Beiträge von DerFrechdax

    Ich persönlich hab kein gutes Gefühl dabei, wenn meine Argumente pro TS (wenn ich welche geschrieben hätte) jetzt als Munition verwendet werden würden, um der Freundin ihre Entscheidung madig zu machen.

    Ich gehe davon aus, dass es bis dato sicher einige Gespräche und Diskussionen bereits gegeben hat. Dann Fremde "ins Boot zu holen", um nach weiteren K.o.-Argumenten zu suchen, finde ich unfair.

    Ich denke immer an innere Nähte, die vor sich hin bluten, und von außen ist nichts zu sehen. Das ist nicht so selten, wie man vielleicht denkt, auch bei Menschen (Kaiserschnitt zb).

    Wurde denn Blut genommen? Entzündungswerte und Hämoglobin wäre mMn wichtig, sowie die Organwerte. Das wird eigentlich in der Klinik als erstes gemacht. Wurde das unterlassen, oder hab ich es überlesen?

    Und, "du denkst", der Hund hat kein Fieber, wurde denn nicht Fieber gemessen? Oder hast du kein Fieberthermometer?

    Bei so einem schlechten Allgemeinzustand würde ich regelmäßig Fieber messen und den Hund nicht aus den Augen lassen.

    Ist er nach der OP vielleicht irgendwo runtergesprungen oder -gefallen? Bett oder Couch oder so?

    Aber wir wollten eigentlich nächstes Jahr zusammenziehen und ich finde dass man solche Entscheidungen dann nicht hinter dem Rücken der Partnerin trifft.

    Ok, sorry, dann ist das aber ein Beziehungsdingens und hat nur sekundär mit dem Thema Hunde zu tun.

    Setzt euch dich mal zusammen und redet offen. Pro und Contra, und hör genau hin, wenn deine Freundin ihre Pro Pudel Argumente verbringt.

    Vielleicht findet ihr einen Kompromiss, der euch beiden gut tut.

    Ich bin einfach enttäuscht, dass meine Freundin, die eigentlich genau so tickt wie ich in fast allen Dingen, mir plötzlich so in den Rücken fällt.

    Nun ja, als freier Mensch darf sie aber schon Entscheidungen treffen, die zu ihr und ihrem Leben passen, oder?

    Nicht jeder möchte ein Überraschungsei mit unklarer Vergangenheit bei sich aufnehmen, ist aber für einen gut gezogenen Hund vom Züchter vielleicht ein sehr guter Platz.


    Vielleicht versuchst du es nicht so persönlich zu nehmen, wenn Menschen anderer Meinung als du sind? Das ist auch Freiheit und Toleranz. Jemanden so sein zu lassen, wie er ist und die Entscheidung treffen zu lassen, die für ihn/sie die richtige ist.

    Bevor hier wieder ein Hund aus VDH Zucht eingezogen ist, haben wir vorher eine Zeit lang Websites und online Anzeigen von regionalen TS-Vereinen beobachtet sowie Tierheime besucht, mehrere Telefonate geführt, uns per Mail beworben und sogar eine Hündin angeguckt, die auf Pflegestelle war.

    Der Knackpunkt war bei uns, dass die Vereine alle das Eigentum am Hund behalten wollten. Ich sollte löhnen, aber der Hund gehörte dann laut Vertrag nicht mir. Ich sollte mehrfach überprüft werden, manche behielten sich unangemeldete Kontrollen vor.

    Deshalb haben wir Abstand genommen davon. Es war einfach bei den TS-Leuten kein Vertrauen da und ich empfand das Gebaren teils als überheblich und mehr gegeneinander statt miteinander.

    Denn, hey, ich wollte einem solchen Hund wirklich eine Chance geben, es hätte passende Kandidaten gegeben. Unsere Hunde hatten es immer schon gut, ich habe viele Jahre Hundeerfahrung. Die Hündin auf Pflegestelle war sogar behindert und hätte wohl höhere medizinische Kosten verursacht, evtl stand eine orthopädische OP im Raum. Wir wären ein guter Platz gewesen. Aber nein, der Hund gehört dem Verein. Nein, der Vertrag wird nicht entsprechend geändert.

    Joa, so wurde das dann halt nichts.

    Vielleicht nützt dir diese Info für deine Argumentation "Pro Tierschutz". Denn, hätte man uns ernst genommen, würde jetzt die kleine Bunny bei uns herumhoppeln statt unseres VDH-Jungspundes.

    Übrigens empfinde ich verantwortungsvolle Hundezucht auch als aktiven Tierschutz. Es werden durch Tests abgesichert nur gesunde Hunde verpaart, die Interessenten gut ausgesucht, oft ein Leben lang begleitet. Der Charakter und das Wesen steht im Mittelpunkt, es soll die Rasse weiterentwickelt und gefördert werden und nicht wild vermehrt.

    Hunde nur zu vermehren, das kann schlimm ausgehen, es können Krankheiten ausbrechen, weil eines der Elterntiere Träger war, ohne dass er selbst krank war, und die Leidtragenden sind dann die Welpen. Oder, Unwissenheit und Unkenntnis des Halters kann der Mutterhündin und/oder die Welpen das Leben kosten, wenn man bei der Geburt nicht weiss, was wann zu tun ist. Züchter besuchen Fortbildungen, um sich genau dieses Wissen anzueignen.

    Kann man also nicht in einen Topf werfen.

    Nein, das finde ich nicht normal. Ich würde den Hund zügigst einem TA vorstellen.

    Hat er Fieber?

    War er nach der OP von Anfang an so drauf, oder ging es ihm erst gut und dann erst später schlechter? Heisst das, dein Hund hat seit 4 Tagen nichts mehr getrunken?