Beiträge von DerFrechdax

    PS: Die Frage nach dem Warum und wie finde ich immer sehr wichtig. Warum bellt der Hund? Warum soll ich das laut Trainer jetzt ignorieren, während der Hund ins Stressnirwana abrutschen? Was möchte ich, dass der Hund lernt?

    Hinterfragen und nicht einfach annehmen, dass man die Erklärung schon kennt ("Der bellt, weil er bloß Aufmerksamkeit will") finde ich total wichtig.

    Input, was genau der-/ diejenige anders machen würde.

    Ich würde mir überlegen, ob mein Hund nur im Auto so aufgeregt ist oder ob er das auch im Alltag ist. Den Hund einfach festbinden, wenn er aufgeregt ist, löst die zugrundeliegende Ursache nicht. Deshalb würde ich überlegen, ob da mehr dahintersteckt.

    Ist bei mir viel los daheim, kommt der Hund schlecht zur Ruhe? Schläft er genug? Passt das Futter? Ist unsere Bindung intakt, kann ich ihn also beruhigen, wenn es aufgeregt ist? Orientiert er sich an mir, oder macht er sein eigenes Ding?

    Und, du hast einen Dackel-Pinscher Mix. Die sind jetzt nicht bekannt dafür, besonders still zu sein.


    Zum Autofahren: jeder Hund hier bisher fand Autofahren erstmal nicht so dolle. Das hilft nichts, sie müssen ja mit. Also hab ich es ihnen so schön wie möglich gemacht.

    Sie kennen auch einen Abbruch, auf den sie hören, wenn sie bellen, zb wenn jemand nah am Auto vorbeigeht und der Jungspund knurrt.

    Ich würde an deiner Stelle verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, wie der Hund im Auto transportiert werden kann. Die, wo er am besten entspannen kann, würde ich beibehalten.

    Wenn alles nichts hilft und der Hund sich kurz hochpusht, weil wir langsamer werden und er weiss, dass wir gleich aussteigen (bei meinem Senior ist das so, der weiss genau, wann wir gleich da sind, dann winselt der auch rum) , dann ignorier ich das auch. Warum? Weil ein Tadel erstens nicht richtig ankommt in der Situation, da Hund gestresst, und zweitens ich es eh nicht durchsetzen kann, dass er aufhört, ich sitze ja vorne.

    Das gibt es also auch bei uns, dass kein Echo erfolgt. Aber, ich würde mich nie mit dem Hund 1 Stunde ins Auto setzen und den sich hochschrauben lassen "zu Trainingszwecken".

    Schäferhund 900€, Corgie 2000€" (Als Beispiel) kommen automatisch Fragen in den Kopf "Woher kommt der Preisunterschied?

    Es kommt auch drauf an, wie verbreitet eine Rasse ist, ob sie aus dem Ausland kommt und wie groß der Genpool ist und damit die Auswahl an passenden Verpaarungen.

    Vorhin wurde das schön geschrieben, wie weit manche fahren müssen, um einen passenden Rüden zu finden. Und dann muss man aufpassen, dass manche Namen nicht zu oft im Stammbaum stehen. Und manche Rassen werfen zb nur sehr wenige Welpen im Durchschnitt. Es ist auch ein Unterschied, ob ich mit 9-12 Welpen rechnen kann oder nur 2 oder 3 fallen pro Trächtigkeit.


    Damit sage ich nicht, dass es nicht Leute gibt die auf Modeerscheinungen anspringen oder mit Corona höhere Preise zu rechtfertigen versuchen :winking_face: . Aber meistens hat die Diskrepanz ihren Grund.

    dass sie unsere Aufmerksamkeit nicht erfährt und infolgedessen aufhört.

    Das impliziert aber, dass sie bellt, weil sie eure Aufmerksamkeit will. Vielleicht bellt sie ja auch aus anderen Gründen...


    Und wie gesagt, wenn der Hund sich einbellt, werden verschiedene Hormone im Körper in Umlauf gebracht. Das führt dazu, dass er immer weitermacht, weil selbstbelohnend.

    Ich finde es super, dass ihr antwortet, danke dafür. Aber statt zu sagen, wie man anders an die Sache rangehen könnte oder mir Tipps zu geben, kommen eher Suggestivfragen oder Schüsse in Richtung des Trainers.

    Die Frage, was der Hund nach deiner oder des Trainers Meinung lernen hätte sollen, war schon ernst gemeint von mir... wolltet ihr dass er dich gewöhnt oder ihn irgendwie brechen, dass er aufgibt? Was war euer Ziel?

    Nein, aber jede Form der Reaktion ist ja eine Belohnung, daher sollen wir es auf diese Weise probieren

    Wenn ich meinem bellenden Hund nachhaltig klarmache, dass ich das nicht haben will, ist das mMn keine "Belohnung".

    Manchmal kann man bei bestimmten Sachen zwar probieren, ob der Hund bei Ausbleiben von Aufmerksamkeit von selbst aufhört, aber wenn er schon so aufgeregt ist, dass er wie eine kaputte Schallplatte bellt und bellt und bellt, dann ist ein ignorieren eher wie ein allein lassen mit dem Problem, statt Hilfe anzubieten.


    Habe ich das richtig verstanden, ihr habt den Hund ohne Vorarbeit einfach für eine Stunde ins stressbehaftete Auto gepackt und den bellen lassen? :flushed_face:

    Was sollte der Hund dadurch lernen? Dass im Auto sitzen schön ist? :thinking_face:

    Hi,

    rennende Kinder sind der Klassiker, das kann für manche Hunde ein starker Trigger sein.

    Je nachdem was für Rassen in deinem Hund drin sind, kann das auch Hüteverhalten gewesen sein (was sich aber aus dem Jagdtrieb ableitet).

    Im Grunde bist du zukünftig nur auf der sicheren Seite, wenn du deinen Hund in Zukunft immer vernünftig sicherst, sprich, kein Freilauf mehr, wo andere Menschen sind.

    Und dann wäre natürlich Training mit einem Trainer möglich, wo ihr Situationen nachstellt, wo die Impulskontrolle gefragt ist. Vielleicht gibt's da noch das eine oder andere, was ihr trainieren müsst.


    Wie haben die Kinder und deren Eltern den Vorfall verkraftet?