Beiträge von DerFrechdax

    mir geht es wie Hektorine . Ich frage mich, wo du deine Vorstellungen, wie ein Hund zu sein hat, her hast.

    Klar wünsche ich mir Gehorsam, aber den muss man sich erarbeiten. Der Hund muss genug Anreize von mir bekommen, so dass er gern hört auf das, was ich von ihm möchte. Google doch mal "Lerntheorie Hund".

    Beispielseite mit echt guten Erklärungen, wie Hunde lernen: https://www.easy-dogs.net/wie-hunde-lernen/

    Wenn du dich selbst weiterbildest, ein bisschen neugierig bist und deinen Hund lernst, besser zu verstehen, würde sich für dich eine komplett neue Welt öffnen. Dann würdest du das erste Mal verstehen, warum dein Hund was tut. Hunde machen ja nichts einfach so, die folgen ihrer eigenen Hundelogik.

    Wir können uns empathisch in unsere Hunde hineinversetzen und sie dadurch besser verstehen. Unsere Hunde können das nicht und verstehen uns leider schlicht nicht, wenn wir unberechenbar, launisch oder "menschlich" mit ihnen agieren. Frust für beide Seiten ist dann wie bei euch vorprogrammiert.

    konkrekt um die medizinische Seite, damit ich weiß, was ich untersuchen lassen soll.

    Aaaalso, endlich hab ich Luft.... Freizeitstress :see_no_evil_monkey:  xD

    Der Senior war schon bei Einzug vor 4 Jahren ein sehr energetischer Hund. Er neigt dazu, sich ungesund stark an eine Bezugsperson zu binden und gerät dann schnell in Stress.

    Physische Komponente

    Körperlich hatte er von Anfang an Probleme mit dem Magen, was ich als Folge des Stresses, unter dem er steht, sehe. Er hat sich mehr oder weniger regelmäßig übergeben. Unser erster Gang war zur TÄ. Diese hat dann eine Futterberatung gemacht, und es kam heraus, dass er nur Geflügel verträgt, aber kein Rind. Dann hab ich eine Zeit für ihn gekocht, er bekam Giardien, nach der Behandlung und Darmsanierung ließen wir ein Blutbild machen und seine Nierenwerte waren erhöht. Ich sollte also die Proteinzufuhr drosseln, so dass er nur noch 1/3 Puten/Hähnchenfleisch bekam, und 2/3 verschiedene Arten gut verdaulichen Gemüses.

    Nach und nach rutschte er über die Zeit in eine beginnende Niereninsuffizienz hinein, so dass er inzwischen dafür Tabletten zum Entwässerung bekommt, auch, weil sein Herz nicht mehr richtig mitmacht und er Wassereinlagerungen in Lunge und Körper bekam (Alles diagnostisch abgeklärt mit Röntgen/Blutbild). Also nun Herztabletten auch noch. Inzwischen koche ich nur noch das Gemüse und füttere Nassfutter von Granatapet. Was noch erwähnenswert ist, er hat unheimlich starken Zahnstein, hatte jetzt in den viereinhalb Jahren, die er hier ist, 3 Zahnsanierungen. Putzen hilft leider nichts. Das einzige, was bei ihm gesund ist, ist die Schilddrüse :headbash: . Und Futter hat eine unglaubliche Wertigkeit für ihn. Bereite ich sein Futter vor, hat er jedes Mal einen Tanz auf, singt und lässt sich da auch nur sehr kurz unterbrechen. Er schlingt, wenn er frisst.

    Psychische Komponente

    Ich glaube bei ihm spielt vieles mit hinein. Er war als Welpe und bis er 8 war, stark vernachlässigt worden. Er hatte bei jemand gelebt, die ihn nur auf der Terrasse und einem Handtuch von Garten gehalten hatten. Er musste wahrscheinlich hungern, und er bekam unpassendes Futter, zb Schokoladenpralinen.

    In ihm ist ein großer Drang, alles richtig zu machen und gelobt zu werden. Versteht er mich nicht, wird er hektisch. Korrektur in jeder Form von seiner Bezugsperson ist ein Weltuntergang für ihn. Inzwischen hört er nur noch sehr schwer und sieht auch schlecht. Das verunsichert ihn und erhöht das Stresslevel. Er klebt mehr den je an meinem Bein und braucht viel menschliche Wärme, Bestätigung und auch ein großzügiges Hinwegsehen über Maleure wie zb dass er nicht mehr zuverlässig stubenrein ist.

