Beiträge von DerFrechdax

    Ich finde, deine Kinder lernen sogar etwas sehr wichtiges. Erstens, dass nicht alle Hunde gleich sind, und, wie man mit einem Hund umgeht, der nicht so tolerant ist.

    Das wird ihnen später immer wieder nützlich sein, wenn sie schon jetzt ein Gespür dafür entwickeln, was ein Hund in welcher Situation braucht.

    Stell dir vor, du sitzt auf einem bequemen Sessel, und dein Partner kommt und schreit dich an. So lange, bis du freiwillig aufstehst und er sich da drauf setzen kann.

    Du willst aber nicht aufstehen, da ist es so gemütlich.

    Nun kommt deine Mum daher und schickt dich weg, weil ihr das Geschrei deines Partners auf die Nerven geht. Du stehst also missmutig auf, und dein Partner setzt sich auf den Sessel. Du verkrümelst dich und bist... ja, wie würdest du dich fühlen? Benachteiligt? Ungerecht behandelt?


    Wer wurde durch dein Eingreifen gestärkt, die zurückhaltende Hündin oder der freche, draufgängerische Rüde? Was wurde belohnt? Dein Rüde hat jetzt was gelernt? Dass er nur laut genug bellen muss und er kriegt was er will?


    Bei deinen beiden Hunden musst du managen, das ist wie im Kindergarten. Da lässt man die Kinder Konflikte in der Regel auch nicht völlig allein austragen, sondern leitet sie an.

    Und man sollte immer auf dem Schirm haben, was man jetzt gerade fördern möchte und wer gebremst und wer gestärkt werden sollte.

    Du könntest natürlich diesen strittigen Platz, der beiden gehören soll, wegräumen. Dann hat jeder seinen Bereich, was zum Frieden beitragen müsste. Kann aber natürlich sein, dass dein Rüde dann andere Konflikte heraufbeschwört.

    Wenn die Hündin sehr devot und ängstlich ist, würde ich aufpassen, dass der Rüde nicht zum Mobber wird.

    Auch wenn sie jetzt ruhiger wird und mal Tags bissi schläft, muss sie in 4 Wochen allein bleiben können und du hast nicht so wirklich einen Plan, wie du den Hund erziehen und trainieren sollst.

    Normalerweise fängt man in der Welpenzeit an, baut und vertieft bzw setzt durch und festigt in der Junghundezeit und arbeitet weiter dran, bis man mit 3 oder 4 Jahren dann einen gehorsamen und passenden Begleiter nach seinen Vorstellungen hat.

    Bei dir, liebe @Nala01 fehlt es leider an Wissen und Erfahrung, weil du schon jetzt überfordert bist. Und es wird nicht einfacher. Und deine Hündin kommt aus schlechter Aufzucht und kam zu früh von der Mutter weg.

    Da kommt viel zusammen bei euch.

    DerFrechdax Pudel wie auch Großpudel fallen mir da ein.

    Ja, kleine oder mittlere Pudel, mir würden auch ein paar Terrierrassen einfallen, allerdings möchte ich jetzt nicht so weit gehen, direkt Terrier zu empfehlen :see_no_evil_monkey:

    Zumindest ohne die Familie persönlich zu kennen. Ich kenne Familien mit Terriern (Foxl, Norwich, Yorkie) die sind total glücklich und es passt alles, und ich kenne eine Familie, die musste den Jack Russell wieder abgeben, weil ihre "antiautoritäre" Erziehung den Hund zum unerzogenen Oberkapo hat werden lassen, der die Kinder bedroht und abgeschnappt hat.

    Ich hab echt einen leichten Putzfimmel und manchmal frage ich mich, wieso ich Hunde mag.

    Ist doch klar, um deines Putzfimmel in ausreichendem Maße frönen zu können :partying_face:  :lol:


    Ich muss sagen, seit wir hier ein einhalb Terrier haben, die nicht haaren und nur der halbe Dackel rauskommt ab und an, genieße ich es, nicht mehr ständig Hundehaare an den Socken zu haben.

