Beiträge von DerFrechdax

    Sogar unsere Tochter kann die Leine halten

    Bitte macht das nicht.

    Euer Hund ist noch nicht erwachsen, es kann sein, dass er jetzt im Rahmen seiner Entwicklung noch weitere neue Verhaltensweisen zeigt, die ihr nicht auf dem Schirm habt.

    Ein Neufundländer, der durchstartet (weil er einen Konkurrenten sieht, eine Katze seinen Weg kreuzt, was auch immer) und eine Zweijährige, die die Leine nicht loslässt oder sich darin verheddert, lässt extrem unschöne Bilder in meinem Kopf aufkommen. Euer Kind kann sich dabei sehr weh tun.

    50 bis 60 Kilo Hund, auch wenn sie noch so sanftmütig daherkommen, müssen trotzdem mit Bedacht und vor allem Respekt geführt werden.


    Meine Leohündin war sicher nicht der hellste Stern am Firnament. Trotzdem habe ich Welpen- und Junghundekurse mit ihr besucht.

    Erstens macht es Spaß, sich zusammen was zu erarbeiten, man lernt zweitens Gleichgesinnte kennen, und man lernt immer auch was über Hundeverhalten dazu.


    Ich denke, ihr seid schockiert, weil ihr euren Hund unterschätzt habt. Ihr habt gedacht, ihr könnt mit der gutmütigen Seele alles machen, habt den Respekt vor eurem Hund verloren gehabt, und jetzt, wo er euch Rückmeldung gibt, dass er da keinen Bock mehr drauf hat, ist die Aufregung groß.

    Ein Hund hat natürlich Pflichten, aber er hat auch Rechte. Er soll euer Kind wohlwollend ignorieren, wenn es ihm mal wieder im Fell hängt und kuscheln will oder über ihn drüber stolpert, wenn er wo liegt, aber ihr habt die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass euer Hund auch sein Ruhebedürfnis ausleben kann und sich zurückziehen kann.

    Zum Thema Ressourcen wurde ja schon einiges gesagt. Thema 1: Spielzeug wegräumen oder zb nur im Kinderzimmer ausbreiten, solange der Hund in der Flegelphase ist. Ein Kindergitter in der Kinderzimmertür hält den Hund draußen.

    Thema 2: Fallengelassenes Essen gehört dem Hund, ihm wird nichts abgenommen. Klaut der Hund Socken oder Spielzeug, wird Mama oder Papa gerufen und nichts selbst geregelt.

    Thema 3: Schläft der Hund oder ruht irgendwo, wird er ignoriert. Er wird nicht gestreichelt, nicht angesprochen und vor allem nicht bekuschelt.


    Lest euch mal den Faden über Familienhunde und Kinder durch. Die unbedingt notwendigen Hausregeln, die ihr dort findet sowie die vielen persönlichen Erfahrungen, die dort geschildert sind, helfen euch sicher weiter.

    Der kleine: "Hund streicheln!

    Ich: Nein!

    Der kleine: "Hund streicheln!!"

    Ich: Nein, weg jetzt sonst beißt er

    Vermutlich hat er in dem Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen" von der sogenannten "Technik der kaputten Schallplatte" gelesen und sie versucht, erfolgreich anzuwenden :lol:


    Spoiler anzeigen

    Dieses Buch hat mir damals eine sehr wohlmeinende Freundin mit einer liebevollen Notiz geschenkt, aus der hervorging, dass sie noch erheblichen Spielraum bei uns sah, was Verbesserungen in unserem Erziehungsstil anging.

    Hat nicht so sehr zur Vertiefung unserer Freundschaft beigetragen :dead:    xD

    Wie soll ich meiner Tochter erklären, dass ihr bester Freund plötzlich tabu ist?

    Der beste Freund eines Kindes kann mMn kein Hund sein. Besonders nicht, wenn das Kind erst zwei ist und der Hund so eine große Rasse. Ein Hund ist ein Tier, das von seinemInstinkt gesteuert wird. Sucht eurem Kind menschliche Spielgefährten.

