wie hast du das Kommando dass dein Hund den Weg nicht verlassen kann denn aufgebaut? Wie lange hat es gedauert das zu etablieren? Ich stelle mir das wahnsinnig schwierig vor

    Das ist es ganz und gar nicht :hugging_face: ...wenn der Hund gelernt hat a) auf seinen Namen hin dich anzuschauen, denn wenn sein Name fällt, passiert immer was tolles, es gibt ein Rennspiel, Lob oder was Gutes und b) er gelernt hat, dass ich konsequent durchsetze, wenn ich was von ihm will und es sich für ihn immer lohnt.

    Hier wird das erklärt, wie das Raus da etabliert werden kann:

    https://www.kosmos.de/content/bueche…em-weg-bleiben/


    Wir haben es mit Futterwerfen gelernt. Hund ist also an der Leine, zb am Grünstreifen an der Straße. Hund will ins Grün, ich sage seinen Namen, Hund schaut mich an.

    Ich sage "Raus da" und mache eine übertriebene Armbewegung und werfe ein Gutzi auf den Weg. Hund verlässt den anvisierten Grünstreifen und sucht sein Leckerli, ich lobe und wir gehen weiter.

    Irgendwann fängt man an, dass man nur noch die übertriebene Armbewegung macht ohne Futter tatsächlich zu werfen. Hund sucht dann trotzdem erstmal Gutzis, ich lobe, kann ein Zergel an Bestätigung herausholen und werfen oder nur stimmlich bestätigen und wir gegen weiter.

    Irgendwann langt das Kommando Raus da und wenn der Hund reagiert, immer ein Lob. Zur Not hat man noch die Schleppleine / Flexi dran.

    Wichtig ist, schon die Ansätze zu erkennen und zu reagieren und nicht, wenn der Hund schon im Unterholz steht, konsequent zu sein und an verschiedenen Orten zu üben.

    Genauso kennen meine Hunde eine Freigabe, wenn sie eben doch mal in eine Wiese rein dürfen, weil da zb ein Pfad zu einem Bach ist.


    Ach so PS: ich hab es tatsächlich ohne Leckerli geübt, weil das mein Welpe schon von Anfang an gelernt hat, noch bevor ich in der Hundeschule mit ihm war :ops: aber so wie oben beschrieben wurde es uns im Kurs erklärt und beigebracht... nur dass es mein Hund schon konnte und ich es auch nicht üben brauchte, weil er einfach nicht in die Wiese gegangen ist, auch nicht zu Denonstrationszwecken xD

    Also, ich kann nur für mich sprechen, und meine Hunde verlassen die Wege und angrenzenden 1m Grün nicht. Es geht in keine angrenzenden Wiesen und Felder, weil da die Ernte heranwächst und oft auch junge Hasen sitzen oder Kitze.

    Wir haben hier auch viele Fischweiher und entsprechend viele Wasservögel, die am Ufer nisten, auch hier kann mein Hund nicht hin und muss bei mir bleiben.

    Meine Hunde laufen vor oder hinter mir oder um mich herum, und es gibt zwei große kurz gehaltene Wiesen, wo sie im Kreis rennen könnten, wo wir aber selten hingehen, weil sich klein Jungspundi dort so sehr hochpusht, dass er nicht mehr hört.

    Zum Flitzen in der Gruppe im eingezäunten Areal gehen wir ab und zu zu Spielstunden der Hundeschule oder fahren in einen großen Wiesengrund, der Überschwemmungsgebiet ist und entsprechend nicht bebaut wird, und jetzt mit 1 1/2 Jahren fange ich an mit Radfahren mit ihm. Garten haben wir auch noch, wo er toben kann.


    Man kann also durchaus Wege finden, dass der Hund mal rennen kann. Wichtiger finde ich aber, dass der Hund sich auch zurücknehmen kann und eben lernt, ansprechbar und klar und bei mir zu bleiben. Das Rennen ist nix, was ich ihm beibringen müsste, das bei mir bleiben aber finde ich essentiell für jeden Hund, der nicht als Einsiedler im Nirgendwo lebt.

    unbeschwerten Laufen.

    darauf wollte ich noch kurz eingehen.

    Es kommt darauf an, was man sich unter "unbeschwert Laufen" vorstellt.

    Hier sind Reiter unterwegs, Waldbesitzer, die sich um ihre Bäume kümmern, Jäger, die das Wild pflegen und sich um Fütterung kümmern, Fahrradfahrer, Familien mit Kindern beim Spaziergang, und eben natürlich Hundehalter, die ihren Hund auslasten wollen und sich beim Spaziergang entspannen.

    Jede Gruppe hat ihre eigenen Bedürfnisse. Der Jäger will Ruhe im Wald und keine wildernden Hunde, die Reiter möchten nicht von hetzenden Hunden verfolgt werden, abgeschnüffelt oder angebellt, die Waldbesitzer möchten, dass ihre Jungpflanzen unbehelligt wachsen können, niemand durchs Unterholz stapft und Pferde keine Löcher im weichen Boden hinterlassen und alle miteinander wollen keine zugekackten Wege. Der Hundehalter will, dass sein Hund sich ausleben kann, blöd nur, dass da die Interessen der Jäger, des Wildes und der Reiter manchmal mit kollidieren ;)

    Rücksichtnahme, Respekt und Verständnis für die Interessen des jeweils anderen ist das Zauberwort. Ich versuche, immer überall einem gutem Eindruck zu hinterlassen, bin freundlich und grüße. Ich bin besonders mit Pferd schon öfter unberechtigt angemault worden, dazu ist es dann gut, die jeweiligen Bestimmungen zu kennen, bei uns in Bayern darf jeder die Wege nutzen, um Erholung zu suchen. Aber grundsätzlich ist es immer gut, sich so gut es geht mit allen gut zu stellen und etwas Empathie und Verständnis aufzubringen für die jeweilige andere Partei.

