Aber wie motiviert man denn dann jetzt diesen Hund, der, wie du in deinem ersten Beitrag meintest, wohl erstmal noch nicht verstanden hat, dass Zusammenarbeit mit dem Menschen richtig toll ist und sich lohnt? Wie weckt man das Interesse an gemeinsamen Lösungen?
Das wird zu Anfang des Buches ganz gut erklärt, finde ich, wo es um Hausstandsregeln geht.
Nun ist es natürlich schwierig, weil hier niemand den Hund kennt. Aber ihm werden ja offensichtlich von dir und seinen Besitzern viele Kontaktangebote gemacht, und er lässt sich dann zu den Interaktionen herab, die ihm zusagen. Das läuft dann mMn verkehrt herum.
Im Grunde müsste man das Ganze auf neue Füße stellen. Da aber der Hund auch schon aggressiv reagiert hat, traue ich mich kaum, dir das ohne Trainerbegleitung zu empfehlen, es gibt nämlich Hunde, die das so verunsichert, dass die erstmal noch schwieriger werden und ihre "Pfründe" verteidigen. Alles, was ich schreibe, ist also erstmal bitte nur als ein theoretischer Gedankenanstoß zu verstehen
Es bringt niemanden was, wenn du gebissen wirst.
Neue Füße hieße für mich, zu Beginn gehen sämtliche Interaktionen von mir aus. Also natürlich möglichst positive Interaktionen, die der Hund auch cool findet. Zb Leckerli werfen und fressen lassen. Oder einen Ball oder Zergel. Oder ihn kraulen oder anleinen und ne schöne kurze Runde Gassi gehen. Und dann, wenn der Hund das richtig cool findet, nach dem zweiten, dritten Wurf aufhören. Den Hund ignorieren, seinen Wunsch nach Interaktion ignorieren, ihn weder ansprechen, noch anschauen noch anfassen.
Viele Hunde verunsichert das, wenn der Mensch plötzlich die Zügel übernimmt. Sie fangen dann an zu bellen, springen einen an oder wollen anderweitig Aufmerksamkeit. Wichtig ist, dann konsequent zu bleiben, sonst bestätigt man das falsche Verhalten.
So entsteht eine gesunde Distanz, aus der heraus ich dem Hund Angebote nach meinem Gusto machen kann und, wenn er darauf eingeht, ihn belohnen kann
Wie kann ich ihn effektiv mit seinen bisherigen Konfliktstrategien auflaufen lassen und ihm eine Alternative bieten?
Keine Resonanz für sein Verhalten bieten, oder eine klare Ansage machen, nicht mehr nur reagieren, sondern agieren.
Was sind denn typische Strategien, die er sich zurecht gelegt hat?
dass ich Bett und Sofa durch die Auflage von Decken freigebe
Das empfinde ich nicht als das hier:
Also eindeutige Regeln und Konsequenzen gibt es für mein Empfinden auf jeden Fall,
Wir haben im letzten Hundkurs "Decke!" geübt, und unsere Trainerin hat uns eingeschärft, dass wir immer die gleiche Decke (bei uns ist es ein blauer Badvorleger) verwenden sollen. Eine Halterin mit einem sehr gescheiten Doodle hat einmal ein graues Handtuch mitgebracht statt ihrer grauen wattierten Hundedecke.
Das hat der Hund nicht verstanden und ging da entsprechend auch nicht drauf.
Ich persönlich finde, klare Regeln ohne "aber wenn da was draufliegt, darfst du dann doch" sind einfacher zu verstehen als Ausnahmen zu kreieren. Man darf nicht vergessen, der Hund muss sich die Regeln von zwei Haushalten merken 
auf dem Bett können wir alle drei liegen und kuscheln oder auch mal ein bisschen rangeln,
Das würde ich nun mit so einem Hund, wie du ihn beschreibst, komplett unterlassen.
Ich hatte sehr viele Jahre zwei Hunde, und wenn ihnen was wichtig war, dann ihr Liegeplatz. Besonders der Hund, der ranghöher war, also meist älter und länger da gewesen, hat es überhaupt nicht geschätzt, auf seinem Liegeplatz liegend angespielt zu werden. Das konnte durchaus zu einer deutlichen Massregelung des Störenfrieds führen.
Hier wird auf der Couch geruht. Wer sich nicht dran hält, fliegt runter. Hat bisher jedes Welpi und jeder Pubertant gecheckt 
Wenn ich jeglichen Konflikt vermeiden möchte, dürfte er nur noch auf seiner Decke liegen (was vermutlich auch problematisch wäre, weil er da aktuell noch nicht bleibt) und
Dann ist das doch was, was ihr üben könnt. Geht ja auch langsam aufzubauen. Du bestimmst die Regeln. Natürlich haben meine Hunde auch ganz viele Rechte, aber eben nur die, die sich entsprechend benehmen können.
Hunde, die mich anknurren, wenn ihnen was nicht passt, kommen bei mir ganz am Schluss dran. Wer sich gut benimmt, bekommt bei mir dagegen fast alles 
deshalb frage ich mich da so ein bisschen, wo die Grenze ist.
Ja, schwierig, weil eben niemand den Hund kennt.
Ich brauche für unsere beiden Tage in der Woche, dass er eine Grundbereitschaft entwickelt, mit mir zu kooperieren. Eigentlich brauche ich aber auch, dass er nicht brüllend in der Leine hängt, wenn wir andere Hunde (und leider auch Gelegentlich Menschen) treffen. Dann bräuchte ich eigentlich auch einen Maulkorb und sowieso hätte ich gerne, dass er sich auf seinen Platz schicken lässt und Alleinebleiben wär auch toll und...Verstehst du, was ich meine? Wo ziehe ich denn da die Grenze
Der Umgang daheim ist, finde ich, immer das Entscheidende. Da kannst du zb unterbinden, dass er dir im Weg rumliegt, dir folgt oder dich bedrängt (und deinen eigenen Hund vielleicht auch?). Du kannst Distanz einfordern und Gehorsam. Gleichzeitig ist es wichtig, dem Hund zu vermitteln, Hey, wenn du machst, was ich sage, kriegst du auch ganz viel Gutes von mir. Dann passt die Chemie, wir machen tolle Sachen und du hast auch was davon.
Und dann geht es an die Leinenaggression. Wenn der Hund zu Hause bei dir gelernt hat, du bestimmst die Spielregeln, und er tut gut daran, sich daran zu halten, wird es draußen auch einfacher, ihn zunächst ohne Ablenkung von außen auf dich zu beziehen. Das kann lange dauern und vielleicht auch nie ganz gut werden aber wenn der Groschen gefallen ist, dass es sein Vorteil ist, wenn er mit dir zusammen arbeitet, wird vieles leichter.
Allerdings, wie gesagt, der Weg, den ich wählen würde, wäre steinig und ohne Trainer vielleicht auch nicht ganz ohne Überraschungen.
Deshalb, auch weil niemand den Hund hier gesehen hat, wäre es sinnvoll, dir jemanden ins Boot zu holen. Und dann ist es ja auch noch so, dass der Hund nur 2 Tage die Woche bei dir ist
die Frage ist also, ob du dir den ganzen Aufwand antun möchtest.
Aber vielleicht ist was dabei, was dir weiterhilft und womit du ansetzen kannst 