Beiträge von DerFrechdax

    Der jüngere Hund knurrt also den anderen, älteren Hund an, wenn er selbst gestreichelt wird?

    Er versucht dann also, den älteren Hund wegzuknurren?

    Warum ist euch dieses Streicheln nebeneinander so wichtig? Wäre es nicht sinnvoll, beiden Hunden beizubringen, dass sie nur gestreichelt werden, wenn man jeweils den zu streichelnden Hund herruft? Der andere, der "nicht dran ist", hat dann wegzubleiben.

    Ich glaube, ihr müsst da stärker moderieren und solche Konkurrenzsituationen meiden.

    Und wer knurrt, auch wenn er den anderen Hund anknurrt, wird bei mir nicht gestreichelt. Streicheln und sich gegenseitig putzen ist eine Maßnahme, die den Zusammenhalt fördern und stärken soll. Da wird niemand hier weggebissen oder weggeknurrt. Kann der Jungspund das nicht aushalten, muss er weggehen.

    Das mit dem auf den Rücken drehen würde ich lassen. Da scheint eine ungute Dynamik zwischen den Hunden zu entstehen, und das Unterwerfen mit Gewalt verstärkt das Ganze (wie ihr schon gemerkt habt).

    Gibt es noch andere Situationen, wo der jüngere den Ersthund anknurrt oder einschränkt?

    Geht auch mit Katze oder Ratte

    Sogar mit Kindern und frisch gebackenem Kuchen beispielsweise... oder mir selbst und dem Schokivorrat im Schrank :ugly: :lol:


    Impulskontrolle sieht für mich so aus, dass zb beim Gassi eine Katze unseren Weg kreuzt. Und Herr Hund geht nicht hinterher. Da muss ich dann auch nix sagen, weil sowas einfach ein Tabu ist. Wenn dann aber aus einem Kommando gegangen wird, weil der Hund gerade bei Fuß laufen sollte, da ist dann der Gehorsam gefragt.

    Oder beim Kofferraum aufmachen. Das haben wir bewusst ohne ein Bleib Kommando trainiert. Geht die Klappe auf, bleibt Herr Hund bombenfest sitzen, und wenn der Himmel einstürzt. Das ist dann Impulskontrolle. Natürlich im erweiterten Sinne auch Gehorsam, weil er weiss, das darf er nicht.

    Oder, letztes Beispiel, Senior ist noch am Reste seiner Portion fressen und ich lass den Lockenkopf schon rein ins Wohnzimmer. Da sieht dann Impulskontrolle so aus, dass der Jungspund wartet, bis der Senior weggeht, damit er die Krümel aufklauben kann.

    Wenn ich mich irgendwo auf eine Bank setze und ihn Platz schicke und länger sitzen bleiben möchte, wird's unrund.

    Da würde ich ansetzen.

    Ich kenne einen Lagotto, der ist die ersten, sagen wir mal, 3 Jahre echt eine totale Nervensäge gewesen. Immer on, nie Pause. Beim Gassi hab ich 50 Kilo und 10 Kilo Hund (meine) an einer Hand geführt, während an der anderen Hand Signor Lagotto vor sich hin geflummit hat, was mir ganz tolle Handgelenksschmerzen beschert hat.

    Unglaublich. Und ich kenne nur solche mit Hummeln im Hintern.

    Wobei es auch auf gute Zucht ankommt und was man für Charaktere fördern will als Züchter.

    Insofern, der Tipp, das zu üben, bis der Hund wirklich runterfährt und sich hinlegt, ist nicht schlecht.

    Allerdings, das muss man sagen, das wird eine Weile dauern. Denn man geht nicht weiter, wenn der Hund sich hinsetzt und versucht, dich durch Hypnose zum weitergehen zu bewegen. Man ignoriert den Hund so lange, bis er sich von selbst hinlegt. Das kann man dann evtl mit einem Leckerli zwischen die Vorderpfoten geworfen bestätigen.

    Das kommt dann auch wieder auf den Hund an. Manche schnallen es gleich und bleiben schön liegen und legen sich sogar auf die Seite oder den Kopf ab, andere kommen in eine Erwartungshaltung, und du hast wieder einen Hibbel da sitzen, der was von dir will.

    Jedenfalls braucht man für die Übung einen langen Atem. Erst, wenn der Hund entspannt und teilnahmslos liegt, Kopf abgelegt, geht man leise und entspannt weiter, ohne den Hund zu pushen.

    Allgemein könntest du noch gucken, wie du mit ihm umgehst, und ob du durch Training oder Spiel den Hund unnötig hochdrehst. Nichts gegen ein schönes Spiel, aber der Hund sollte ein "Schluss"-Kommando kennen, wo er dann wieder normal wird und die Aufregung loslässt.

