Beiträge von DerFrechdax

    Hallo ihr Lieben, angeregt durch den Austausch in einem anderen Faden würde ich gern einen Thread eröffnen, wo folgendes gesammelt wird:

    Was macht eine gut moderierte Welpenstunde für euch aus?

    Auf was sollten Erst-/Neuhundehalter achten?

    Was sind eure Erfahrungen?

    Was hättet ihr euch anders gewünscht?

    Was fandet ihr gut und hat für euch gut geklappt?

    Was geht eurer Meinung nach gar nicht?


    Ich verlinke noch einen alten Thread von Frankyfan, leider ist sie nun nur noch als Gast hinterlegt, deshalb habe ich lieber ein neues Thema angefangen.

    Gast94603
    27. Oktober 2018 um 18:26

    Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Meinungen und den Austausch :smiling_face_with_hearts:

    Mit dem Schnaps ist kein Witz.

    Alkohol ist das Desinfektionsmittel der Wahl.

    Ja, das weiss ich. Brennt aber halt auch wie Sau. Und kann das Gewebe reizen, je nachdem, was man nimmt.

    Reinigen muss man auf jeden Fall, desinfizieren wäre auch ganz gut (ich verwende übrigens für kleine Schnittwunden bei mir gern ein Tröpfchen Stroh Rum mit Ledum C200 drin aufgelöst - hab ich immer vorbereitet in einem Pipettenfläschen was da - top für mich :bindafür: ).

    Aber danach kann man durchaus, wenn man sich auskennt und es verfügbar ist, einen Umschlag mit einem Kräutersud machen.

    Muss man natürlich nicht, nur das Wort "propagiert" hat sich für mich unangenehm angehört. Dabei war der Rat von King-Kong weder schädlich noch gänzlich verkehrt. Darum ging es mir =)

    irgendwelche Tees propagiert

    Find ich jetzt etwas sehr hart formuliert.

    Der Tipp kam laut King-Kong von Ihrer TÄ. Und propagiert hat sie nichts, sondern ihre eigene gute Erfahrung als Vorschlag weitergegeben.

    Ich persönlich würde mir wünschen, dass sich wieder mehr Menschen mit Kräuterheilkunde auskennen. Nichts gegen Kochsalzlösung oder mit Schnaps spülen, aber neben Schnaps als Hausmittel steht eine Tinktur aus Kräutern oder ein Tee aus Heilpflanzen zum Spülen mMn durchaus ebenbürtig da :sweet:

    Ich sehe hier gerade viele Hunde, die von Kindern Gassi geführt gezogen gezerrt werden.

    Das sehe ich durchaus auch als Problem.

    Dass Familienhunde von den dazugehörigen Eltern als Spielzeug und Beschäftigungsmassnahme für die Kinder benutzt werden. Und es ergeben sich dadurch durchaus unschöne Szenen, sei es, weil die Kinder mit dem Verhalten des Hundes überfordert sind, sei es, weil Fremde ihren Schatziwauzi an den von den Kindern geführten Hund hinlassen und es scheppert, sei es, weil die Kinder so an den Hunden herumzerren, dass ich die Hälschen schon fast brechen höre.


    Das ist auch etwas, was ich unschön finde und offensichtlich von den anderen Hundehaltern bzw Eltern so scheinbar nicht gesehen wird, was aber zum Hunde/Familienthema auch dazugehört und Potenzial für Konflikte und Ärger hat.

    Sagt mal, ist es bei euch auch so, dass eure Hunde einen großen Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen machen? Kinder können als Besuch einfach mit ins Haus kommen und werden, wenn überhaupt, entspannt angeschnüffelt, und dürfen sich dann frei im Haus bewegen. Das sollte mal ein fremder Erwachsener versuchen. :grinning_squinting_face:

    Ja, das fällt mir auch auf. Im Haus zwar nicht, da ist alles irgendwie doof und ich hab den Daumen drauf bei klein und groß, aber unterwegs, bei rennenden Kindern, schreienden Babys oder Kindern, die mit dem Fahrrad knapp an uns vorbeifahren, da merke ich eine sehr hohe Toleranz beim Jungspund. Im Grunde schaut er da oft nur ganz kurz und es geht weiter, oder er kann es wirklich komplett ignorieren.

