Hey, bräuchte mal eure Meinung... "mein" Quarterstütchen (RB) ist seit Frühjahr verletzt und wird aktuell nach langer Pause von mir nur piano longiert oder spazieren geführt.
Sie hatte sich verletzt, als sie sich beim Satteln mit Schmackes in den Strick gehängt hat, leider unter meiner Aufsicht. Sie hat sich dabei im Hinterbein einen Muskel gerissen und seitdem eine Schonhaltung angewöhnt.
Ob sie nochmal Gewicht tragen kann... ich bin skeptisch. Der Besitzer ist optimistisch und möchte sie wieder anreiten, aber sie humpelt hinten noch sehr und hat sehr viel eierige Bewegung im Kreuzbein.
Jetzt ist mir im gleichen Stall eine RB auf einem Traum von Pferd angeboten worden. Ruhiges, entspanntes Pferdchen, Besitzer haben nicht so viel Zeit und freuen sich, wenn ihr Pferdchen zusätzlich etwas im Gelände bewegt wird. Ich würde gern zusagen.
Aber: Der Unfall mit dem Quarterstütchen war unter meiner Aufsicht, auch, wenn ich nicht direkt was dafür kann. Ich fühle mich dafür verantwortlich. Gleichzeitig ist das Vertrauen, sie im Gelände zu reiten, eh momentan nicht mehr da, seit sie mich abgebuckelt hatte und ich einen Tag in der Klinik zur Abklärung verbringen durfte. Ich bezweifle, dass sie aktuell je wieder ohne Schmerzen Gewicht wird tragen können und lege natürlich keinen Wert darauf, herauszufinden, ob sie geritten werden kann oder wieder buckelt, wenn ihr was nicht passt. Sie war allgemein eher schwierig, wenn sie ihre 5 Minuten hatte oder irgendwo ein Rascheln war oder so. Man musste schon sattelfest sein bei ihr, und trotzdem bin ich 2x geflogen.
Anyway, ich bin im Zwiespalt. Ich würde gern den ruhigen entspannten Wallach reiten, und meinetwegen das Quarterstütchen bissi betüdeln oder füttern. Beide Pferde regelmäßig versorgen und bewegen werde ich zeitlich nicht schaffen.
Allerdings ist es auch so, dass, wenn ich nicht da bin, das Quarterstütchen halt steht. Zwar auf Koppel oder im Winter auf Paddock in Offenstallhaltung, aber ohne Futter. Füttern müssen immer die Leute, die sich halt kümmern um ein (ihr) Pferd.
Ich möchte nicht einfach ein Pferd ablegen und mich dem nächsten zuwenden, nur weil es jetzt verletzt ist. Ich würde aber halt auch gern mal wieder reiten
Versteht mich hier jemand?
Edit: Beim Durchlesen kommt das alles sehr unemotional rüber. So ist es aber nicht. Ich mag das Stütchen wirklich sehr, und sie mich glaub ich auch. Der Besitzer ist anderweitig sehr eingespannt, deshalb war ich die letzte Zeit ihre Hauptbezugsperson, neben meiner Tochter, die sie an WE an der Hand bewegt.