Beiträge von DerFrechdax

    Hi, bei uns war es so, dass unser junger, Fremden gegenüber sehr misstrauisch bis ängstlicher Terrier anfangs immer gerne, wenn geklingelt wurde oder die Post kam oder jemand am Gartentürchen länger herumstand, mit Anlauf mit Schmackes gegen das Gartentürchen gesprungen ist und aufgeregt gebellt hat.


    Weil das natürlich nicht geht, haben wir mehrere Maßnahmen ergriffen:

    - Der Weg zum Gartentürchen wurde mit einem zweiten Zaun blockiert. Der trennt den kompletten einsehbaren Bereich zur Straße bzw Gehsteig ab und verhindert, dass der Hund zu nah zu den vorbeilaufenden Leuten hinkommt. Es sind mindestens 2 Meter Abstand zum Gartenzaun bzw Gehsteig. Edit: zusätzlich haben wir schon immer einen 1,50m hohen Sichtschutz am Zaun selber.

    - Dann habe ich begonnen, die Hunde jedesmal, wenn sie allein im Garten waren (mal Bein heben ohne mich zb) und sie gebellt haben, sie ins Haus zu holen. Konsequent. Ohne Schimpfen. Einfach "Rein" und Hund kommt rein und Tür zu.

    - Dann als drittes habe ich begonnen, wenn der Jungspund wirklich was Bellenswertes gesehen/gehört hat, ihn erstens abzubrechen und zweitens vorn ganz demonstrativ (und etwas übertrieben anfangs) nachzuschauen, was da los ist. Und dann hab ich ihm das Feedback gegeben "Is gut, das ist bloß der Nachbar/ Is gut, die dürfen da ruhig vorbeilaufen/ is gut, das ist nur die Post". Immer in einem beruhigenden Singsang.

    Inzwischen (der Hund ist jetzt 1 1/2) sind wir soweit, dass er zum zweiten Zaun läuft und evtl leise knurrt, und ich brauch nur seinen Namen sagen und vielleicht ein "is gut" und er dreht wieder ab, was ich natürlich lobe. Selten, wenn wirklich komische Gestalten draußen herumlungern, bellt er noch kurz, aber ich kann ihn a) abrufen und b) sein Bellen unterbinden und er kommt auch nicht mehr in Rage. Er sagt nur noch kurz Bescheid bei Bedarf.


    Inwieweit dir das weiterhilft :ka: Das Interesse der Besitzer an einer Verhaltensänderung scheint ja nicht allzu groß zu sein, wenn ihnen das zu viel ist, mit einem Trainer oder einer Hundeschule dran zu arbeiten. Von nichts kommt halt auch nichts, am wenigsten ein gehorsamer Hund :ka:

    Heute etwas Lustiges erlebt... Hund läuft unterm Kirschbaum vorbei. Oben sitzt ein Star beim Kirschenklau und schimpft und keckert wie ein Rohrspatz. Und wirft dem Jungspund eine halbreife Kirsche mit Schmackes direkt auf den Schädel :flushed_face: :lol:

    Der Blick des Lockenkopfes war unbezahlbar xD

    *Blick hoch in den Baum zum immer noch schimpfenden Vogel, Blick zur Kirsche, schnüffelschnüffel, Blick zu mir, Blick wieder hoch zum Vogel * zum Kringeln :lachtot:

    Leute, es war nur ein dummer Unfall, ein kleiner Biss. Manche tun ja so als hätte er ein Kind zerfleischt. Ich bin mir sicher das es dem Jungen gut geht und er keine bleibenden Schäden davon tragen wird!

    Alter Schwede, deine Äußerungen sind ein Schlag ins Gesicht aller verantwortungsvollen Hundehalter. Dein Verhalten fällt auf uns alle zurück.

    Kinder, die sich zum Bolzen treffen, haben ein Recht darauf, unbeschadet wieder daheim anzukommen. Mütter und Väter haben das Recht darauf, anzunehmen, dass Hundehalter ihre Hunde ausreichend sichern.

