Beiträge von DerFrechdax

    Sobald sie schneller an uns vorbeireitet, stürmt er los.

    Dann ist der Abstand zu gering. Du musst da ein bisschen gucken, wie viel Abstand er braucht, um noch ruhig und ansprechbar zu sein. Von da kann man sich herantasten im Laufe der Zeit..

    Offensichtlich springt dein Hund auf Bewegungsreize an. Bei Fahrradfahrern hat man nun nicht immer die Kontrolle, aber am Reitplatz kannst du eine wunderbare Trainingseinheit draus machen. Mein alter Terriermix war übrigens ähnlich, Radler und wenn ich am Pferd geritten bin hat ihn total aufgeregt. Haben wir dran gearbeitet und mit Radfahrern war dann wieder gut. Zum Pferd, wenn ich reiten wollte, konnte ich ihn allerdings nicht mehr mitnehmen, das haben wir nie hingekriegt. Der war aber halt schon fast 10, als er hier eingezogen ist.

    Ist übrigens nichts ungewöhnliches, besonders für einen Junghund, da muss ich Mehrhund beipflichten. Da stellt man halt dann ein paar Monate lang die Weichen, und der Hund legt das hoffentlich wieder ab. Tut man nichts, wird das dann anstrengend, weil sich der Hund immer wieder hochschaukelt.

    Ich glaube, du unterschätzt die Dynamik, die bei Hunden entstehen kann, wenn sie im Rudel jagen und in welchen Rausch die geraten können.

    Gerade bei sehr ursprünglichen Rassen kann ich mir das sehr gut vorstellen.

    Sich etwas vorzustellen bedeutet allerdings nicht, dass es auch passiert ist oder passieren kann. Ich kann mir zB vorstellen, dass morgen Geld vom Himmel regnet (Scheine, Münzen wären zu schmerzhaft) und der Weltfrieden plötzlich ausbricht. Wird trotzdem nicht passieren.

    Wie war das mit der Toxizität? :roll:

    Ich kann es mir sehr gut vorstellen, weil ich es selbst erlebt habe. Mit meinem eigenen Hund damals, ein Podenco(Windhund)mix aus dem spanischen Tierheim, ein Jäger vor dem Herrn.

    Der jagte jederzeit, immer am scannen, der haute ab, kletterte einfach über den hohen Zaun, riss sich los, sobald ich mal nicht 100% bei ihm war und der wusste, wo überall in der Nachbarschaft Hasengehege waren, ohne dass ich ihm die gezeigt hätte :ugly:

    Def lief auch auf die Pferdekoppel am Stall, trieb die Pferde herum und hatte da null Problem mit der Größe der Pferde. Hat er genau einmal gemacht.

    Anbinden war auch Essig, der hat entweder die Leine durchgebissen oder den Pfosten ausgebuddelt, an dem die Leine hing. So einen Hund zu sichern und dafür zu sorgen, dass er keinen Blödsinn baut ist eine Lebensaufgabe.

    Selbständige Jäger passen halt schlecht in eine Umgebung, wo es vor Katzen, Eichhörnchen und Kaninchen im Garten nur so wimmelt.

    Behalte nur im Hinterkopf, es gibt Rassen, die sind darauf selektiert den Menschen zu begleiten und sind sehr kompromissbereit. Aber zu diesen Rassen gehört der Husky halt nicht.

    Genau das ist mir auch gerade beim Nachlesen durch den Kopf gegangen. Es gibt Hunde, die sind mit ihrem Menschen zusammen glücklich und zufrieden.

    Haus-und Hofhunde, die darauf selektiert wurden, an der Seite von ihren Leuten zu bleiben, den Hof zu bewachen, Fremde zu melden, Mäuse und Ratten zu fangen und ansonsten liegen die in der Sonne und gucken versonnen.

    Seh ich zwar auch nicht bei 50qm Wohnfläche und 100qm Garten, und melden finden Nachbarn auch nicht immer so pralle.

    Aber für die Zufriedenheit des Hundes wäre es doch gut, sich einen auszusuchen, dem die gegebene Situation gefällt und der gern den Menschen begleitet und sich eng an ihn bindet.


    Alles andere ist Feigheit vor dem Leben.

    Und wie nennst du das, wenn sich viele Menschen hier den Mund fusselig reden, dass ein unabhängiger, lauter Jäger wie ein Husky in deinen Lebensumständen sehr wahrscheinlich nicht glücklich wird, und du partout die Ohren und Augen verschließt vor den Bedürfnissen, die dieser Hund nun mal haben wird?

    Dein Leben aus Vorsicht verschwendet.

    Und was ist mit dem Leben, das ein freiheitsliebender Hund wie ein Husky gern führen möchte? Eingesperrt in einer viel zu warmen Miniwohnung, ohne Rudel, darf ab und zu am Rad zum Einkaufen mitlaufen und dir beim Bogenschießen zusehen und muss ansonsten überall mit hin..... ist sein Leben dann nicht auch verschwendet?

    Nature Trails an. Die gehen mit einem Rudel Huskys unangeleint in den Wald und da passiert exakt gar nichts. Selbst wenn ein Reh auf unter 20m ran kommt. Die Huskys zucken nicht mal. Der Kanal Sixty Formula hat hunderte Videos zum korrekten Aufzug, Erziehung und Umgang mit Huskys. Die Kanäle von Key`ush dem Stunt Dog und Sherpa zeigen, dass Huskys auch ruhig und leise sein können. Im Kanal North Yuki Husky geht es um das Zusammenleben 3er Huskys und wie man die besc

    Wichtig ist, wie diese Hunde gehalten werden. Vermutlich in der Gruppe, mit viel Auslauf, und nicht in einer 50qm großen, geheizten Wohnung mit einem Handtuch als Garten.

    Hunde, die zum arbeiten gezüchtet wurden, sind unausgelastet echt die Pest. Die suchen sich dann dann andere Sachen aus, wo sie sich abreagieren können. Meistens sehr zum Unmut der Halter, die sich einen funktionierenden, sich einfügenden Hund wünschen.

    Ich verstehe den Wunsch nach dem Traumhund durchaus. Ich hatte selbst so einen Hund, der genau so war, wie ich es mir gewünscht hatte. Und auch die Hunde, die nicht so waren, da hab ich halt unser Leben drum herum passend gemacht. Man wächst mit den Erfahrungen, die man macht. Manchmal ist es aber auch zu viel, dann bricht es einem das Herz, wenn man den Hund abgeben muss, weil man keinen anderen Ausweg sieht. Hab ich auch schon erlebt. Schön ist das nicht.

    Du gehst ja null auf die anderen Beiträge ein... Extra, oder übersiehst du die alle? Wie planst du, mit dem Jagdtrieb den Hund mit zum Schießen oder ans Fahrrad zu nehmen?

    Wahrscheinlich weil all diese "was machst du mit einem Husky" Beiträge absolut nichts mit dem Thema dieses threads zu tun haben. Es wurde nicht danach gefragt.

    Er würde sich aber bereit erklären, mir einen dt. Schäferhund zu erlauben, weißt aber auch gleichzeitig darauf hin, dass diese Rasse hohe Ansprüche an die Haltung stellt. Also eigentlich das selbe, womit er den Husky ablehnt. Ich bin ehrlich gesagt auch recht überrascht, da ein Schäferhund ja tendentiell größer wird als ein Husky.


    Was haltet ihr denn so davon

    Naja, die Frage war ja, was haltet ihr davon. So hat halt jeder seine Meinung dazu geschrieben. Warum der Vermieter vielleicht keinen Husky haben wollte.

    Alltag wird sich nicht viel ändern, Hund wird integriert und ggf. der Alltag entsprechend angepasst

    Wenn du dich da nur nicht täuschst. Du setzt vieles einfach voraus.

    Dass der Hund überall mitkann. Dass er beim Bogenschießen dasitzt und dir zusieht, ohne eine eigene Agenda zu verfolgen. Seine eigenen Bedürfnisse nicht lebt, sondern sich deinen anpasst.

    Das kann klappen, es gibt solche Goldstücke, natürlich. Es gibt aber auch Hunde, die nicht in die Schablone passen, die man für sie vorgesehen hat. Ich hab auch so einen hier sitzen, heiß und innig geliebt. Solche Exemplare lassen einen dann wachsen und sich weiterbilden :D