    Ich habe zwei halbwüchsige Kinder und sie sind mit einer Deutschen Schäferhündin und einer Leonbergerhündin aufgewachsen, also auch großen Hunden. Ohne Probleme, eben weil wir darauf geachtet haben, dass der Hund seine Ruhe und Rückzugsorte hat.

    Wir sind einfach nur schockiert, dass er plötzlich Aggression zeigt. Neufundländer sind jetzt nicht gerade dafür bekannt aggressiv zu sein.

    Dann überlegt euch bitte, ob ihr das nicht vielleicht schön selbst versemmelt habt.

    Auch wenn mich das anfangs empört hat und ich das keineswegs befürworte, also das Verhalten der Eltern, frage ich mich manchmal schon ob wir in Deutschland inzwischen nicht ein leicht gestörtes Verhältnis zur Hundehaltung haben. Gefühlt unterliegt alles unausgesprochenen Regeln und Knigge. Ich habe den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht.. wollte die Anfangsfäden nur mal hier einwerfen weil es irgendwie passt.

    Ich verstehe deinen Gedanken. Ich hab da auch drüber nachgedacht.

    Meine Eltern haben eine ganze Weile in Spanien gelebt. Dort haben wir sie mehrfach besucht mit unseren Hunden und natürlich auch vermehrt registriert, wie dort die Hundehaltung erfolgt.

    In der Gegend, wo wir uns aufgehalten haben (Südostspanien, Urbanisation mit Ein- und Mehrfamilienhäusern) gab es sehr oft eine ganze Handvoll Minihunde, die am Tor oder vom Balkon wie wild gekläfft haben, sobald irgendwo ein Floh gehustet hat, und einen großem Wächter, oft eine Rasse, die hier auf der Liste steht, der ab und zu mal nach dem Rechten geschaut hat, wenn die Minis gar zu arg abgedreht haben.

    Die Großen sind höchstens mal frühmorgens ausgeführt worden.

    Meistens waren die nur im Hof, manche auch tags im Zwinger und nachts draußen.

    Unterwegs sah man ausschließlich Spanier mit Schoßhunden oder halt Touristen mit ihren Hunden.

    Vielleicht ist da wirklich die Denkweise, dass ein Hund im Restaurant automatisch lieb und nett sein muss, weil er sonst daheim im Zwinger sitzen würde.

    Ein freundliches "Moment, du musst dich erst bekannt machen, sonst hat der Hund Angst vor Dir" ist meine Standardreaktion.


    Dann nehme ich die Hand des Kindes in meine, lasse Chewie daran schnuppern und das Eis ist gebrochen. Selbstverständlich darf das fremde Kind dann streicheln und umarmen. Wir sprechen hier im Thread ja über Familienhunde.


    Was ist so schwer daran?

    Meine Leonbergerhündin war auch ein absolutes Goldstück. Gerne habe ich Kindern, die interessiert waren, mal fühlen lassen, wie weich ihr Fell ist. War nur leider nicht sooo oft :partying_face: Sie war halt einfach sehr groß :smiling_face_with_hearts: meine Schäferhündin durfte auch von Kleinkindern mal gestreichelt werden unter Aufsicht. War alles drin.


    Nun, der Jungspund mag fremde Menschen nicht. Deshalb kommt an den niemand dran, und werde ich gefragt (kam jetzt genau 1x vor, dass sich ein sehr nettes Mädchen ein Herz gefasst hat), dann sag ich einfach, dass er das nicht mag. Wird dann schweren Herzens und mit sehnsüchtigem Blick akzeptiert, aber ich finde, das kann auch eine Lernerfahrung sein, dass Tiere auch eigene Wünsche haben, denen man Rechnung tragen muss.

    Und, ja, es kann Familienhunde geben, die ihre Familie heiß und innig lieben und fremde Menschen halt nicht. Das gehört zur guten Hundehaltung auch dazu, sein Tier gut und realistisch einzuschätzen.

    Ich versuche es zweigleisig.

