Beiträge von DerFrechdax

    Hi, es gibt verschiedene Varianten.

    Ich habe es so gemacht, dass ich mit vor zum Gartentürchen gegangen bin, geschaut hab und in beruhigendem Tonfall gesagt habe "Das ist nur die Nachbarin/der Postbote/xy". Immer gleich. Dann bin ich nur aufgestanden, hab in die Richtung geschaut und mein Sprüchlein gesagt. Dann hab ich begonnen, ihn schon vorher abzufangen. Also Hund hört das Postauto, will aufspringen, vorlaufen und bellen, ich stoppe ihn und sage "das ist nur die Post/xy".

    Irgendwann ist man soweit, dass der Hund den Kopf hebt und man sagt seinen Spruch und Hund legt sich wieder ab. Dazu muss man selbst halt recht präsent sein, denn ich muss die Post oder die Nachbarin vor dem Hund hören und auch den Hund im Blick behalten.


    Im Mehrfamilienhaus ist es schwierig, wenn es so hellhörig ist. Eine Mischung aus "Nein!", umlenken und "ich gucke nach, geh du derweil auf deinen Platz" könnte euch helfen. Auch eine Barriere zur Tür zu bauen, mit Welpengitter, Türgitter etc könnte helfen, um Abstand zum Reiz zu schaffen. Wir haben im Garten dazu einen zweiten Zaun gezogen, so dass der Hund nicht bis ganz vorn zum Gartentürchen kann.

    Vielleicht würde es dem Hund helfen, das Schlafzimmer als Ruheraum zu etablieren, und in den Türrahmen ein Türgitter zu klemmen. Und dann die immer gleichen Abläufe, wenn man geht, und der Hund bleibt im Schlafzimmer. Manche lassen auch das Radio leise laufen, wenn sie gehen, so werden Geräusche von außen überdeckt.

    Ich finde das "Du" in den skandinavischen Filmen (und im echten Leben) total entspannend. Am Du sollte es nicht hängen, dass man sich abgrenzt oder Respekt zeigt, finde ich. Mein Vater hat zwar immer gesagt "Es sagt sich leichter "Du A........." als "Sie A........" " :see_no_evil_monkey: Aber wenn ich jemanden duze, heißt das nicht, dass ich denjenigen nicht genauso mit Respekt und Würde behandle. Genauso kann ich jemanden siezen und ihn/sie trotzdem übergriffig behandeln.

    Ich verwende das Sie bei älteren Leuten und Fremden allgemein als Respektserweis und um Distanz zu wahren, die sich viele ältere Leute wünschen. Lasse mich aber gern auch duzen, wenn ich gefragt werde oder es üblich ist (Stall, Hundeschule, Vereine, Firma, Nachbarschaft).

    Als ich einmal als Jugendliche beim frühmorgendlichen Zeitungsaustragen von jemandem in einer dunklen Seitengasse betatscht und belästigt worden bin, hab ich den ebenfalls gesiezt :speak_no_evil_monkey: Hab ihn höflich per Sie gebeten, sofort seine Pfoten von mir zu nehmen, weil ich sonst die ganze Nachbarschaft zusammenschreie. Hinterher fand das meine Mum ganz gut, weil so jeder, der mich gehört hat, wusste, dass ich den Kerl nicht kenne.

    Mit einem Sie kann ich Leute gut auf Distanz halten und ihnen klar machen dass sie nicht zu meinem engen Kreis gehören. Andererseits ist ein Du eine Einladung, jemandem näher zu kommen. In einer Firma dagegen muss man dann andere Wege finden, um sich respektvoll abzugrenzen, besonders, wenn man sich nicht sympathisch ist und sich duzen soll wie alte Schulfreunde. Das finde ich dann tatsächlich auch etwas mühevoll. Bin also auch etwas zwiegespalten :woozy_face:

    Wie ist sie denn sonst so, ist sie eher ein ängstlicher Hund? Was denkst du denn, was könnte für das Nachhause wollen eine Ursache sein? Ist sie sonst auch eher zögerlich, oder eher ein mutiger Zeitgenosse?

    Manche Rassen hassen Regen. Hast du für deinen Hund einen Regenmantel? Der wird hier heiß geliebt und bei starkem Regen geht es ohne nicht mal in den Garten :see_no_evil_monkey:

    Erleichtert es dir vielleicht etwas, wenn es nass ist :relieved_face:

    Wir können ja auch mit neuen Ideen starten, wenn das auf der Liste nicht ausreichend aus der Komfortzone raus ist xD

    Mit dem Jungspund muss ich dann sehen, große Menschenmassen machen ihm Angst, also richtig Angst mit Erstarren und Zittern. Das geht natürlich nicht. Einkaufszentrum, Öffentliche oder Bauernmarkt ist für uns damit raus.

    Aber Tricks und alles mit Geschicklichkeit, oder auf ungewöhnliche Menschen treffen wäre möglich. Ungewöhnliche Menschen dann mit Abstand xD

    Ich fände es auch schön, das eine oder andere zu üben. Ich verlinke euch mal den Beitrag, wo Karpatenköter die Aufgaben in einer Liste gesammelt hat. Suchen wir uns doch einfach was aus, oder fangen bei 1 an, wie es lieber ist :nerd_face:

    Wenn Elias wieder mehr Luft hat, kann er doch supergern dazukommen, oder?

    Was meint ihr? Wer ist dabei?

