Beiträge von DerFrechdax

    Es gibt auch Menschen, die ihren Hund grundsätzlich lieber rechts führen.

    Ja, ich, weil links meistens die Straße ist, wo Autos und Radfahrer viel zu nah am Hund vorbeirauschen und in 99% der Fälle die Leute, die mir entgegenkommen, von mir aus gesehen links mir entgegenkommen. Also nehme ich den Hund immer rechts und weiche selbst nach rechts aus. Sehr selten führe ich links, nämlich dann, wenn wir nicht den rechten Gehsteig benutzen, sondern quasi "verkehrt" auf dem linken Gehsteig den Autos entgegen laufen. Und natürlich, wenn mein Hund sonst zu nah an jemand fremden wäre. Er kann beide Seiten neben mir laufen, kennt jeweils ein Kommando dazu.

    Radfahrer schleichen sich gern ohne Klingeln in einem Affenzahn von hinten an und rauschen dann an uns vorbei. Der Hit war, ich mit Pferd links geführt, der Hund lief rechts vor mir an der langen Flexi, und ich drehte mich wirklich immer sehr viel um und scanne die Umgebung. Plötzlich seh ich rechts von mir einen Schatten. Ruf schnell den Hund her, der Radfahrer sieht im letzten Moment die Gurtflexi und macht einen Schlenker um den verdutzten Hund herum. Und schon war er vorbei...

    Das hätte gewaltig in die Hose gehen können.


    Mit Tieren hast du halt wegen der Gefährdungshaftung immer erstmal den Schwarzen Peter. Ist einfach so, ähnlich wie beim Auto fahren. Dessen bin ich mir bewusst und versuche maximale Rücksicht auf andere zu nehmen und für andere mitzudenken. Letztlich ist man ja selbst auch derjenige, der davon profitiert, wenn Spaziergänger, Reiter, Gassigänger, Radfahrer und Jäger gut miteinander auskommen. Aber klar, Idioten gibt's überall.


    Und zum Ausgangsthema mit der Situation, dass die Frau plötzlich eine Stein werfen will, meine Hunde kommen so gut wie nie an Fremde hin. Egal, ob meine Hunde jetzt Leute mögen oder aktuell eher distanziert sind. Ganz selten hab ich meine Hunde bisher streicheln lassen, wenn Menschen sehr nett gefragt haben und der Hund das ok fand. Es kann so schnell das Blatt sich wenden und dann ist man der Dumme.

    Hatten wir hier nicht so einen Faden mal, wo ein Hund angelockt worden war und dann wurden rechtliche Schritte angedroht, weil die Frau sich bedroht gefühlt hatte? Und die Jacke wäre kaputt oder so? Irgendwie so ähnlich war das. Nene, da hab ich keine Lust drauf.

    Hi, mir scheint, du hast deinen Hund sauer gemacht und dem ganzen Futterthema eine sehr große Wertigkeit gegeben (die es bei einemLabbi eh schon hat)

    Das wird sehr lange dauern, bis das behoben wird und kann immer wieder getriggert werden, zb wenn ihr Nachwuchs habt und der krabbelt zum Napf.

    Ich würde das Setting verändern. Also die Näpfe umstellen, den Auslauf abbauen oder evtl woanders aufbauen, vielleicht mehr mit Türgittern arbeiten. Vielleicht ein paar räumliche Änderungen vornehmen.

    Und dann, Napf abstellen, umdrehen und ohne den Hund anzuschauen, den Raum verlassen. Tür(gitter) zu und warten, bis der Hund am Gitter erscheint und Bescheid gibt, dass er fertig ist. Und das für immer.

    Ich habe so angefangen, dass er versteht „Wenn sie in meiner Nähe ist, muss ich nicht weglaufen, sie hat sogar was Besseres“.

    Ich glaube, bei ihm kam an "Wenn sie in meiner Nähe ist, hab ich Stress, Konflikte, nie kann ich in Ruhe fertig essen, dauernd will sie was von mir." =)

    Wir haben nur paar kleinere Themen wie eben Futterneid noch.

    Das hat auch mit Vertrauen, Respekt und Gehorsam zu tun. Ich persönlich finde das jetzt kein sooo kleines Thema.

    Wie du richtig erkannt hast, muss man jederzeit in der Lage sein, dem Hund was potenziell Schädliches wegzunehmen.

    Ihr hattet bisher die verkehrte Strategie und habt am Existenziellen herumgeübt, was den Hund unter Stress gesetzt hat.

    Wenn etwas Ruhe eingekehrt ist rund um das eigentliche Futterthema kann man nochmal schauen, wie man das aufbaut mit dem Kauteil. Ist der Hund grundsätzlich satt und zufrieden, weil er seinen Napf in Ruhe leeren kann, hat man nochmal eine andere Ausgangsbasis für Trainings mit Abgabe von Kauteilen/Spielzeug oder Warten auf Freigabe.