    Ihr Lieben!

    Ich lese immer wieder den Ausdruck "Frustrationstoleranz", und habe versucht, mich im IN darüber schlau zu lesen - leider verstehe ich es nicht (zu kompliziert für mich geschrieben).

    Kann mir jemand mit einfachen Worten erklären, was damit gemeint ist?

    Danke und LG

    Beispiel:

    Rüde sieht anderen Rüden und möchte ihm eine runterhauen. Darf er nicht.

    Geringe Frustrationstoleranz sieht dann so aus, dass du ein Hampelmännchen an der Leine hast, das Zeter und Mordio brüllt oder einen Bissen von deinem Arm oder Bein nimmt.

    Hohe Frustrationstoleranz bedeutet, dein Hund schluckt es, dass er sich nicht daneben benehmen darf, auch wenn er am liebsten was auch immer veranstalten wollen würde, und er läuft brav neben dir weiter her.

    Oft geht auch Impulskontrolle damit einher, die gefordert ist.

    Beispiele zb hier:

    https://www.martinruetter.com/erftstadt-berg…ranz-beim-hund/

    Aber meiner Meinung nach muss der Hund genau in den Situationen trainieren, die ihn triggern. Sprich der muss in enge Menschengruppen, muss angesprochen werden und du musst lernen, ihn da im Gehorsam zu führen

    Puh, da wäre ich persönlich vorsichtig. Niemand hier weiß, welche Motivation der Hund hat. Territorialverhalten, Ängste, falsche Verknüpfung von irgendwas, oder reizt ihn die Bewegung, möchte er massregeln, steckt mangelnde Führung dahinter... das ist alles unklar.


    Zudem muss man genau das richtige Maß finden, dass der Trigger nicht zu stark ist und der Hund entspannen kann und sich somit gewöhnt. Ist der Hund entspannt, kann man dann die Übung beenden.

    Nach meiner Erfahrung ist man meist zu ungeduldig, bringt den Hund in Situationen, die ihn überfordern, will zuviel auf einmal, und wenn der Hund das unerwünschte Verhalten zeigt, bestätigt man schnell dummerweise das Falsche oder deckelt, schimpft den Hund, und der Hund verknüpft dann das Verkehrte.

    Solche Versuche würde ich ausschließlich mit eine/m Trainer/in machen, der den Hund kennt und wirklich gut einschätzen kann.

    Man darf nicht vergessen, dass gerade junge Lagotti echte Wirbelwinde sind und ein kleines bisschen stur. Die spulen sich schnell hoch und sind dann nicht immer so empfänglich für das, was dann der Mensch von ihnen will. Ein bisschen wie Terrier =) in der Lightvariante. So scheint es mir zumindest :ugly: xD

    Hat jemand eine Empfehlung für ein Haarschneidegerät. Für die Zweibeiner, nicht für Hunde. :upside_down_face:

    Meine Männer weigern sich seit Jahren einen Friseur von innen aufzusuchen und ich muss jedes mal ran. Nun hat meine Maschine gestern endgültig Ihren Geist aufgegeben und diesmal wollte ich mir etwas vernünftiges zulegen, da doch alle drei regelmäßig zum Schneiden zu mir kommen.

    Aber da gibt es gefühlt unendlich viele und ich kann mich nicht entscheiden.

    Wir haben eine von Philipps, die seit vielen Jahren regelmäßig meinen Mann "beschert". Die hat um die 40 Euro gekostet, meine ich, und hält schon ewig. Um Gegensatz zur Schermaschine vom Hund, die bisher kaum im Einsatz war, ziemlich neu und nun schon das zweite Mal in Reparatur, obwohl sie über 200€ gekostet hat.

    Ich bin nah dran, dem Lockenkopf auch so eine Billigheimer Maschine für Menschen zu besorgen :omg:

    Es ist so das Luna letztes Jahr eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte. Dadurch mussten wir das Futter wechseln. Low fat, dazu kamen Allergien, Beim Ta wurde ein großes Blutbild gemacht.

    Sie ist auf fast alles allergisch. So dass wir auf Insektenfutter umgestiegen sind.

    Dadurch kamen Unverträglichkeiten, deswegen habe ich eine Ernährungsberaterin hinzugezogen, die sich das alles angesehen hat - Ausschuss Diät es vielleicht das falsche Wort sie verträgt Hühnchen und Reis gut. Nach und nach kommen Zusätze dazu, um zu gucken, worauf sie allergisch reagiert …

    ja den Reis matschig gekocht.