    Ich merke das gerade am Campingplatz. Heute abend lag der Jungspund auf seinem Platz hinter mir an seiner langen Leine und hat geruht mit Kopf abgelegt, während um uns herum Kinder wirklich laut getobt haben, herumgerannt sind, Hunde gebellt haben und (unsägliche :fear: ) Musik an war.

    Bei Jack geht es immer um Abstand und ob er angeschaut oder angesprochen wird (oder gar berührt, was aber nie passiert).

    Und da macht er auch Unterschiede, eine Tochter von Freunden mit Hund darf ihn streicheln, deren Mama auch. In der Hundeschule ist eine Hündin, die er mag, deren Herrchen (!) darf Jack auch durchwuscheln, hat ihn schon mal probehalber geführt und mit ihm herumgealbert.

    Wer einen Hund hat, ist also schonmal safe xD

    Ich finde, deine Kinder lernen sogar etwas sehr wichtiges. Erstens, dass nicht alle Hunde gleich sind, und, wie man mit einem Hund umgeht, der nicht so tolerant ist.

    Das wird ihnen später immer wieder nützlich sein, wenn sie schon jetzt ein Gespür dafür entwickeln, was ein Hund in welcher Situation braucht.

    Stell dir vor, du sitzt auf einem bequemen Sessel, und dein Partner kommt und schreit dich an. So lange, bis du freiwillig aufstehst und er sich da drauf setzen kann.

    Du willst aber nicht aufstehen, da ist es so gemütlich.

    Nun kommt deine Mum daher und schickt dich weg, weil ihr das Geschrei deines Partners auf die Nerven geht. Du stehst also missmutig auf, und dein Partner setzt sich auf den Sessel. Du verkrümelst dich und bist... ja, wie würdest du dich fühlen? Benachteiligt? Ungerecht behandelt?


    Wer wurde durch dein Eingreifen gestärkt, die zurückhaltende Hündin oder der freche, draufgängerische Rüde? Was wurde belohnt? Dein Rüde hat jetzt was gelernt? Dass er nur laut genug bellen muss und er kriegt was er will?


    Bei deinen beiden Hunden musst du managen, das ist wie im Kindergarten. Da lässt man die Kinder Konflikte in der Regel auch nicht völlig allein austragen, sondern leitet sie an.

    Und man sollte immer auf dem Schirm haben, was man jetzt gerade fördern möchte und wer gebremst und wer gestärkt werden sollte.

    Du könntest natürlich diesen strittigen Platz, der beiden gehören soll, wegräumen. Dann hat jeder seinen Bereich, was zum Frieden beitragen müsste. Kann aber natürlich sein, dass dein Rüde dann andere Konflikte heraufbeschwört.

    Wenn die Hündin sehr devot und ängstlich ist, würde ich aufpassen, dass der Rüde nicht zum Mobber wird.

    Auch wenn sie jetzt ruhiger wird und mal Tags bissi schläft, muss sie in 4 Wochen allein bleiben können und du hast nicht so wirklich einen Plan, wie du den Hund erziehen und trainieren sollst.

    Normalerweise fängt man in der Welpenzeit an, baut und vertieft bzw setzt durch und festigt in der Junghundezeit und arbeitet weiter dran, bis man mit 3 oder 4 Jahren dann einen gehorsamen und passenden Begleiter nach seinen Vorstellungen hat.

    Bei dir, liebe @Nala01 fehlt es leider an Wissen und Erfahrung, weil du schon jetzt überfordert bist. Und es wird nicht einfacher. Und deine Hündin kommt aus schlechter Aufzucht und kam zu früh von der Mutter weg.

    Da kommt viel zusammen bei euch.