    Zuerst kommt immer ein "der mag keine fremden Menschen!" und ich nehm den Jungspund deutlich hinter mich. Inzwischen habe ich gemerkt, dass bei fremdem Menschen eine lockere, 2m lange Leine ausreicht. Er geht von selbst weg, wenn Leute ihn anschauen, ansprechen oder -Gott bewahre!- sich zu ihm herunterbeugen und braucht dann Platz zum Ausweichen. Den kalkuliere ich beim Führen mit ein.

    Meistens steht er wartend hinter mir. Niemand kommt (ungefragt) an meinen Hund hin. Niemand. Darauf kann er sich immer und überall verlassen. Deshalb ist er still und überlässt mir das Reden xD

    Ich hab natürlich zudem meine Augen überall. Registriere Trigger, Kinder, Radfahrer, Passanten, fremde Hunde, und schlängel mich mit meinem Hund so durch.

    Ist es sehr voll und geht nicht anders, hab ich einen gut sitzenden Maulkorb von Chic und Scharf dabei und am Gürtel hängen. Zur Not kommt der drauf, damit ich mich besser fühle.

    Ich könnte mir das nie vergeben, wenn der Jungspund sich gezwungen sähe zuzulangen, weil ich nicht aufgepasst habe.

    Aber im Großen und Ganzen klappt es sehr gut, dass ich den blonden Lockenkopf durchs Leben bugsiere.

    Das heisst auch, dass ich immer mitdenke, was Menschen tun könnten. Wir sind zb gerade campen, neben uns zelten zwei Männer mit ihren Kindern. Die Kinder rennen immer wieder schnell herum und sind laut. Männer findet der Jungspund eh gruselig. Also haben wir einen Zaun dabei und genau dort gezogen. So kommt niemand von dort an den angeleinten Hund hin. Zum Weg hin steht dann unser Auto davor.

    Zweimal hat einer der Männer versucht, Jack anzusprechen und wurde zwei Mal verbellt xD Er lässt sich aber super unterbrechen und es ergab sich noch ein nettes Gespräch. Ist für fremde Leute vielleicht auch ne ganz neue Erfahrung, dass ein Hund keinen Kontakt will.

    Zaun im Garten, weil da Leute bei euch die Hand durchstecken HoviOF , wir haben einen zweiten Zaun gezogen. Nicht deshalb, aber so ist der Terrorterrier von seinem Endgegner, dem *Achtung Klischee* :shushing_face: Postboten :lepra:  xD räumlich getrennt.


    Ach ja, zweigleisig, wenn es passt, und wir im freundlichen Gespräch mit Fremden sind, das ich durchaus manchmal suche, um dem Jungspund ein gutes Gefühl in dem Zusammenhang zu vermitteln, dann gucke ich mir seine Körpersprache an.

    Und wenn ich da Interesse sehe, ein zögerliches nach vorn strecken, in die Luft schnuppern, zaghaftes Wedeln, dann lass ich ihn auch gern mal in Absprache schnüffeln an den Leuten und bestätige das mit sanftem Lob. Auch neutrales Herumschauen lobe ich. Passieren von Passanten ohne Starren oder Imponierhaltung lobe ich. Alles, was in Richtung positivem Kontakt geht, markiere ich als gut und wünschenswert.

    So machen wir das :relieved_face:

    Glutenfreies Mehl ist doch z.B. Kartoffelmehl.

    Das ist nicht sooo teuer.

    Aber Kuchen daraus ist schon sehr mächtig.

    Ja, ne, das verwende ich zb kaum.

    Ich hab eher Buchweizenmehl, Reismehl, Sojamehl, Kichererbsenmehl, Teffmehl oder Mandelmehl in Gebrauch, allermeistens in Bioqualität.


    War aber natürlich nicht ganz ernst gemeint :lol:

    schafft euch eine Unverträglichkeit an, was meint ihr, wie wenig Mehl man da plötzlich braucht xD

    Spoiler anzeigen

    Glutenfreies Mehl ist so, so schweineteuer, dass man freiwillig mehr Gemüse isst anstatt Mehlspeisen ;)