Ich glaube, dass viele Menschen von sich selbst, anderen Menschen und ihren Tieren total entfremdet sind.
Anders kann ich mir das Fehlen von Empathie, Bauchgefühl, Mitgefühl und dem fehlenden Drang, das abzustellen nicht erklären.
Heute darf man alle Naselang jemand einen Crashkurs "wie nähere ich mich einem fremden Hund" oder "Was mache ich in Gegenwart eines Pferdes niemals?" geben. Die Leute sind völlig ahnungslos, was die tierische Natur anbelangt.
Das gleiche gilt dann für Krankheitsanzeichen. Wenn niemand mir beigebracht hat, worauf ich achten muss, muss ich mir dieses Wissen halt aneignen, wenn ich Kinder habe oder Haustiere. Früher hat man sich das von erfahrenen Menschen erklären lassen, heute muss man vielleicht Bücher lesen oder guckt online, wenn man niemanden an der Hand hat.
Leider ist jeder in seiner Blase unterwegs und nicht jeder, der Texte verfasst, hat wirklich Ahnung. So kommt es dann, dass ein Mensch denkt, dem Hund geht es gut, weil er macht ja "Gymnastik", während der Hund sich vor Schmerzen streckt. Oder ist geschockt, dass es keine gesunde Qualzucht gibt.
Lösung habe ich auch keine, außer aufmerksam durchs Leben zu gehen, möglichst viel selbst zu lernen und sich auch mal unbeliebt zu machen, wenn man andere doch auch mal ungefragt auf etwas Gravierendes aufmerksam macht. Kann man ja diplomatisch und nett verpacken.
Und dann grenzt man sich am besten ab, um nicht total verschlungen zu werden, weil alle retten kann man nicht und jeder muss halt vor seiner eigenen Tür kehren und nicht ich vor der der ganzen Straße.