Beiträge von DerFrechdax

    Zum Wort Strafe geb ich auch mal meinen (ungebetenen :D ) Senf dazu:

    Ich persönlich verwende das Wort Strafe nicht gern, weil im allgemeinen Gebrauch des Wortes die Strafe nicht zwingend mit der Tat in Zusammenhang steht. Also, bei uns Menschen beispielsweise stehle ich jemandem erwas, und statt es demjenigen zu ersetzen, zahle ich als Strafe dem Staat eine Geldstrafe oder gehe uns Gefängnis.

    Beim Hund achte ich darauf, dass das Feedback, ob gut oder schlecht, immer sofort erfolgt und vom Hund mit seiner Tat verbunden werden kann.

    Beispiel, eine Verwandte hatte vor Jahren einen Hund. Der wurde gestreichelt, wenn er sauber war und sie angesprungen hat. War er dreckig, wurde er geschimpft. Angeblich hätte er gewusst, wann er dreckig ist und sie nicht anspringen hätte dürfen. Genauso Rückruf. War er dreckig, wenn er zurückkam, wurde er geschimpft, weil er sich so schmutzig gemacht hatte. War er sauber, wurde er gelobt.

    Für den Hund war natürlich logisch, dass er nicht mehr so gern kommt. Der ist dann immer um sie herummäandert, wenn sie gerufen hat, und hat abgecheckt, wie die Aktien stehen, ob es jetzt Schimpfe gibt oder Lob.


    Genauso wenn der Hund kein Abendessen bekommt, weil er "nicht brav war" oder Essen vom Tisch geklaut hat. Das kann ein Hund niemals verknüpfen.

    Strafe im Allgemeingebrauch kann noch viel später und losgelöst von dem Fehlverhalten erfolgen bei uns Menschen, deshalb verwende ich lieber das Wort Feedback, positives wie negatives, und ich switche da auch sofort um.

    Ist das echt so? Ich hab mir überlegt, dass, wenn der nicht seine "Grenzen" abläuft bzw bewacht sondern ja hinterherläuft, aus seinem "Territorium" heraus, der sich vielleicht leichter wegschicken lässt.

    Also wenn ich das jetzt als fleißige Ranch-Mitleserin richtig verstanden habe, verteidigen Kangale kein Territorium, sondern ihre "Herde", in diesem Fall also den Menschen.

    Ich würde mich vermutlich auch ganz deeskalierend und klein verhalten und im Zweifelsfall (mit entsprechendem Hund dabei) aus dem Staub machen.

    Danke für die Erklärung, das wusste ich nicht. Ich dachte, die sind gebunden an ihr Territorium.

    Fsas1985 ich nehme das mit dem Blocken zurück, sorry :ops:

    Ich würde davon abraten, einen Kangal „blocken“ zu wollen. Ganz unabhängig von Größe und Gewicht: Wenn dieser Hund im „Schutzmodus“ ist, dürfte sich groß und bedrohlich zu machen ganz schnell den gegenteiligen Effekt haben zu dem, den man sich wünscht.

    Ist das echt so? Ich hab mir überlegt, dass, wenn der nicht seine "Grenzen" abläuft bzw bewacht sondern ja hinterherläuft, aus seinem "Territorium" heraus, der sich vielleicht leichter wegschicken lässt.

    Risiko würde ich natürlich auch keins eingehen wollen und bin grad froh, dass hier kein Kangal frei herumläuft :tropf:

    Hi!

    war es richtig so wie ich reagiert habe, also wegzugehen und nicht mehr hinzuschauen

    Distanz zu einem territorial veranlagten Hund reinzubringen finde ich jetzt nicht die schlechteste Strategie :nicken: ich würde weggehen und außer Sicht

    Was mache ich, wenn der Hund mal nicht abdreht sondern wirklich zu uns kommt?

    Ich würde erstmal versuchen auf Distanz zu blocken. Wie schon beschrieben, groß machen und den Arm ausstrecken und voller Bestimmtheit den Hund mit einem "ab" oder "geh ab!" wegschicken. Darauf hat hier zum Glück jeder Hund bisher reagiert. Wer an meinen Hund will, muss erst an mir vorbei :barbar:

    Gibt es irgendetwas, was ich machen kann, um eine Eskalation zu vermeiden, wenn schon Kontakt zwischen den Hunden aufgenommen wurde?