    Auch wenn ich eine schwarze Hose anhaben, ist es sehr angenehm, dass hier kaum gehaart wird. Dafür muss ich regelmäßig waschen und kämmen. Und ab und zu schneiden. Und Dreck von draußen landet natürlich doch im Haus, besonders wenn es regnet oder allgemein Schmuddelwetter ist.

    Wenn man sich für Hunde entscheidet, ist das so und man muss Abstriche machen. Sonst putzt man sich einen Wolf.


    Ich bin sehr gespannt, was vom Hundeplatz erzählt wird :applaus: vor allem der Lärmpegel interessiert mich :smile:

    NIEMALS irgendwas um die Hand wickeln, an dem ein großes Tier hängt!

    Jupp, finde ich total wichtig!

    Als meine Kinder klein waren, hab ich in der Zeitung von einem tragischen Unfall gelesen. Eine Frau hat ihre Deutsche Dogge Gassi geführt. Der Hund hat auf der anderen Straßenseite einen anderen Hund gesehen und seine Halterin über die Straße dorthin gezogen.

    In dem Moment kam ein Auto und überfuhr die Frau. Leider verstarb sie noch vor Ort, dem Hund ist nichts passiert.

    Fand ich dermaßen tragisch, traurig und einprägsam.

    Seitdem habe Ich meinen Kindern immer gepredigt, sei es mit Pferd oder unserem damaligen schweren Hund an der Hand "nichts an dir festbinden, in der Not, lass los".

    Und natürlich durfte Kind 1 erst den Hund führen, als sie 14, 15 war und ich mich überzeugt hatte, dass sie das richtige Handling hat.

    Kind 2 (frisch im Teenageralter) darf bisher leider nur den 9 Kilo Senior führen, und auch nur, wenn ich dabei bin, weil der fast taube Opi andere Hunde nicht mag.

    Nur weil so viele hier auf das Thema mit "Kind hält die Leine" eingegangen sind.... Ja, ich würde dem Kind auch nicht allein die Leine überlassen aber man kann ja auch zwei Leinen am Hund befestigen, sodass das Kind auch "halten" kann.

    Ich verstehe das nämlich schon, meine Nichte und mein Neffe möchten auch gern die Leine halten. Das dürfen sie auch und ich mache eben noch eine zweite für mich dran :nicken:

    Die Variante finde ich gut :bindafür:

    Wenn ich raten müsste, schätze ich allerdings, dass die TE es nicht so gehandhabt hat.

    Was ich hier manchmal so an Bemerkungen über Kinder lese, macht mich traurig.

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    Ich weiss, was du meinst und empfinde es genauso.

    Meine Erklärung, die ich mir gebastelt habe: Hier sind halt viele, die keine Kinder haben wollen und viele mögen auch Kinder nicht besonders.

    Dass es doofe Kinder gibt, empfinde ich auch so. Sieht man die Eltern dazu, weiss man auch, warum die Kinder so sind, wie sie sind.

    Mir scheint, manche Eltern schauen lieber passiv zu, wie Fremde ihre Kinder erziehen und sparen sich die Arbeit... und wieder andere sehen ihre Kinder als kleine Könige, denen sie huldigen... alles nicht gesund mMn.

    Das heisst aber natürlich nicht, dass es nicht auch tolle, höfliche und anständige Kinder gibt. Solche kenne ich natürlich auch, aber die fallen halt nicht so auf in der Öffentlichkeit wie die Ungezogenen.

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    Ich für meinen Teil kehre bei allem gern vor meiner Haustüre. Ich möchte höfliche, empathische, soziale und zugewandt Kinder, die ein Gewinn für die Gemeinschaft sind und bitte und danke oder ein Guten Tag nicht als Fremdworte empfinden.

    Hilft auch in der Beziehung zum Hund :nicken:

    Der Jungspund freut sich jedenfalls, wenn er den Socken beim Sohnemann freundlicherweise abgibt und der sagt Danke zum Hund :partying_face: