Beiträge von DerFrechdax

    40-kg-Brocken

    Bei meiner 50Kilo Hündin hab ich damals gar nicht angefangen mit Schlepp :hust:

    Gab halt eine 10m Flexi, die sie mir zwar auch mal aus den Fingern gerissen hat, als eine vom Traktor aufgescheuchte Hirschkuh direkt vor uns gequert hat, aber wenigstens stand ich noch und die Finger waren auch noch dran |) Und die hinterherscheppernde Flexi hat dann auch Jungleohundine überzeugt, mit dem Problem lieber zu Mama zu kommen statt weiter hinterherzulaufen xD

    Seit meiner Flug :hundeleine04: erfahrung schwöre ich für große Hunde auf diese wasserfesten Ruckdämpfer für Biothane Leinen. Ich würde für peppige, große Hunde keine anderen mehr verwenden. Diese Ruckdämpfer sind sehr fest, so dass ich Ayu auch direkt daran führen kann und mag wenn es irgendwo eng wird und er in Dendadrübenhauichplatt-Stimmung geraten könnte. An einer langen Schlepp, wo es auf ihre federnde Wirkung ja eben ankommt, federn sie im Ernstfall richtig gut. Leichtere Ruckdämpfer nerven mich eher, auch solche die für große Hunde beworben werden.

    So sehen die die ich meine aus

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    Darf ich fragen, von welcher Firma deiner ist? Ich brauch auch noch so ein Teil =)


    Anekdote zum Thema Schleppleine hab ich im Tierfutterladen im nächsten Ort erzählt bekommen. Frau mit wunderschönem Podenco gewann einen Freiflug, als ihr Hund mit 10m+10m Anlauf in die Schlepp gerannt ist, weil er was gesehen hatte und sie nicht. Ihr Arm fand die Bruchlandung weniger gut geeignet, ganz zu bleiben und ist dann fies gebrochen.

    Allerdings, das muss man sagen, Anekdoten finden sich zu jedem Thema xD Meine Spezialität ist es übrigens, über die Schlaufen der 15m-Schlepp in meiner Hand zu stolpern oder mich mit dem Fuß drin zu verwurschteln, während mein 18Kilo-Hund gerade nach vorne reinrennt. Zieht einem nett den Haxen weg :ugly:  :lol:

    Deshalb bin ich da bei Caissa :nicken: lass dir das zeigen :sweet:

    Trotzdem passiert scheisse nunmal. Wir reden von Tieren, nicht Maschinen. Ich kann auch nicht 100% garantieren das mir niemals ein Pferd durchgeht, egal wie geländesicher es vermeintlich ist.

    Es gibt da auch noch sowas wie Fahrlässigkeit. Aber man kann auch umsichtig führen und Scheisse passiert trotzdem.

    Klar, aber es ist ein Unterschied, ob ich mein Bestes gebe, es gar nicht so weit kommen zu lassen, oder ob ich mit der Schulter zucke und sage "passiert halt".

    Ich kenne auch drei mir persönlich bekannte Hunde im engeren Bekanntenkreis, die bei ihren Ausflügen ums Leben kamen.

    Ein Greyhound hat im Freilauf neben Bahngleisen in der Pampa was Totes auf den Gleisen gefunden, hörte nicht auf den Rückruf und wurde im Schneckentempo von der Bummelbahn überfahren vor den Augen des Halters, der nur leider zu weit weg war.

    Die anderen beiden gehörten einer guten Bekannten, die trotz entsprechender Warnungen es nicht für nötig sah, ihren Garten einzuzäunen. Deren erster Irish Setter ging dann immer auf eigene Faust jagen ("er kommt ja wieder") und lief auf der Landstraße vors Auto. Tot.

    Der zweite Setter rannte Silvester in Panik beim Feuerwerkschauen weg, lief auf die 4spurige Autobahn ein Stück weiter und verursachte einen schweren Unfall. Auch tot.

    Soviel zu "passiert".

    Ich lerne aus solchen schrecklichen Erfahrungen anderer immer. Wie wichtig Gehorsam ist zb, oder dass ich meinen Hund immer sichere, wenn wir wo unterwegs sind, wo es Wild gibt oder Straßen in der Nähe sind (ist hier leider sehr oft, da auch im Ländlichen recht dicht bebaut). So schnell schaut man nicht und ein Hund ist weg, trotz Erziehung und allem, wenn der Trigger groß genug ist.

    Deshalb lese ich auch Erfahrungsberichte hier im Forum immer mit Interesse, weil man hier für sich unheimlich viel mitnehmen und lernen kann.

    Sobald sie schneller an uns vorbeireitet, stürmt er los.

    Dann ist der Abstand zu gering. Du musst da ein bisschen gucken, wie viel Abstand er braucht, um noch ruhig und ansprechbar zu sein. Von da kann man sich herantasten im Laufe der Zeit..

    Offensichtlich springt dein Hund auf Bewegungsreize an. Bei Fahrradfahrern hat man nun nicht immer die Kontrolle, aber am Reitplatz kannst du eine wunderbare Trainingseinheit draus machen. Mein alter Terriermix war übrigens ähnlich, Radler und wenn ich am Pferd geritten bin hat ihn total aufgeregt. Haben wir dran gearbeitet und mit Radfahrern war dann wieder gut. Zum Pferd, wenn ich reiten wollte, konnte ich ihn allerdings nicht mehr mitnehmen, das haben wir nie hingekriegt. Der war aber halt schon fast 10, als er hier eingezogen ist.

    Ist übrigens nichts ungewöhnliches, besonders für einen Junghund, da muss ich Mehrhund beipflichten. Da stellt man halt dann ein paar Monate lang die Weichen, und der Hund legt das hoffentlich wieder ab. Tut man nichts, wird das dann anstrengend, weil sich der Hund immer wieder hochschaukelt.

    Ich glaube, du unterschätzt die Dynamik, die bei Hunden entstehen kann, wenn sie im Rudel jagen und in welchen Rausch die geraten können.

    Gerade bei sehr ursprünglichen Rassen kann ich mir das sehr gut vorstellen.

    Sich etwas vorzustellen bedeutet allerdings nicht, dass es auch passiert ist oder passieren kann. Ich kann mir zB vorstellen, dass morgen Geld vom Himmel regnet (Scheine, Münzen wären zu schmerzhaft) und der Weltfrieden plötzlich ausbricht. Wird trotzdem nicht passieren.

    Wie war das mit der Toxizität? :roll:

    Ich kann es mir sehr gut vorstellen, weil ich es selbst erlebt habe. Mit meinem eigenen Hund damals, ein Podenco(Windhund)mix aus dem spanischen Tierheim, ein Jäger vor dem Herrn.

    Der jagte jederzeit, immer am scannen, der haute ab, kletterte einfach über den hohen Zaun, riss sich los, sobald ich mal nicht 100% bei ihm war und der wusste, wo überall in der Nachbarschaft Hasengehege waren, ohne dass ich ihm die gezeigt hätte :ugly:

    Def lief auch auf die Pferdekoppel am Stall, trieb die Pferde herum und hatte da null Problem mit der Größe der Pferde. Hat er genau einmal gemacht.

    Anbinden war auch Essig, der hat entweder die Leine durchgebissen oder den Pfosten ausgebuddelt, an dem die Leine hing. So einen Hund zu sichern und dafür zu sorgen, dass er keinen Blödsinn baut ist eine Lebensaufgabe.

    Selbständige Jäger passen halt schlecht in eine Umgebung, wo es vor Katzen, Eichhörnchen und Kaninchen im Garten nur so wimmelt.

    Behalte nur im Hinterkopf, es gibt Rassen, die sind darauf selektiert den Menschen zu begleiten und sind sehr kompromissbereit. Aber zu diesen Rassen gehört der Husky halt nicht.

    Genau das ist mir auch gerade beim Nachlesen durch den Kopf gegangen. Es gibt Hunde, die sind mit ihrem Menschen zusammen glücklich und zufrieden.

    Haus-und Hofhunde, die darauf selektiert wurden, an der Seite von ihren Leuten zu bleiben, den Hof zu bewachen, Fremde zu melden, Mäuse und Ratten zu fangen und ansonsten liegen die in der Sonne und gucken versonnen.

    Seh ich zwar auch nicht bei 50qm Wohnfläche und 100qm Garten, und melden finden Nachbarn auch nicht immer so pralle.

    Aber für die Zufriedenheit des Hundes wäre es doch gut, sich einen auszusuchen, dem die gegebene Situation gefällt und der gern den Menschen begleitet und sich eng an ihn bindet.


    Alles andere ist Feigheit vor dem Leben.

    Und wie nennst du das, wenn sich viele Menschen hier den Mund fusselig reden, dass ein unabhängiger, lauter Jäger wie ein Husky in deinen Lebensumständen sehr wahrscheinlich nicht glücklich wird, und du partout die Ohren und Augen verschließt vor den Bedürfnissen, die dieser Hund nun mal haben wird?

    Dein Leben aus Vorsicht verschwendet.

    Und was ist mit dem Leben, das ein freiheitsliebender Hund wie ein Husky gern führen möchte? Eingesperrt in einer viel zu warmen Miniwohnung, ohne Rudel, darf ab und zu am Rad zum Einkaufen mitlaufen und dir beim Bogenschießen zusehen und muss ansonsten überall mit hin..... ist sein Leben dann nicht auch verschwendet?