    Ich kenne genug Menschen, die aufgrund traumatischer Erlebnisse mit Hunden große Angst vor Hunden haben. Dank dir ist es sehr wahrscheinlich einer mehr. Ich kann über deine fehlende Einsicht nur mit dem Kopf schütteln :no:

    PS: Die Frage nach dem Warum und wie finde ich immer sehr wichtig. Warum bellt der Hund? Warum soll ich das laut Trainer jetzt ignorieren, während der Hund ins Stressnirwana abrutschen? Was möchte ich, dass der Hund lernt?

    Hinterfragen und nicht einfach annehmen, dass man die Erklärung schon kennt ("Der bellt, weil er bloß Aufmerksamkeit will") finde ich total wichtig.

    Input, was genau der-/ diejenige anders machen würde.

    Ich würde mir überlegen, ob mein Hund nur im Auto so aufgeregt ist oder ob er das auch im Alltag ist. Den Hund einfach festbinden, wenn er aufgeregt ist, löst die zugrundeliegende Ursache nicht. Deshalb würde ich überlegen, ob da mehr dahintersteckt.

    Ist bei mir viel los daheim, kommt der Hund schlecht zur Ruhe? Schläft er genug? Passt das Futter? Ist unsere Bindung intakt, kann ich ihn also beruhigen, wenn es aufgeregt ist? Orientiert er sich an mir, oder macht er sein eigenes Ding?

    Und, du hast einen Dackel-Pinscher Mix. Die sind jetzt nicht bekannt dafür, besonders still zu sein.


    Zum Autofahren: jeder Hund hier bisher fand Autofahren erstmal nicht so dolle. Das hilft nichts, sie müssen ja mit. Also hab ich es ihnen so schön wie möglich gemacht.

    Sie kennen auch einen Abbruch, auf den sie hören, wenn sie bellen, zb wenn jemand nah am Auto vorbeigeht und der Jungspund knurrt.

    Ich würde an deiner Stelle verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, wie der Hund im Auto transportiert werden kann. Die, wo er am besten entspannen kann, würde ich beibehalten.

    Wenn alles nichts hilft und der Hund sich kurz hochpusht, weil wir langsamer werden und er weiss, dass wir gleich aussteigen (bei meinem Senior ist das so, der weiss genau, wann wir gleich da sind, dann winselt der auch rum) , dann ignorier ich das auch. Warum? Weil ein Tadel erstens nicht richtig ankommt in der Situation, da Hund gestresst, und zweitens ich es eh nicht durchsetzen kann, dass er aufhört, ich sitze ja vorne.

    Das gibt es also auch bei uns, dass kein Echo erfolgt. Aber, ich würde mich nie mit dem Hund 1 Stunde ins Auto setzen und den sich hochschrauben lassen "zu Trainingszwecken".

    Schäferhund 900€, Corgie 2000€" (Als Beispiel) kommen automatisch Fragen in den Kopf "Woher kommt der Preisunterschied?

    Es kommt auch drauf an, wie verbreitet eine Rasse ist, ob sie aus dem Ausland kommt und wie groß der Genpool ist und damit die Auswahl an passenden Verpaarungen.

    Vorhin wurde das schön geschrieben, wie weit manche fahren müssen, um einen passenden Rüden zu finden. Und dann muss man aufpassen, dass manche Namen nicht zu oft im Stammbaum stehen. Und manche Rassen werfen zb nur sehr wenige Welpen im Durchschnitt. Es ist auch ein Unterschied, ob ich mit 9-12 Welpen rechnen kann oder nur 2 oder 3 fallen pro Trächtigkeit.


    Damit sage ich nicht, dass es nicht Leute gibt die auf Modeerscheinungen anspringen oder mit Corona höhere Preise zu rechtfertigen versuchen :winking_face: . Aber meistens hat die Diskrepanz ihren Grund.

    dass sie unsere Aufmerksamkeit nicht erfährt und infolgedessen aufhört.

    Das impliziert aber, dass sie bellt, weil sie eure Aufmerksamkeit will. Vielleicht bellt sie ja auch aus anderen Gründen...


    Und wie gesagt, wenn der Hund sich einbellt, werden verschiedene Hormone im Körper in Umlauf gebracht. Das führt dazu, dass er immer weitermacht, weil selbstbelohnend.