    So, ich hab mal über Google Docs eine Liste angelegt. Sage und schreibe 35 36 (dank DarFay) Aufgaben sind schon zusammengekommen :D

    Könnt ihr die Liste sehen? =)

    https://docs.google.com/spreadsheets/d…dit?usp=sharing

    Ich nehm mir nachher auch noch mal die Zeit und drösel die Liste in "kleine Aufgaben" und "große Aufgaben" auf. Dann gibt's bei jedem Auslosen eine kleine und eine große Aufgabe, sodass es ausbalanciert ist.

    Weiss grad nicht, ob meine Story hier oder zu den nervigen Hundehaltern passt, ich packe es mal hier rein... hatte gerade ein interessantes Abendessen xD

    Wir haben gerade Platz genommen, fällt mir ein älterer schwarzer Hund (Labbimix?) auf, der allein im Biergarten im Außenbereich herumeiert und ein paarmal in das Restaurant geht und wieder herauskommt. Offensichtlich gehört die Hündin dort hin.

    Okay, solange sie nicht zum ruhenden Jack kommt, passt das soweit. Komisch zwar, nicht jeder Gast mag Hunde und war auch kein Schild, dass da ein freilaufender Hund herummäandert, aber okay. Er war ja eher desinteressiert.

    Dann krieg ich mit, wie sich eine Frau am Nebentisch aufregt wegen einem Hund, ich krieg dann auch mit, warum: Schaut ein stark hechelnder Husky aus der Fahrgastraum eines Wohnmobils raus, das in der prallen Sonne steht, das Fenster vielleicht 10cm weit auf. Es ist echt irre heiß. Nach zweimal nachfragen werden die betreffenden Gäste vom Servicepersonal gebeten, ihren Hund doch bitte dort rauszuholen. Sie und wir kriegen Wasserschüsseln (obwohl Jack gerade vorher frisch gebadet und gesoffen hatte, aber ja, danke, eine sehr nette Geste :smiling_face_with_hearts: )

    Aus dem Womo kommen dann eins, zwei, drei johlende Huskys zum Vorschein :ugly: keineswegs leinenführig, zerren sie ihre Leute hinter sich her. Einer wurde von seinem Besitzer, einem älteren, schweren Mann, um seine Taille gebunden, da er ihn offensichtlich nicht halten konnte, und er ließ sich dann mit einem launigen Spruch auf den Lippen an den Tischen vorbei hinter dem keuchenden Hund herziehen.

    Die Entourage setzte sich wieder, die Hunde an 2m Leinen kreuz und quer um den Tisch herum.

    Hunde unruhig. Sehr unruhig. So unruhig, man könnte meinen, die müssten..... genau :see_no_evil_monkey: :smiling_face_with_sunglasses:

    Nun, die Hunde pieseln also mehrfach, ein Hund läuft auf und ab und setzt sich dann, um einen exorbitanten Haufen neben den Tisch zu setzen. Kurze Erinnerung, wir befinden uns immer noch im Biergarten eines Restaurants :pfeif:

    Großes Palaver, was tun. Ich drücke meinem Mann mitfühlend ein paar Tüten in die Hand, der läuft rüber und reicht sie, Hundehalter müssen ja zusammenhalten. Große Überraschung, man habe das ja gar nicht mitbekommen, dass der Hund da hingemacht hätte (was nicht stimmte xD ).

    Joa, man hob umständlich die Haufen auf und legte die offenen :dead: Tüten an den Rand des Biergartens xD .

    Dann, ein fremder freilaufender Rüde mit einem roten Rückstrahler am Halsband kommt in den Biergarten gelaufen, sieht die drei Huskys, markiert erstmal, schaut zu uns, fängt Jacks und meinen Blick :skeptisch2: :skeptisch2: auf und geht erstmal zu den juckelnden Huskys.

    Der eine, der immer noch am Mann festgebunden ist, wird angespielt und dessen Stuhl neigt sich bedrohlich. Dann Auftritt Huskyhündin, knurrend und fletschend springt sie vor, fremder Rüde trollt sich, markiert und scharrt nochmal ordentlich und wackelt in das Innere des Restaurants. Gehörte offensichtlich ebenfalls dorthin :see_no_evil_monkey:

    Leider war dann unser Abendessen beendet und wir haben bezahlt, sonst hätten wir uns dieses Theater noch ein bisschen angeschaut :lol:

    Jedenfalls 1a Unterhaltung :fear: :ugly: xD

    Spoiler anzeigen

    Derweil im Untergeschoss :herzen1: :

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    Ich versuche mit ihr alles perfekt zu machen und bis dato habe ich denke ich auch einiges richtig gemacht, da sie ein toller gut erzogener und entspannter Hund ist

    Freu dich über eure Erfolge, aber versuche nicht, perfekt zu sein. Der Wille zur Perfektion ist der kürzeste Weg zum Gefühl des Scheiterns, zu Versagensängsten und Unzufriedenheit.


    Die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist die, dass es den Hunden gut tut, ab und zu alleine zu sein. Meine Hunde schlafen dann und erholen sich vom Familienalltag. Als der erste Lockdown war 2020 und plötzlich alle 24/7 daheim, haben meine damaligen Hunde nicht schlecht gestaunt und auch ein bisschen genervt geguckt.

    Gönn deinem Hund die Ruhe, wenn er allein ist. Ihr erlebt ansonsten genug, so dass das ganz gut tun kann, mal niemanden um sich herum zu haben.