    Andererseits, dadurch dass er nicht mehr so gut hört und viel und tief schläft, kriegt er auch manche Stressauslöser nicht mehr mit, was dazu geführt hat, dass er allgemein oft ruhiger erscheint.

    So, das war der Senior.

    Der Jungspund ist ein kerniger Geselle, spricht aber auch sehr gut auf Erziehung und Training an. Trotzdem ist und bleibt er ein Schlitzohr, der genau weiss, was er sich bei wem erlauben kann, ein echter Terrier halt :see_no_evil_monkey:  :lol:

    Physische Komponente

    Jack hatte als Welpe Giardien. Diese wurden behandelt, aber der Darm erholte sich nicht wirklich. Nach einer Weile kam nach Blut- und Kotuntersuchungen bei der TÄ heraus, dass er EPI hat (der Elastasewert im Kot hat es verraten), wodurch sich sämtliche Beschwerden erklärt haben. Mit den Enzymen geht es ihm sehr gut, ich füttere auch noch leichtverdauliches Allergikerfutter.


    Psychische Komponente

    Bei ihm sind es tatsächlich die Außenreize, die ihn verunsichern. An sich ist er sogar ein ausgesprochen ruhiger Hund, er schläft sehr viel. Lässt sich aber auch von bestimmten Reizen rasch in Schwingung versetzen :see_no_evil_monkey: Ich habe gelesen dass EPI Schreckhaftigkeit und teilweise Ängstlichkeit auslösen kann. Deshalb ist er auch noch nicht kastriert, was mir schon ziemlich bald empfohlen wurde, damit er "ruhiger" wird. Du hast ja meinen Faden dazu gelesen. Erstmal haben wir uns jetzt für Mönchspfeffer entschieden, am Dienstag bin ich bei der TÄ und erfrage noch, was ich weiter geben kann, um ihn hormonell zu entlasten.

    Wir fahren gerade den Kurs, ihn dosiert immer wieder an Stressfakttoren ganz bewusst heranzuführen und aushalten zu lassen. Mit verschiedenen Methoden kriegen wir es hin, dass er soweit entspannt auf seiner Decke liegen kann und alles um ihn herum brandet auf und ab und ich gebe mein Bestes, ihm Sicherheit zu geben und ihn insoweit zu entlasten, dass ich mich kümmere und nicht er. Das ist Training und Management, aber ich sehe Verbesserungen und der Stress reduziert sich bzw kommt nur in Wellen und nicht mehr so stark wie anfangs, als er zitternd dasaß, weil da ein Mann mit Bart war, der zu laut lachte. Er schläft dann inzwischen auch auf seiner Decke und das ist für mich eine echte Freude und macht er toll.

    Auf die Hundeschule hat er sehr gut reagiert, sowohl das Setting an sich, also dass da fremde Menschen mit Hunden in einem entspannten Umfeld üben, er sich gedulden musste und es dort leckere Gutzis gibt, als auch das Training selbst haben ihm (und uns natürlich) viel gebracht, weil ich manche Situationen so auch gut über den Gehorsam regeln kann.

    Ich wünsche dir viel Erfolg...vielleicht gibt sich das eine oder andere mit der Zeit noch und mit dem älter werden. Grundsätzlich denke ich, dass die psychische Komponente echt auch wichtig ist, nicht nur das Körperliche. Wenn ich eine wohlwollende grundsätzliche Einstellung zu meinem Hund habe, fällt schonmal ein großer Stressfaktor weg, denn die allermeisten Hunde wollen es ihrem Menschen recht machen und gemocht und gelobt werden. Empfänglichkeit für Stress sucht man sich ja nicht aus, auch nicht als Mensch, ich kenn das selbst. Und ich unterstütze meinen Vierbeiner bestmöglich in der so kurzen Zeit, wo ich ihn bei mir hab. Andererseits darf man es nicht übertreiben und durch ein zu großes Verkopftsein dem Hund zusätzlich Stress zu verursachen. Die goldene Mitte also, wie immer :nerd_face:

    Ich weiß nicht was ihr von mir hören wollt? Freudenschreie obwohl nichts klappt? Ja super, sie pisst mir nicht die Wohnung zu, würde sie aber wenn wir nicht so blitzschnell wären. Sie geht im Garten Kreise an lockerer Leine aber als wir draußen waren hat sie so getan als wäre sie noch nie na einer Leine gewesen.