    Da wäre ich extrem vorsichtig. Wenn diese gewisse Spannung in der Luft liegt, kann es sein, dass man ungewollt das Pulverfass zur Explosion bringt. Da würde ich tatsächlich abwarten und darauf vertrauen, dass die Hunde es selbst regeln und erst bei der ersten Gelegenheit, wenn einer der beiden wegguckt zb oder sich seitlich stellt, sanft und bestimmt eingreifen, so nach dem Motto, so ihr habt euch abgecheckt, jetzt ist mal gut. Und dann gehen.


    Unbedingt würde ich bei der Halterin ohne Hund vorstellig werden und ihr sagen, dass man selbst Angst hat. Große Hunde (hatte selbst welche) müssen so geführt werden, dass sich alle im Umfeld sicher fühlen können, das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Da würde ich auch nicht gross diskutieren. Wenn sie unwillig ist, würde ich den Gang zum OA auch nicht scheuen.

    DerFrechdax und wie setzt du das im Freilauf durch? Also angenommen der Hund steht irgendwo 20m hinter dir rum und schaut einem Schmetterling hinterher. Du rufst, er schaut, geht zehn Schritte und wird just in dem Moment von einem interessanten Geruch abgelenkt. Was passiert dann? Sammelst du den Hund ein? Kann er das verknüpfen? Reicht schon anmotzen?

    Auch an die anderen: wie wird mehr Druck aufgebaut? Wie zieht ihr die Konsequenz bei einem Hund der den Rückruf ignoriert?

    Also, ich kann natürlich nur von mir reden und wie ich das aus dem Bauch raus bei meinem Hund lösen würde. Wenn ich eins gelernt hab, dann, dass es nicht Schema F für alle Hunde gibt :smirking_face:

    Also angenommen der Hund steht irgendwo 20m hinter dir rum und schaut einem Schmetterling hinterher.

    Das gibt es hier zb schon kaum, weil meine Hunde angehalten werden, zügig aufzuschließen. Also, Hund läuft Voraus, schnuppert wo, ich laufe an ihm vorbei, Hund fällt immer weiter nach hinten. Spätestens so nach 10, 15 Metern klatsche ich in die Hände und halte den Trödler körpersprachlich und mit einem "Na komm" dazu an, aufzuschließen.

    Je weiter der Hund weg ist, umso kleiner ist natürlich meine Möglichkeit, auf ihn einzuwirken, besonders wenn er noch jung ist und der Kopf voller Murmeln. Da muss man einen Mittelweg finden, wo der Hund noch schön frei schnüffeln kann, ich ihn aber gut kontrollieren kann, wenn nötig.

    Du rufst, er schaut, geht zehn Schritte und wird just in dem Moment von einem interessanten Geruch abgelenkt. Was passiert dann?

    In dem Moment korrigiere ich tatsächlich. Das mache ich am Hundeplatz beim Üben, das mache ich daheim im Garten, das mache ich an der Flexi, Schlepp oder im Freilauf.

    Der Rückruf bedeutet nicht, komm zu mir irgendwo in die Nähe und mach dann was anderes (dafür kann man aber auch ein Kommando aufbauen, also komm her und bleib im Radius bei mir), der Rückruf "*Name*, daher" heisst hier bei uns, Hund lässt alles stehen und liegen und kommt ohne Umwege zu mir, zb zum Anleinen oder weil ich ihm ein Leckerli geben will :smiling_face_with_halo:

    Für RR mit Vorsitz haben wir "*Name* Hier" aufgebaut. Und zusätzlich gibt's noch das "*Name* Touch", wo der Hund mit der Nase an meine Handfläche stübern soll, ist quasi das Gleiche wie ein Rückruf, nur als Quatsch/Spaß verpackt und etwas mehr Dynamik dabei.

    Rufe ich und der Hund bremst auf halbem Weg, kommt eine deutliche Korrektur von mir, zb klatsche ich in die Hände, mache ein paar Ausfallschritte auf den Hund zu und sag natürlich eins meiner Abbruchkommandos, geb also deutliches Feedback, dass das gerade richtig kaka ist, was der Hund macht.

    Kommt er daraufhin wieder weiter auf mich zu, lobe ich sofort, krame Leckerli raus und geb ihm positive Rückmeldung.

    Keine Ahnung, ob das so korrekt ist, ich mach vieles aus dem Bauch raus und meine Hunde reagieren da drauf so, wie ich es mir wünsche, für uns passt es also :ka:


    Sammelst du den Hund ein?

