@Cindychill ich wollte nur kurz noch was zu deiner Rechnung dalassen, dass man hypothetisch über einen Zeitraum 3000€ Prämie zahlt und nix davon hat, wenn man nach einem sog. Schadensfall gekündigt wird, also der Versicherungsgesellschaft "Geld in den Rachen geschmissen hat".
Man kann Prämien und Leistung nicht 1:1 gegenrechnen, denn, was du bei Versicherungen absicherst, ist immer das RISIKO.
Also, du möchtest das Risiko, dass dein Hund krank wird, nicht selbst tragen, also übernimmt die Versicherung dieses Risiko für dich, dass dein Hund vielleicht eine teure Behandlung braucht, und du zahlst dafür deine Prämie.
Vielleicht ist dein Hund dann 15 Jahre lang gesund und du zahlst umsonst. Aber das Risiko war abgedeckt, 15 Jahre lang. War der Hund krank und hat teure Behandlungen gebraucht, guckt die Versicherung halt, wieviele "Schäden" sie sich leisten kann. Dafür gibt es Hochrechnungen, denn Versicherungen sind halt, egal wie, doch profitorientierte Gesellschaften. Niemand wird gezwungen, Risiken abzusichern, außer bei der Krankenversicherung für Menschen. Alles andere ist persönliches, eigenes Lebensrisiko.
Auch, wo man hingeht, um ein Risiko abzusichern, spielt eine Rolle. Manche Versicherungen werfen dich nach dem erste Schaden schon raus oder lehnen grundsätzlich erstmal ab und du brauchst jedes Mal einen Anwalt, der deine Rechte durchsetzt. Andere sind kulant und übernehmen Schäden, die gar nicht gedeckt wären. Kommt immer darauf an und spiegelt sich auch in der Höhe der Prämie wider.
Ich persönlich denke mir, ich kann es eh nicht ändern. Ich tu mein Bestes, meine Tiere gut zu versorgen. Wir haben zb nur eine OP Versicherung für beide Hunde. Haben wir noch nie gebraucht, auch bei den Hunden vorher nicht. Aber, das Geld bei einer Magendrehung nicht ad hoc zu haben und den Hund nicht operieren lassen zu können, finde ich einen schlimmen Gedanken. TKV haben wir nicht, weil mein Mann, der vom Fach ist, meinte, dass sich das nicht lohnt. Also zahlen wir Behandlungen lieber aus unserer Tasche.
Und aus diesen Gründen, unter anderen Gründen, die für mich dagegensprechen, hab ich auch kein eigenes Pferd mehr. Es ist mir schlicht auch zu teuer und im Handumdrehen sind 4stellige Summen weg, wenn das Tier eine Kolik hat oder eine Darmverschlingung und in die Klinik muss. Selbst zwei mal bei der RB erlebt, aber der Besitzer konnte sich das leisten.
Das ist halt einfach Fakt, Tierhaltung ist ein Kostenfaktor, und völlig ohne Wertung kann auch die Frage des Geldes ein Grund sein, warum man sich dagegen oder zb nur zur Einzelhaltung oder für eine Kleinrasse entscheidet. Ich kenne Leute, die konnten einen Hund nicht übernehmen, weil ihnen die 34 Euro, die sein Futter gekostet hätte, zu teuer war. Ja, okay, wenn man so ehrlich ist und sich das dann verkneift, da hab ich dann schon Respekt. Besser als andersrum.