Ich versuche es zweigleisig.
Zuerst kommt immer ein "der mag keine fremden Menschen!" und ich nehm den Jungspund deutlich hinter mich. Inzwischen habe ich gemerkt, dass bei fremdem Menschen eine lockere, 2m lange Leine ausreicht. Er geht von selbst weg, wenn Leute ihn anschauen, ansprechen oder -Gott bewahre!- sich zu ihm herunterbeugen und braucht dann Platz zum Ausweichen. Den kalkuliere ich beim Führen mit ein.
Meistens steht er wartend hinter mir. Niemand kommt (ungefragt) an meinen Hund hin. Niemand. Darauf kann er sich immer und überall verlassen. Deshalb ist er still und überlässt mir das Reden 
Ich hab natürlich zudem meine Augen überall. Registriere Trigger, Kinder, Radfahrer, Passanten, fremde Hunde, und schlängel mich mit meinem Hund so durch.
Ist es sehr voll und geht nicht anders, hab ich einen gut sitzenden Maulkorb von Chic und Scharf dabei und am Gürtel hängen. Zur Not kommt der drauf, damit ich mich besser fühle.
Ich könnte mir das nie vergeben, wenn der Jungspund sich gezwungen sähe zuzulangen, weil ich nicht aufgepasst habe.
Aber im Großen und Ganzen klappt es sehr gut, dass ich den blonden Lockenkopf durchs Leben bugsiere.
Das heisst auch, dass ich immer mitdenke, was Menschen tun könnten. Wir sind zb gerade campen, neben uns zelten zwei Männer mit ihren Kindern. Die Kinder rennen immer wieder schnell herum und sind laut. Männer findet der Jungspund eh gruselig. Also haben wir einen Zaun dabei und genau dort gezogen. So kommt niemand von dort an den angeleinten Hund hin. Zum Weg hin steht dann unser Auto davor.
Zweimal hat einer der Männer versucht, Jack anzusprechen und wurde zwei Mal verbellt
Er lässt sich aber super unterbrechen und es ergab sich noch ein nettes Gespräch. Ist für fremde Leute vielleicht auch ne ganz neue Erfahrung, dass ein Hund keinen Kontakt will.
Zaun im Garten, weil da Leute bei euch die Hand durchstecken HoviOF , wir haben einen zweiten Zaun gezogen. Nicht deshalb, aber so ist der Terrorterrier von seinem Endgegner, dem *Achtung Klischee*
Postboten
räumlich getrennt.
Ach ja, zweigleisig, wenn es passt, und wir im freundlichen Gespräch mit Fremden sind, das ich durchaus manchmal suche, um dem Jungspund ein gutes Gefühl in dem Zusammenhang zu vermitteln, dann gucke ich mir seine Körpersprache an.
Und wenn ich da Interesse sehe, ein zögerliches nach vorn strecken, in die Luft schnuppern, zaghaftes Wedeln, dann lass ich ihn auch gern mal in Absprache schnüffeln an den Leuten und bestätige das mit sanftem Lob. Auch neutrales Herumschauen lobe ich. Passieren von Passanten ohne Starren oder Imponierhaltung lobe ich. Alles, was in Richtung positivem Kontakt geht, markiere ich als gut und wünschenswert.
So machen wir das 