    400ml ca passen in die Schüssel - sie trinkt vill etwas über 200ml. Werden es heute messen, haben heute Nachmittag aber noch vorsichtshalber ein Ta Termin, da sie auch das Futter nur bis zur Hälfte gefressen hat. Ich mach mir direkt wieder Sorgen und hoffe das sie nicht wieder ein Bauchspeicheldrüsenentzündung, Schub hat. :crying_face:

    Ich würde auch im Kot die Elastase messen lassen.

    Unser Hund hat EPI, und wir haben eine ähnliche Odysee durch wie ihr, auch mit Insektenfutter, Morosuppe, Haferschleim, Futterberatungen etc.

    Begonnen hat es zuerst mit Giardien, dann vermutlich eine BSD Entzündung, dann folgend Unverträglichkeiten, Erbrechen, Durchfälle, sehr viel Kotabsatz in großer Menge usw.

    Bei uns war die Elastase so niedrig, dass die Diagnose EPI klar war.

    Unser Hund nimmt seitdem Enzyme vor dem Fressen und alles hat sich normalisiert. Er bekommt ein IBD Futter, IBDerma von Lupovet.

    Es gibt auch eine Website dazu, google mal IBD und IGOR Hund. Dort findest du weiteres Wissen.

    Ich vermute, das vermehrte Saufen ist nur die Spitze des Eisberges bei euch.

    Wurden die Nierenwerte mal gecheckt? Auf Gebärmutterentzündung, wenn sie intakt ist, kann man natürlich auch nachschauen lassen. Alles Gute heute beim Vet.

    Für mich ist das Training und die Beziehung zu meinem Hund wichtiger. Ein MK ist für mich so, dass ich die Situation bereinige ohne die Ursache zu bekämpfen

    Das Problem ist, du kennst die Ursache nicht. Du weißt nicht, worauf dein Hund anspringt.

    Dein Hund kann territorial veranlagt sein, schau mal, ob die Vorfälle damit zusammenhängen könnten, dass er "seins" verteidigt. Dazu gehört das Auto, der Arbeitsplatz (Schreibtisch), Fahrradanhänger, Körbchen, Garten, Haus...

    Sowas kann man nur umlenken, nicht wegtrainieren.

    Dann, bei meinem Hund spielt es eine große Rolle, wieviel Abstand jemand wählt, ob er angeschaut wird, angesprochen, wie die Körpersprache ist, defensiv oder offensiv, bedrängend.

    Ich persönlich denke immer für meinen Lockenkopf mit. Ich hab ein Auge auf die Umgebung um ihn herum, sehe Trigger und umschiffe sie elegant :smile: .

    Bei Kindern hab ich zb immer die Bewegungsdynamik im Kopf.

    Ich hab ein Augenmerk auf Menschen, die anders gehen, aussehen, sich bewegen oder reden als andere. Kinderwägen, plärrende Babys, Skateboardfahrer, Rollstuhlfahrer etc oder auch Menschen mit besonderem Kopfschmuck oder besonders wallenden Klamotten.

    Je nachdem wie sich mein Hund zeigt, geht er auf Kommando hinter mich, wird abgelegt, geht auf seine Decke, oder ich sage zu ihm ganz freundlich, dass wir da mal ein Stück weggehen. Oft sage ich ihm auch in neutralem, positiven Ton, was er da sieht, wenn er angespannt ist, weil zb ein Rollifahrer uns recht dicht passiert. Oft reagiert er damit mit Entspannung, wedeln, vorsichtigem hinschnuppern. Das lobe ich natürlich :applaus:

    Maulkorb, den kennt mein Hund, allerdings ist er mit Maulkorb unruhig und gestresst. Er findet den einfach blöd. Deshalb habe ich ihn zwar manchmal mit, versuche aber die Situationen mit Abstand oder Umlenken bzw Gehorsam zu entspannen.

    Und es gibt Situationen, die schafft mein Hund gar nicht, das versuche ich auch gar nicht mehr. Zb Einkaufszentrum, Innenstadt oder Läden, das geht weder mit noch ohne Maulkorb, weil ich dann ein zitterndes Häufchen Elend an der Leine habe. Muss ich nicht haben, lass ich deshalb.

    Wichtig ist, seinen Hund gut einzuschätzen, was schafft er, was nicht, wo muss ich lenken und anleiten, wo muss ich eingreifen, was kann ich laufen lassen, wo lobe ich, wo korrigiere ich, wo muss ich meinen Hund schützen und Leute abblocken. Das braucht optimales Timing.


    An meinen Hund kommt niemand hin, außer, er sucht selbst den Kontakt. Das kommt vor, und ich lobe dann ruhig und freue mich. Aber Überfälle à la "was bist denn du für ein Hübscher *Tätscheltätschel*" finden hier nicht statt, dafür sorge ich.