    Das hab ich bisher gemacht, wenn dem Herrn Jungspund alle Sicherungen durchgebrannt sind, er nichts mehr hört und sieht und er sich an Pipi oder was anderem festgeschnüffelt hat, sehr aufgeregt ist und ich merke, okay, weiterer Freilauf ist jetzt doof, weil sonst geht er vielleicht doch der Spur nach oder macht irgendwelchen Blödsinn. Dann geh ich ohne was zu sagen langsam zu ihm hin, nehm ihn und lein ihn an und lob kurz, weil er stehengeblieben ist.

    Meist spar ich mir dann den Rückruf dann vorher aber eh, weil ich ja sehe, das wird jetzt eh nichts.

    Und ich möchte nicht in die Situation kommen, etwas durchsetzen zu müssen, was der Hund gerade nicht leisten kann.

    Ich versuche also, Ungehorsam von vornherein zu vermeiden.

    wie wird mehr Druck aufgebaut? Wie zieht ihr die Konsequenz bei einem Hund der den Rückruf ignoriert?

    Ich versuche, bei allem, was wir trainieren, möglichst wenig Druck zu machen. Mein Ziel ist es, zumal ich ja mit dem Jungspund einen Terrier habe, ihn immer mit Begeisterung und Freude dabei zu haben. Also, huiii, wir gehen Gassi, wow, wie toll du brav neben mir laufen kannst, nee, gezogen wird nicht, so, hier kannst du laufen, RR, komm doch mal eben her, ich hab was tolles für dich, so, jetzt kannst du wieder weiterlaufen, super, wie schön du nach mir geschaut hast, toll, dass du von dir aus neben mir läufst, das gibt natürlich ein Leckerli, oh, da kommen Leute, bleib mal eben bei mir, toll machst du das, so, hier kannst du wieder laufen, toll schaust du nach mir..... so ungefähr im Zeitraffer ist unser Gassi von der Energie her. Ich quassel natürlich nicht die ganze Zeit, aber es gibt kontinuierlich Feedback und meine Hunde gucken immer mal nach mir, während sie ihre Hundedinge so machen.

    Ziel ist immer von anfangs mehr Druck zu weniger bis gar keinem mehr zu gelangen.

    Das heisst auch, dass meine Hunde nur ausgewählt frei laufen dürfen, je nach Trainingsstand, Wildaufkommen, Hunde/Passanten/Fahrraddichte und Laune meinerseits. Ein Hund, der den RR ignoriert, wird wieder eine Zeit lang angeleint, langt ja an der Schlepp oder Flexi.

    Und hab ich einen schlechten Tag, kommt ebenfalls eine Leine dran.

    Leine ist ja nix schlimmes, und wenn der Hund im Freilauf nicht hört, dann geht das halt nicht. Dafür kann er vielleicht andere Dinge, oder er lernt im Laufe der Zeit, sich mehr zu mir zu orientieren und kann in Zukunft wieder mehr frei laufen. Ist ja meistens nicht in Stein gemeißelt.

    Ich hab jetzt nicht die Erfahrung gemacht, dass wenn der Rückruf mal ignoriert wurde und der Hund dann die Rückmeldung kriegt, dass das nicht geht, es Auswirkungen auf den Rückruf generell hat.

    Das, denke ich, ist der Schlüssel, das Echo.

    Viele rufen, Hund hört nicht,und weil Hund im Freilauf, "kann man nicht viel machen" und man geht drüber weg.

    Und was lernt der schlaue Hund? :smiling_face_with_halo:

    Gerade anfangs machen viele den Fehler, den Hund zu rufen, wenn er gerade abgelenkt ist, wo er schnüffelt oder spielt.

    Wenn ich aber rufe, will ich auch eine Reaktion, also rufe ich im Aufbau in günstigen Momenten, wo gerade der Hund zb eh gerade unschlüssig herumsteht oder sogar auf dem Weg zu mir ist.

    Also rufe ich, a) wenn es günstig ist, und natürlich setze ich es b) durch, wenn der Hund mich ignoriert und zb noch demonstrativ das Bein hebt oder woanders hinläuft. Das beginnt schon daheim und im Welpenalter, dass ich da klar bin und der Hund reagieren soll, wenn ich was von ihm will. Und das sich natürlich für ihn lohnt.


    Es gibt unheimlich viele Gespanne, da ist die Kommunikation kaum vorhanden, weil der Mensch nicht konsequent ist oder unklar kommuniziert. Da kommt natürlich auch der Hund nicht, wenn er soll, wenn der Rest nicht passt.

    Guten Morgen 🌻

    Das freut mich, dass du mit der Beschreibung was anfangen kannst :hugging_face:

    Im Platz mit Leckerli vor der Nase und am Halsband festgehalten, damit nichts passieren kann.

    Wie schon sehr schön geschrieben, würde auch ich diese Situation vermeiden. Der Hundeplatz/korb ist der Ort, wo der Hund ruht und sonst nichts. Will ich was vom Hund, rufe ich ihn da raus und zu mir her.

    Liegt der Hund irgendwo und döst, wird er bei uns hier ebenfalls unter keinen Umständen gestört. Der Alltag als Familienhund ist stressig genug, da darf sich der Hund gern zwischendurch ausgiebig erholen. Zumal wenn der Hund hibbelig ist, da würde ich alle Ansätze des Hundes, sich hinzulegen und auszuruhen, fördern. Also auch mal beiläufig mit tiefer Stimme leise kurz loben im Vorbeigehen, wenn der Hund die Augen offen hat und es ihn nicht gleich wieder hochpusht.

    Erzwungener Kontakt sprich Hund wird festgehalten, damit Kinder ihn *sorry* antatschen können, ist immer geknackt. Der Hund kann dadurch wenns blöd läuft sogar Aggressionen entwickeln. Den Hund festhalten im medizinischen Griff beispielsweise gibt es hier nur im Notfall, beim TA und beim Groomer, genau wie es dagmarjung so schön formuliert hat.

    Hunde hassen festhalten und Umarmungen. Wir Menschen lieben diese besonders von nahestehenden Menschen, aber Hunde ticken da anders. Im Buch "Das andere Ende der Leine" von Patricia McConell wird das sehr schön erklärt und begründet. Sehr lesenswert übrigens, deshalb verlinke ich es mal hier für dich (https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1052179695).

    Die Situation, dass dein Hund sich streicheln lassen muss, würde ich also ersatzlos streichen. Nicht jeder Hund kann das ab, deiner scheinbar auch nicht, weil:

    es ist sehr aufregend für den Hund,

    Lass es. Wenn die Kinder Tiere streicheln wollen, dann können sie in den Streichelzoo gehen oder Ponyreiten. Es bringt deinem Hund genau gar nichts, und Kinder und deren Eltern dürfen ruhig auch mal lernen, dass nicht jedes Tier zum Kuscheln da ist. "Ich hab gemerkt, die mag das nicht" langt als Begründung.

    Und zwar dass sie lernt (größte Priorität bei uns) bei aufregenden Situationen Sitz zu machen. Sich von Unruhe nicht anstiften zu lassen. Es ist z. B. so, dass, sobald man rennt, sie voll mitrennt und abgeht und spielen will.

    Das muss kein Spiel sein. Das kann auch Begrenzung sein, das kann Jagdtrieb sein aufgrund des Bewegungsreizes. Da hilft ein "Schluss" Kommando. Das übt man, indem man den Hund absichtlich etwas hochpusht zb mit einem Spielzeug und dann sagt "Feierabend " oder "Schluss" und sich ignorierend vom Hund abwendet. Dazu kannst du unterstützend ein Leckerli ein kleines Stück weit wegwerfen, das sie dann suchen kann als Bestätigung.

    ich streicheln sie ausgiebig, wenn sie sich nach dem Spaziergang hinlegt (geht sonst im Alltag mit Baby unter)

    Darf ich ehrlich sein? Das empfinde ich als unglücklich gewählten Zeitpunkt. Wenn Sie groggy ist, sollte sie schlafen dürfen. Streichle sie lieber, wenn sie geschlafen hat und wieder wach ist und bereit für Neues. Ich würde alle Ansätze, wo der Hund zur Ruhe kommt, unterstützen. Also auch, dass er sich von selbst hinlegt und dann ruht.

    Das mit dem Sitz machen in aufregenden Situationen ist sehr... ambitioniert. Ich wäre schon glücklich, wenn mein aufgeregter Hund es schafft, mich anzuschauen und zu mir umzuorientieren, also zb herzukommen und neben mir stehenzubleiben oder neben mir weiterzulaufen.

    Sitz machen lassen bei Hundebegegnungen ist zwar möglich, wenn sonst nichts anderes geht, aber je nach Situation kann es zb bei spielenden Kindern und Drang des Hundes, mitrennen zu wollen, besser sein, weiterzugehen, aus der Situation hinaus und Abstand reinzubringen.

    Im Haus Leine ich den Hund nicht an! Man, einige Situationen spielen sich auch mal Im häuslichen Bereich ab, bei Schwiegereltern etc., da kam es vor, dass der Hund was geklaut und weggerannt ist und nicht auf seinen RR hörte. Oder leinst du deinen Hund im Haus an?

