Für mich ist das Training und die Beziehung zu meinem Hund wichtiger. Ein MK ist für mich so, dass ich die Situation bereinige ohne die Ursache zu bekämpfen
Das Problem ist, du kennst die Ursache nicht. Du weißt nicht, worauf dein Hund anspringt.
Dein Hund kann territorial veranlagt sein, schau mal, ob die Vorfälle damit zusammenhängen könnten, dass er "seins" verteidigt. Dazu gehört das Auto, der Arbeitsplatz (Schreibtisch), Fahrradanhänger, Körbchen, Garten, Haus...
Sowas kann man nur umlenken, nicht wegtrainieren.
Dann, bei meinem Hund spielt es eine große Rolle, wieviel Abstand jemand wählt, ob er angeschaut wird, angesprochen, wie die Körpersprache ist, defensiv oder offensiv, bedrängend.
Ich persönlich denke immer für meinen Lockenkopf mit. Ich hab ein Auge auf die Umgebung um ihn herum, sehe Trigger und umschiffe sie elegant
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Bei Kindern hab ich zb immer die Bewegungsdynamik im Kopf.
Ich hab ein Augenmerk auf Menschen, die anders gehen, aussehen, sich bewegen oder reden als andere. Kinderwägen, plärrende Babys, Skateboardfahrer, Rollstuhlfahrer etc oder auch Menschen mit besonderem Kopfschmuck oder besonders wallenden Klamotten.
Je nachdem wie sich mein Hund zeigt, geht er auf Kommando hinter mich, wird abgelegt, geht auf seine Decke, oder ich sage zu ihm ganz freundlich, dass wir da mal ein Stück weggehen. Oft sage ich ihm auch in neutralem, positiven Ton, was er da sieht, wenn er angespannt ist, weil zb ein Rollifahrer uns recht dicht passiert. Oft reagiert er damit mit Entspannung, wedeln, vorsichtigem hinschnuppern. Das lobe ich natürlich 
Maulkorb, den kennt mein Hund, allerdings ist er mit Maulkorb unruhig und gestresst. Er findet den einfach blöd. Deshalb habe ich ihn zwar manchmal mit, versuche aber die Situationen mit Abstand oder Umlenken bzw Gehorsam zu entspannen.
Und es gibt Situationen, die schafft mein Hund gar nicht, das versuche ich auch gar nicht mehr. Zb Einkaufszentrum, Innenstadt oder Läden, das geht weder mit noch ohne Maulkorb, weil ich dann ein zitterndes Häufchen Elend an der Leine habe. Muss ich nicht haben, lass ich deshalb.
Wichtig ist, seinen Hund gut einzuschätzen, was schafft er, was nicht, wo muss ich lenken und anleiten, wo muss ich eingreifen, was kann ich laufen lassen, wo lobe ich, wo korrigiere ich, wo muss ich meinen Hund schützen und Leute abblocken. Das braucht optimales Timing.
An meinen Hund kommt niemand hin, außer, er sucht selbst den Kontakt. Das kommt vor, und ich lobe dann ruhig und freue mich. Aber Überfälle à la "was bist denn du für ein Hübscher *Tätscheltätschel*" finden hier nicht statt, dafür sorge ich.