Was ich gern mache, wenn einer meiner Hunde zu mir kommt, ist, die Lieblingsstellen zu kraulen. Ich massiere, klopfe ab, kraule, guck dabei in die Öhrchen, befühle die Ballen, derweil leckt der Hund mir den Arm ab. Total meditativ übrigens 
Vielleicht kannst du sowas etablieren, quasi "Körperpflege/soziale Zuwendung" auf hündisch. Wenn dein Hund zu dir kommt und Aufmerksamkeit will. So kommt er runter und entspannt.
Der Knackpunkt ist dann anfangs, jedesmal, wenn der Hund das Knabbern oder Beißen anfängt, ihn ruhig und bestimmt wegzuschieben und mit einem Abbruchkommando (oder ich sage zb mit Grabesstimme den immer gleichen Satz "Nee, das machen wir nicht") die Interaktion zu beenden. Dann abwenden und weggehen. Kommt der Hund hinterher, gehe ich durch ein Türgitter und schließe das und tu irgendwas auf der anderen Seite.
Wichtig ist halt, klar zu kommunizieren, dass Zähne einsetzen unerwünscht ist und wehtut.
Man kann auch aua sagen oder quieken, allerdings stachelt das manche Hunde eher an. Deshalb sag ich meinen Spruch und wende mich ab.
Weil aber meine Hunde schlau sind und gern gekrault und massiert werden (besonders zwischen den beiden Hüfthöckern kurz vor dem Rutenansatz
) hat gerade der Jungspund sehr schnell raus gehabt, dass Zähne einsetzen blöd ist. Und da kommt dann das Anbieten von Alternativverhalten ins Spiel.
Zur Abfuhr von Energie liegen hier auch verschiedene Zergel, Spielzeuge und ein alter Turnschuh herum. Auf den stürzte sich der Jungspund dann, statt in meinen Arm zu schnappen, wenn ich meinen Spruch "Das machen wir hier nicht" gesagt hab und das fördere ich, indem ich ihn lobe, ihn direkt anstachle und mit ihm ein bisschen zergle. Ich achte dann aber darauf, dass er immer gewinnt, so dass er das Zergeln als Erfolg wahrnimmt und gern wieder macht.
Irgendwann versteht dein Hund, dass er sich an seinen Spielsachen abreagieren soll und nicht an dir. Und ja, das wird weniger mit der Zeit.
Stress über den Tag hinweg kann sich anstauen und dann plötzlich entladen. Deshalb ist es auch so wichtig, dem Hund Regenerationsphasen zu gönnen, zb wenn Besuch da war. Oder aber auch, Gelegenheit zu geben, sich mal auszurennen, zb am Fahrrad oder im Freilauf, falls möglich.
So bekommt nicht nur der Hund den Kopf frei 