    Ja, ich leine, wenn Besuch da ist, auch im Haus an, und auch, wenn wir mit den Hunden woanders zu Besuch sind, bleibt der Jungspund erstmal an der Leine und legt sich damit zu meinen Füßen ab.

    Und zwar aus diesem Grund würde ich das auch euch nahelegen:

    manchmal "tickt sie blitzschnell aus" weshalb es gerade für Kinder in der Nähe gefährlich werden kann, weil es schon wehtut eine Hundekralle oder Dickschädel abzubekommen

    Sich frei bewegen dürfen geht hier bei uns nur für den Hund, der sich adäquat verhalten kann.


    Freiheit ist ein Privileg. Kann der Hund sich nicht zusammennehmen und knurrbellt Leute an (unser Thema) oder bombt Kinder um und rennt herum und klaut Essen (euer Thema), dann wird er in seiner Freiheit beschnitten, um ihm auf dem erzieherischen Weg zu helfen, sich besser zu kontrollieren.

    Sprich, der Hund bleibt an der Leine und legt sich auf seine Decke neben mich oder wo ich ihn platziere, oder er darf sich, wenn er sich gut benimmt, ruhig zwischen den Menschen bewegen und hat eine kurze runde Biothaneschlepp (bei uns 2m) dran, die sich um nichts herumwickeln kann. Man muss nur etwas aufpassen, nicht versehentlich draufzutreten oder drüber zu stolpern.

    Und dann gilt es, den Hund im Blick zu haben, wenn man ihm erlaubt hat herumzulaufen, damit man sofort eingreifen kann, wenn er "umswitcht".

    Was die Freiheiten anbelangt, das Ziel ist natürlich, demHund die größtmögliche Freiheit einzuräumen, aber den Weg dahin muss man sich erarbeiten, je nach Hund. Wer sich mit Freiheiten nicht gut zu benehmen weiss, wird eingegrenzt, das machen schon die Hundemütter mit ihren Welpen so. Wenn der Hund kleine Brötchen backt, kann man auch wieder mehr zulassen.

    Was sind denn aktuell eure Themen, die ihr angehen möchtet, und wo genau stellt sich die Problematik örtlich?

    Also, Gassi im Freilaufgebiet und sie zwitschert ab zu fremden Hunden beispielsweise, oder sie spielt im eingezäunten Auslauf in der Meute und ist dort nicht mehr ansprechbar?

    Überleg mal, was Priorität hat.

    (Ich persönlich meide solche Auslaufflächen zb, weil dort selten wirkliches Spiel geschieht, sondern Mobbing und sich jeder Proll ausleben kann, während seine Besitzer seelig lächelnd daneben steht und sich freut wie schön die Hunde spielen :see_no_evil_monkey:

    Und wenn sich mein Hund dort so abschießt, dass er nicht mehr ansprechbar ist, hat auch keiner was davon :woozy_face: )

    Ich hätte gerne mit ihr erreicht dass sie ein Hund wird der ohne Leine laufen kann aber wir haben so viele Baustellen, dass ich denke dass das nichts mehr bei ihr wird, vielleicht ist der der Anspruch "die Leine muss unbedingt weg" zu hoch

    Ich freue mich ehrlich, dass du das selbst erkannt hast :hugging_face: Das wird dir im weiteren Training viel Druck rausnehmen. Zu erkennen, wo der Hund seine Grenzen hat und was er momentan (!) nicht schafft, aber auch einen Blick dafür zu haben, was er dir anbieten kann und was eben gut geht.

    Jeder Hund ist anders, und man nimmt eben das, was der Hund anbietet und entwickelt sich von dort aus weiter.

    Ich hatte auch noch nie einen Hund, der ein Problem mit Männern hat, besonders mit Schwarz gekleideten, vielleicht noch mit schwarzem Bart und Cappy und Sonnenbrille... da nehm ich, was der Jungspund gut machen kann und von dort aus bauen wir weiter auf.

    Wichtig sind halt die gemeinsamen Erfolgserlebnisse, ohne den Hund zu überfordern.

    Wegen leinenlos, vielleicht muss man da auch seine Sichtweise zur Leine revidieren.

    Das ist kein Zeichen, dass man als Halter es nicht auf die Reihe kriegt, sondern ein Zeichen dafür, dass ich meinen Hund verantwortungsbewusst führe. Mir sind Halter mit angeleint, idealerweise abgewandt geführtem Hund 100mal lieber als Möchtegern Hundeflüsterer mit Hund im Freilauf, deren Hund dann doch nicht hört :face_with_rolling_eyes: