Naja, warum ein Hund keine Treppen laufen will, kann natürlich viele Gründe haben. Es wäre für mich aber umgekehrt auch kein Indikator, dass diese Rasse unbeschwert auf 50qm Wohnfläche mit Minigarten gehalten werden kann.
Huskys, so wie alle Rassen mit einem bestimmten Zuchtziel/Daseinszweck, blühen erst richtig auf, wenn sie ihre angezüchteten Anlagen ausleben dürfen.
Deshalb dürftest du, Amarandh , an dem Wochenende im November auch glückliche, triebige, aktive Huskys kennenlernen, die sich von ihrer freundlichen Seite zeigen.
Im Rudel gehalten, vielleicht sogar teils draußen, mit rassegerechter Auslastung sind das sicher zufriedene, tolle, gut zu führende Hunde. Ich kenne selbst jemanden, der fährt halt regelmäßig mit dem Sprinter mit seinen Huskys für länger nach Schweden, um dort im Schnee seinen Sport auszuüben.
Meine Leonbergerhündin war zufrieden und glücklich, wenn sie im Schatten im Garten liegen durfte und in der Gegend rumschauen konnte, meine Schäferhündin hat gern mit Blick aufs Türchen gelegen und gewacht, mein Windhundmix hat dagegen gejagt und mich Nerven gekostet wie nur was.
Meine Terrier jetzt sind happy, wenn sie bei mir sein dürfen und aufs Haus aufpassen, der Jungspund geht für sein Leben gern mit zum Stall und begleitet mich dort bei meinen Verrichtungen mit dem Pferd und auf Spaziergängen. Der wirkt dort so glücklich auf mich, dass mir jedesmal das Herz aufgeht.
Die Rasse zeigt mir, was der Hund braucht um aufzublühen und sich optimal entwickeln zu können und alle seine guten Charaktereigenschaften zu zeigen.
Und danach suche ich mir den Hund aus, der zu mir passt. Ich nehme meine Lebensumstände und überlege mir, welcher Hund da gut dazu passt und sich bei mir optimal wohlfühlt.
Hab ich wenig Platz, such ich mir keinen Laufhund aus, sondern was Faules. Gibt es viel Wild, nehm ich keinen passionierten Jäger, usw.
Einen Hund gegen seine Natur in Lebensumstände zu pfropfen, die ihm zuwiderlaufen, ist zwar möglich. Aber der Hund wird nie so glänzen, nie seine guten Seiten so zeigen können wie wenn er optimal für seine Bedürfnisse gehalten wird. Und, es kostet einen Haufen mehr Arbeit. Denn unglückliche Hunde entwickeln jede Menge Macken, die es auszubügeln gilt.
Ich erinnere mich immer mit viel Traurigkeit an den Faden, wo eine Frau seit Kindheit einen Afghanischen Windhund wollte. Ein echter Traum von ihr, den sie sich erfüllt hat irgendwann. Sie hatte noch 2 andere Hunde, an deren Rasse kann ich mich aber gerade nicht erinnern. Weiß jemand, welchen Thread ich meine?
Der Windhund blieb jedenfalls nicht alleine, riss Regale um und randalierte so derbe in der Wohnung, dass sie ihn abgeben musste. Wegen dem Windhund musste sie alle 3 Hunde in Betreuung geben, was dann auch ein finanzielles Problem darstellte. Mir hat das damals so leid getan, aus dem Zeilen der TE sprach so viel Trauer. Sie hatte diesen Traum und der entwickelte sich zu einem echten Albtraum. So kann es halt auch gehen, wenn man sich eine Rasse holt, die nicht zum eigenen Leben passt.