Das würde ich gerne tausend mal liken!! 
Wenn das stimmen würde dann wäre der Labrador nicht einer der beliebtesten Hunde und dann gäbe es ja nur durchgeknallte Labradore, denen man so begegnet. Da waren in unserer Hundeschule viele, die eher sporadisch kamen und kein extra Training gemacht haben und der Hund war nicht drüber
Dazu möchte ich dir gern noch meine Beobachtung zukommen lassen:
Mein Jungspund ist jetzt knapp eineinhalb. In den Welpen- und Junghundekursen, die wir die letzte Zeit absolviert haben, sind mir zwei Rassen als extrem anstrengend aufgefallen, wenn sie nicht adäquat geführt worden sind, und das waren Labrador und Aussi.
Die Aussis waren oft nur laut und quengelig, aber besonders die Labradorrüden haben sich Sachen rausgenommen... ihre Halterin demonstrativ angepinkelt, wenn die was wollte, die Trainerin am Rücken angesprungen, versucht, mit den Krallen hochzukraxeln und sie in dem Nacken zu schnappen... weggerannt und ne Runde Party gemacht, während der Besitzer an der Leine hing wie der Rotz am Ärmel oder hilflos versucht hat, seinen Hund einzufangen... das haben eigentlich immer die pubertierenden Labbirüden gemacht.
Es können schon auch energetische Kandidaten sein, wenn sie jung sind. Und da muss man den Hebel finden, wo man dem Hund helfen kann, zu entspannen.
Vielleicht habt ihr auch zu viel gemacht, vielleicht habt ihr eine unsichere Hündin, die eure ganzen Regeln verunsichern und stressen, weil sie so oft was falsch macht und dafür gerügt wird. Vielleicht spürt sie deine Überforderung und dein Gestresstsein, deine Ablehnung. Sie weiss ja nicht, warum du so genervt bist und dass alles sehr viel ist für dich gerade.
Und ich verstehe dich. Wirklich. Ich stand an dem selben Punkt mit einem sehr anspruchsvollen Hund, dem ich hochschwanger vor vielen Jahren nicht mehr gerecht werden konnte.
Es war schwer für mich, aber ich habe trotz Trainer und Hundeverein und trotz dem, dass ich mir ein Bein ausgerissen habe für den Hund, kein Licht am Ende des Tunnels gesehen. Ich habe mich damals entschieden, den Hund in andere Hände zu geben, um erstmal selbst wieder in die Spur zu kommen und mich um mein Baby und unseren zweiten Hund kümmern zu können.
Aber das ist natürlich etwas, was jeder selbst für sich entscheidet. Denk aber nicht, niemand hier könnte dich verstehen.