    Da kann man auch erstmal draußen üben, dass er das Teil zb abgibt und danach fressen darf oder erst nach Freigabe frisst oder sogar erst (vorher sichtbar versteckt) suchen muss, bevor er es in Ruhe fressen darf. Schleppleine dabei nicht vergessen, entweder am Hund oder am Kauteil :pfeif: xD

    Wie empfindest du denn das, was hier jetzt so an neuer Information auf dich einprasselt? Kannst du dich damit anfreunden?

    Es kam ja schon raus, dass das Verhalten deines Junghundes nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern im Kontext mit eurem Verhalten gesehen werden muss. Das ist immer so, Mensch und Tier ist immer im Fluß, kommt ein neuer Mensch oder ein neues Tier dazu, muss sich das System neu austarieren, weil neue Dynamiken entstehen und sich manches verschiebt.


    Geht ihr denn in eine Hundeschule? Vielleicht täte es eurem Junghund gut, für ihn was Neues zu suchen, wo er neue Eindrücke sammelt und im Team mit euch neue Inhalte lernt. Sowas ist auch gut für die Bindung und das Vertrauensverhältnis.

    Ich mach oft getrennt was mit meinen Hunden, das tut beiden immer sehr gut. Besonders, wenn es sehr unterschiedliche Typen sind, haben beide davon etwas. Der eine hat Neues, das er lernen und erkunden kann, der andere seine Ruhe, die er braucht.

    Nur so als Gedankenanstoss :hugging_face:

    Ich seh da schon eine Drohung in der Streichelsituation. Und zwar an die Adresse des älteren Ersthundes.

    Auch im Video, wo sie liegen, der jüngere vorn, begrenzend, checkt auch gleich ab, was Herrchen/Frauchen will, als die Kamera kommt.

    Fiddelt, ist sofort on und aufgedreht, uuuh, Leute, jemand beschäftigt sich mit mir, Party!!!

    Da müsste Ruhe rein, und ich glaube, der Kleinere hat sich schon eine ziemlich feste dominante Position ausgebaut im Verhältnis zum Ersthund. Das ist für den Ersthund unschön, der fällt vielleicht hinten runter, wenn man das nicht einbremst.

    Ist aber auch evtl entwichlungsbedingt, in der Pubertät entwickeln Jungrüden gern mal Allmachtsphantasien. War hier auch so, und ich musste den Jungspund teils ordentlich einbremsen, damit der Senior nicht leidet unter seinem Verhalten.

    Gehört halt dazu, wenn man mehr als einen Hund hat. Immer die Dynamik der Hunde untereinander auch im Auge behalten :ka:

    Die Hunde haben Stress, in einem Video schüttelt sich einer den Stress aus dem Fell.

    Solche Situationen würde ich in Zukunft unbedingt vermeiden.

    Im letzten Video droht der rechte Hund, er macht sich steif, fixiert, knurrt. Zwischendurch züngelt er deeskalierend, was mMn auf Unsicherheit hindeutet. Der linke Hund schaut hilfesuchend zum Menschen, aber der weist den Frechling nicht zurecht.

    Oder ist das ok, wenn Kind den Hund füttert und dabei sitzt?

    Das Ding ist, sobald ich oder jemand anderes sich da hinsetzt und schaut, meldet man Interesse an.

    Wer mehrere Hunde hat, sieht das öfter. Einer oder mehrere sind schon fertig, einer frisst noch. Und dann geht einer zum noch Fressenden hin und setzt sich hin. Oft deeskalierend mit abgewandtem Blick, je nach Frechheit aber auch mit zugewandtem Blick.

    Der Fressende droht dann häufig, manchmal nur ein Lefzenheben oder kurz erstarren, manchmal ein Grollen.

    Setzt sich also dein Kind dazu oder greift gar in die Schüssel, ist das aus Sicht des Hundes grob übergriffig. Noch sitzen da zwei Kleinkinder, ein hündisches und ein menschliches.

    Da euer Hund aber wesentlich schneller reifer und erwachsener werden wird, wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo der Hund sich gestört fühlen wird und dann das Kind "korrigiert", zb durch abschnappen. Das sind dann die Momente, wo Eltern aus allen Wolken fallen, weil, "hat er ja noch nie gemacht".

    Deshalb würde ich das dem Kind von Anfang an beibringen, dass der Hund nicht gestört wird, wenn er frisst, säuft, seine Geschäfte macht oder ruht.

    Super, dass ihr euch Gedanken macht und hier nachfragt :bindafür:

    Ja, gut, dann verstehen wir das Schlusskommando unterschiedlich.

    Bei mir wende ich mich ab, das bedeutet, jetzt ist die Interaktion zu Ende. Ich brauch inzwischen dazu kein verbales Kommando mehr.

    Egal, ob ich gekrault hab, gezergelt, Ball geworfen, damit ist dann vorbei und ich mach anderes, meine Hunde wenden sich dann auch anderem zu und fordern nix ein.

    Ein Schlusskommando bedeutet hier einfach Feierabend. Bei dir heisst es, die Interaktion geht weiter, nur wird dann halt gekrault. Das hab ich mit Schlusskommando nicht gemeint.

    Was passiert denn, wenn du wirklich sagst, jetzt ist Ende? Akzeptiert dein Hund das und gut is?