    Es stimmt, ich bin ein eher zurückhaltender Mensch was Gefühle und Freude angeht. Ich kann mich einfach nicht über Selbstverständlichkeiten freuen und so tun als ob bringt ja auch nichts. Vielleicht bin ich einfach kein Hundemensch? Bei meiner Tochter empfinde ich echte Freude über Dinge die sie tut aber bei Molly nervt mich fast alles und alles was sie richtig macht ist eigentlich nur Arbeit für mich.

    Wir reden aber schon noch über einen 12 Wochen alten Mops, oder?

    Seit wann ist es selbstverständlich, dass in dem Alter ein Hund stubenrein ist? Mein Terrier war zwischen 5 und 6 Monaten, als er zuverlässig stubenrein war. Und? Ich lebe noch :cowboy_hat_face:


    Wenn dich alles nervt an deinem Hundebaby, dann frage ich mich, warum du ihn nicht an jemanden weitergibst, der ihn zu schätzen weiss, ihn liebt, versorgt und ein gutes Gefühl vermittelt?

    Wenn du im Umgang mit ihr auch so ungeduldig bist, wie du hier rüberkommst, dann wundere ich mich nicht, dass sie immer wieder beisst :see_no_evil_monkey:

    Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück.

    *Lesezeichen setzt*

    Ich hab gerade nur sehr wenig Zeit, aber ich schreib dir was dazu, wenn ich Luft hab. Ist im Prinzip ähnlich wie bei euch. Beide Hunde je nach Umständen teils hohes Erregungslevel, aber jeder anders und der Senior manchmal wesentlich anstrengender als der bei uns aufgewachsene Jungspund. Senior hat Nierenprobleme/Herzgeräusche und empfindlichen Magen/Darm besonders mit Sodbrennen.

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    Gestern die Reste vom Reis mit Bohnen-Linsen-Zucchinieintopf plus verunglückten Spiegelei

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    Abends waren wir noch kurz entschlossen beim Sushiheimer mit Freunden :smiling_face_with_heart_eyes:


    Heute übernachten wir im Wohnwagen, der noch auf dem Holzplatz von Freunden steht. Dort werden wir heute Abend mit einigen Freunden und meinem Bruder plus seiner Familie grillen und am Lagerfeuer sitzen in gemütlicher Runde :smiling_face_with_hearts: Ich freu mich schon :mrgreen-dance:

    Bitte lasst jetzt das Thema. Momentan ist das unser kleinstes Problem!

    Kannst du nochmal kurz ausformulieren, was eure drängendsten Probleme sind?

    Also erstens, zweitens, drittens.

    Wann beißt euer Hund denn inzwischen, und wie lief es die Tage mit dem Kind? Habt ihr was verändert, hat sich was gebessert?


    Dass dein Hund eine schwere Behinderung mit sich herumträgt, ist dir nun bewusst worden. Bitte behalte das im Auge und lass deinen Hund beim TA engmaschig kontrollieren und achte darauf, ob er röchelt, schnorchelt, schnarcht oder seine Zunge heraushängen lässt zum kühlen. Das ist kein "Lächeln", sondern zeigt dann Stress.

    frage mich die ganze Zeit, wie ein Hund mit so einem Gesicht so ernsthaft zubeissen kann?

    Ich denke, das ist eher ein Zwicken/Kneifen und den Fangzähnen geschuldet.

    Unser Senior hat vorn nur noch die langen Eckzähne, und als er vor kurzem herumgefahren ist, weil ich ihn berührt hatte und er sich erschreckt, hat das schon ganz schön gezwickt, obwohl er praktisch vorn zahnlos ist.


    Bei Zerrspielen bin ich unsicher. Das sollte man ja eher nicht so machen, oder? So lernt Hund doch das er Dinge verteidigen darf?


    Sie hat Kausachen, die sie nie nutzt. Sie kaut nur auf ihren Plüschtieren rum.


    Vielleicht versuchen wir es mal mit einem Zergel. Aber belohnen wir so nicht das beißen

    Nein, ihr lenkt den Drang zu beißen von euch weg um, auf das Zergelteil.

    Verteidigen, du kannst das Teil ja nur dann immer hervorholen, wenn sie aufgeregt ist, dann darf sie da reinbeißen. Wenn du es wegnehmen möchtest, hast du gleich die Möglichkeit, ein "Schluß" oder "Feierabend" Kommando einzuüben. Das brauchst du, wenn du das Spiel beenden möchtest.

    Lass dir das von der Trainerin zeigen bei Gelegenheit.

