Hi, ich finde,es kommt jetzt viel auf den Hund an. Also, wie sehr er sich von dir führen lässt, wie sehr er dir vertraut, wie er Ansagen von dir akzeptiert. Das erfordert ein bisschen Zeit, denn wie du selbst richtig feststellst, muss deine Bella gerade unheimlich viel schnell lernen.
Ich persönlich würde das Zimmer mit der Riesenratte bis auf weiteres für den Hund zur Tabuzone erklären. Ich würde ein Kindergitter in der Tür befestigen, und betreten darfst nur du (und natürlich Mitbewohner), aber Hund hat draußen zu bleiben. Man kann zu Anfang, wenn man in Begriff ist, den Raum zu betreten, natürlich zb dem Hund eine Handvoll Leckerli oder Futter hinwerfen, damit der beschäftigt ist und das positiv verknüpft, aber die Message sollte sein: Da geh ich in Zukunft nur noch allein rein.
Dann, das Kindergitter wird natürlich nicht bestiegen oder versucht zu untergraben oder zu beschädigen oder sonstwas. Das ist da im Rahmen drin und wird nicht "untersucht" auf seine Festigkeit (einfach auch, weil es einen Labbi nicht wirklich aufhält, das weiß dein Hund aber zu Anfang noch nicht, und es wäre gut, wenn das so bliebe).
Dann, eine dritte Regel, die ich etablieren würde, durchs Gitter wird die Ratte nicht belauert, fixiert oder sonstwie aus der Distanz belästigt. Würde ich konsequent unterbinden und den Hund weiterschicken, wenn er das probiert.
Sich ruhig wo hinlegen würde ich dagegen fördern und loben.
Hast du vielleicht ein Bild von deiner Bella? Es läuft ja viel unter "Labrador" und in Wirklichkeit steckt da ein waschechter Jagdhund drin, der Beute machen will. Wenn du über zb abload oder picr dein Bild hochlädst, kannst du den Link dazu hier einstellen, so dass wir das Bild sehen können.
Es kann sein, dass deine zwei sich soweit ignorieren, dass du mit ihnen hantieren kannst, ohne dass die Ratte im Hund landet. Aber grundsätzlich ist die Gefahr groß.
Ich habe zb zwei Terrier (okay, eineinhalb
) und wir hatten sehr lange in einem großen Außengehege Kaninchen, die sich natürlich bewegt haben und Kau/Nagegeräusche gemacht haben.
Alle zwei wollten die natürlich jeweils zu Anfang killen.
Das gab ein echtes Donnerwetter. Die Kaninchen waren absolut tabu, die wurden nicht mal angeschaut. Meine Hunde sind dann immer so an denen vorbeigegangen:


Hatte ich eins auf dem Arm, wurde ich immer hilfsbereiterweise (
) eskortiert, falls mal eins auskommt (in der Übergangszeit kamen die Hasen früh raus und abends wieder rein). Ich mach mir keine Illusionen, wenn eins mal von meinem Arm runtergesprungen wäre, das wäre sofort totgeschüttelt worden. Freilauf außerhalb des Geheges war natürlich entsprechend ebenfalls völlig unmöglich
Ich kann den Hunden da gar keinen Vorwurf machen - dafür wurden die gezüchtet und selektiert, das ist ihr rassegemäßer Daseinszweck, ihr Instinkt.
Will sagen, manches ist auch je nach Hund zuviel verlangt. Aber, vielleicht bekommt ihr das mit festen Hausregeln, die erstmal unveränderlich sind (zumindest am Anfang und dann je nachdem, wie der Hund kooperiert), hin.
Allerdings gibt es auch Kandidaten, da wird das nie mehr. Wir hatten mal Gäste, die ihren Dobermann mitgebracht haben. Als der durch die Terrassentür unsere Katze gesehen hat, die ihr Abendessen abholen wollte, ist der fast durch die Scheibe gesprungen. Der war so plemplem, das habe ich noch nie erlebt gehabt und seitdem auch nie mehr erlebt. Wir mussten den Rollo überall runtermachen, weil der Hund so im Tunnel war und mir wie ein Riesenflummi durchs ganze Wohnzimmer quer über sämtliche Möbel gesprungen ist.
Bei dem hätte man wahrscheinlich nix reißen können.
Wie das bei deiner Hündin ist, weißt natürlich nur du selbst
Ich wünsche euch sehr, dass ihr zu einem Zusmamenleben findet, mit dem alle zurecht kommen können.