    Das soll jetzt nicht so belehrend rüberkommen, wie es sich vielleicht anhört, ist mir nur spontan eingefallen, als ich "unbeschwertes Laufen" gelesen habe, denn das gibt es in landwirtschaftlich bewirtschafteten Gebieten eben auch nicht zu 100%, und in den vielen Landschaftsschutzgebieten und teils Naturschutzgebieten/Vogelschutzgebieten hier bei uns natürlich auch nicht.

    Wir wohnen auch ländlich, und am entspanntesten ist der Spaziergang über die Felder und im Wald, wenn dein Hund von Anfang am lernt, auf den Wegen zu bleiben.

    Dazu habe ich frühzeitig das "Raus-da" Kommando etabliert, das ich auch klar durchsetze. Ein Hund lernt so ziemlich schnell, dass er nur auf den Feldwegen und dem unmittelbar daneben liegenden Grünstreifen zu laufen hat.

    Hat den Vorteil, dass der Hund sich nirgends mit der Leine rumwickelt und er kaum Wildgerüche in die Nase bekommt (und auch nichts aufstöbert).

    Außerdem habe ich eine Art "Das geht uns nichts an" etabliert, wenn der Hund anzeigt, dass er etwas sieht/hört, wo er angespannt reagiert. Das kann Hundegebell sein, eine schlagende Autotür, die den Hund prüfend zum Gartentürchen laufen lässt, oder auch Rascheln im Unterholz oder Witterung, die der Hund beim Gassigang aufnimmt.

    Auf "das geht uns nichts an" in beruhigendem Ton gesprochen geht mein Hund weiter und legt den Reiz idealerweise ad acta.

    Bei Hundebegegnungen funktioniert das noch nicht so gut, besonders wenn der Weg eng ist, aber bei Sichtung von Passanten inzwischen schon. Nach und nach wird der Hund so entspannter und gibt Kontrolle ab und verlässt sich auf mein Urteil.

    Gleichzeitig ist es ein Zusammenspiel, Teamwork. Er zeigt mir was an und ich sag ihm, ob es unserer Aufmerksamkeit wert ist oder nicht. Anfangs hab ich mich demonstrativ hingestellt und "geprüft", was da ist, und dann gesagt "is ok, das geht uns nix an". Inzwischen langt nur dieser eine Satz.


    Gassigehen in ländlichen Gebieten kann entspannend sein, aber hat nochmal andere Reize und Herausforderungen für den Hund. Jagdlich interessierte Hunde können da auch ganz schön an ihre Grenzen kommen, und Gehorsam ist natürlich auch hier gefragt und unabdingbar.

    Ich freue mich, dass du doch jetzt einiges schreibst, was dein Hund gut macht. Sie scheint ja doch schon darauf zu achten, es dir recht zu machen. Das ist ein großes Plus, das es gilt zu wertschätzen und auszubauen.

    Zum Gruppentraining: Unsere Trainerin ist der festen Überzeugung, dass Hunde vom Zuschauen profitieren. Also, wie andere Mensch-Hund-Teams die Aufgabe lösen. Deshalb hat der Erste es immer am schwersten :relieved_face:

    Ich würde bei dem weiteren Training darauf achten, dass der Hund etwas lernt, was ihm den Alltag erleichtert. Also praktische Dinge. Im Grunde bleibt da nur der Rückruf (bis der sitzt eben Flexi oder Schlepp am Geschirr) und was ich sehr zu schätzen gelernt habe ist Sitz und Platz aus Distanz. Evtl mit anschließendem Abruf und Vorsitz. Wenn das mit viel Freude für den Hund einhergeht und er viel Bestätigung bekommt, hat man Tools, die man später evtl sogar im Notfall nutzen kann (Wildsichtung, Passanten, Radfahrer ignorieren). Außerdem haben wir Abbruch bei Sichtung von Fressbarem geübt, und dann bekam der Hund natürlich den Jackpot von uns.

    So würde ich trainieren. Ob die Füße von der Decke rausschauen... ist doch pumpl-egal.

    Das dauert auch seine Zeit, bis das Geübte in Fleisch und Blut übergeht, aber der Weg ist für euch das Ziel. Ihr müsst ein neues Miteinander finden, wenn ihr beisammen bleiben wollt.

    Du musst deinen Hund mit anderen Augen sehen.

    Hunde machen alles für ihre Leute, wenn die Beziehung intakt ist. Gerade Labbis sind doch auch für Teamwork mit ihrem Menschen gezüchtet. Mach dir das zunutze und versuch, eure Beziehung wohlwollender, freundlicher, konsequent aber großzügig zu gestalten.

    Wenn du sagst, wo du ungefähr hinziehst, bekommst du sicher Tipps für gute Trainer. Karpatenköter hatte das ja schon angeboten, vielleicht ist es untergegangen, Snoopy101