    Mein Jungrüde hat verschiedene Spielsachen, die er gern zur Abfuhr von Aufregung gebraucht und herumschüttelt, wir spielen auch gemeinsam damit, aber noch nie hat er diese Spielsachen verteidigt oder mich in dem Zusammenhang bedroht. Würde ihm nie einfallen. Wäre das der Fall, gäbe es diese Dinge nicht zur freien Verfügung.


    Darf ich fragen, wo du diese Glaubenssätze in Verbindung mit Hundeerziehung her hast? Dass trösten die Angst verstärkt angeblich, oder Spielzeug verteidigen und beißen fördert etc? Kennst du Leute, die Hunde halten, die dir das erzählt haben, oder kommt das aus dem Netz? Wenn man seine Quellen mal hinterfragt, merkt mam manchmal schnell, dass da was nicht stimmen kann und einem Käse erzählt worden ist.


    Wie du reagiert hast, als sie auf der Couch nach dir gebissen hat (sie runtergesetzt und später rausgeschickt) fand ich jetzt okay so.

    Und, frag ruhig weiter, ernst gemeint. Hier gibt es immer Leute, die dir eine kompetente Antwort geben können.

    Danke für dein Update! Ich glaube, dass du grundsätzlich nicht überblickst, wie viel Arbeit es ist, einen Hund aufzuziehen, ihm alles zu zeigen und ihn soweit zu erziehen, dass er problemlos im Alltag mitläuft.

    Denn gerade das hier:

    Für den Rest werden wir auf die Einschätzung der Trainerin warten, wenn sie auch zur Abgabe rät nachdem sie uns persönlich kennengelernt hat werden wir es in Betracht ziehen. Auch wenn sich rausstellst das schon Zuviel kaputt ist und wir 100 Stunden und tausende von Euro investieren müssten.

    lässt mich aufhorchen. Um am Ende mit 3 oder 4 Jahren einen zuverlässig gehorchenden Hund zu haben, steckst du sicher mehr als 100 Stunden Erziehung rein. Trainingsstunden wohl nicht, obwohl, wenn du zwei Jahre jede Woche einmal in die Hundeschule gehst, sind die auch beisammen :D .

    Die 1000e von Euro, das kann dagegen realistisch gesehen auf jeden Fall schon sein. Du hast einen Mops, der dazu neigt, Missbildungen im Gesicht und im Bereich der inneren Weichteile desselben zu haben. Oft muss das Gaumensegel eingekürzt werden oder die Nasenlöcher erweitert, je nachdem, wieviel Nase er noch hat und wie es innen drin dann konkret ausschaut. Auch an den Zähnen kann man im Laufe der Zeit einiges an Geld investieren. Wenn ihr das nicht eingeplant habt, warum habt ihr euch für so eine kranke Rasse entschieden?

    Und Wasser oder wurfdiscs tun nicht weh.

    Dazu sag ich jetzt mal nichts weiter. Stell dir einfach mal vor, dein Kind geht in die Kita und die Erzieherin dort würde dein Kind so "erziehen". Wie findest du das? Ist das ein probates Mittel, um das Vertrauen eines Hundes, eines Kindes oder eines Tieres allgemein zu erwerben, oder denkst du, damit verursacht man eher Angst und Unsicherheit?

    Wir wünschen uns außerdem das unsere Tochter eine gute Freundin in der Kleinen gewinnt

    Diesen Wunsch dürft ihr getrost beerdigen. Ein Hund kann kein Ersatz für echte, menschliche Freunde sein. Klar kann das eine tolle Beziehung sein, die man als Kind zum Hund entwickelt, aber das muss von den Erziehenden mit einer guten Grundlage aufgebaut werden, und Kind und Hund brauchen beide Grenzen und müssen Beachtung ihrer Bedürfnisse erfahren.

    Und, nicht jeder Hund mag mit einem Kleinkind konfrontiert werden, deshalb kommt es auch zu Unfällen oder Beissvorfällen, wenn der Hund zwar klar kommuniziert, dass er da echt keine Lust drauf hat, aber ihm das Kind aufgezwungen wird oder es sich ihm aufzwingt. Dann knallt es halt oft, und dann wird die Schuld beim Hund gesucht, statt sich an die eigene Nase zu fassen.

    Viel Glück, ich hoffe, die Trainerin ist kompetent und kann euch helfen, und ihr seid gewillt, ihren Rat umzusetzen. Viel Erfolg!

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    War sehr lecker, ich hab noch Zucchini aus dem Garten drin untergebracht und mit Harissa und Ras El Hanout leicht scharf abgeschmeckt... und das Beste, es ist genug für morgen übrig :mrgreen-dance: kein Kochen morgen :applaus: