Beiträge von DerFrechdax

    Wir hatten heute den ersten wirklich total entspannten Ausritt, seit wir uns kennen, der Paintwallach und ich :smiling_face_with_hearts:

    Bisher war er doch leicht aufgeregt, hatte den Kopf ab und zu oben, ist hin und her geeiert, lauter so Sachen, woran man merkt, man hat sich noch nicht eingegroovt.

    Was uns supergut getan hat, war der Unterricht. Speziell die Übungen zum Gleichgewicht, sich an den Zügel randehnen, Figuren reiten, das hat ihm so geholfen.

    Heute lief er das erste Mal im Schritt fast komplett am langen Zügel, ohne dass ich ihn ständig korrigieren musste, ließ sich mit Gewicht gut lenken, hat ganz oft abgeschnaubt, den Kopf schön fallen lassen.

    Die Übergänge in andere Gangarten sind sauberer, er ließ sich super kontrollieren und war nie zu schnell, er lief an irgendwelchen Tonnen, einer Wildschweinfalle, einem Hänger im Wald super vorbei. Wirklich tipitopi :herzen1: Hat so Spaß gemacht, und Sonne hatten wir auch :cuinlove:

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    Ich hoffe, ich darf den Buben noch ganz lang reiten :herzen1:

    Ich bin halt oft alleine unterwegs. Und manchmal hab ich Situationen, wo ich auf eine Toilette muss, irgendwohin muss, wo die Hunde nicht mit können. Dann müssen sie davor warten 🤷‍♀️ sonst müssten sie halt daheim bleiben

    Ich finde das echt toll, dass deine Hunde das können, sehr bewundernswert. Ganz ohne Ironie, einfach toll. Das sagt ja auch viel über die viele Arbeit aus, die da drin steckt und dem Willen der Hunde, zu gehorchen ohne auf dumme Ideen zu kommen :partying_face:

    Ich glaube, bei mir liegt das Problem eigentlich "nur" darin, dass ich so viele Leute kennengelernt habe, wo der Gehorsam eher so auf Show ausgelegt war und in Wirklichkeit, wenns drauf ankam, nicht viel davon vorhanden war. Der coole Dude mit dem entspannt freilaufenden Hund, der in sämtliche Kinderwägen reinschaut in der Stadt, schaut halt auf den ersten Blick besser aus als die Tante, die anleinen muss, damit ihr Hund sich nicht selbständig macht und niemanden anbettelt oder anschnuppert.

    Je öfter man so Leute getroffen hat, umso weniger Vertrauen hat man, dass die Hunde wirklich im Gehorsam stehen und da auch wirklich liegen bleiben. Das wandelt sich einfach viel zu oft in "Das hat er ja noch nie gemacht!"-Momente.

    Aber Hut ab, dass deine Hunde das können. An sich find ich das super.


    In der Hundeschule haben wir das auch geübt, aber im Park. Hund auf Decke abgelegt und weggegangen (mit Schlepp gesichert), mit Passanten, Ablenkungsmanöver etc. Hat Jack toll gemacht.

    Leg ich für ihn meine Hand ins Feuer? Äh. Ne. :partying_face: :lol:

    Nachtrag: unsere Beiträge haben sich überschnitten, ich hab deinen erst gesehen, als ich abgeschickt hatte. Ich hab meinen Beitrag allgemein gemeint, und das "du" war nicht auf dich persönlich bezogen.

    Wenn es bei euch so gut läuft, freut mich das :hugging_face:

    Freilauf, Beispiel Jack.

    Er läuft schon ab und an frei, er kommt auch auf RR fast zu 100%, aaaber, er kommt auch mal erst, nachdem er sich vorher die fremden Leute weiter vorn zwar aus der Distanz, aber halt angeschaut hat. Oder nachdem er ausgiebig durch die Matschpfütze gerannt ist oder durch den Matschegraben (was er nicht darf, und das weiß er).

    Sprich, ist da was, was ihn in dem Moment mehr reizt, geht das vor.

    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das wäre, würde er Wild sehen. Und wir haben das hier leider oft, dass du wo läufst, und plötzlich springt aus einem Gebüsch eine ganze Rehfamilie, die du vorher weder sehen noch hören konntest und rennen dir vor der Nase hin und her.

    Das haut ziemlich sicher dem Jungspund die Sicherungen raus, und ich war um jedes einzelne Mal froh, wo ich die Flexi dran hatte (im Freilauf ist uns noch nie Wild begegnet) und wir erfolgreich an der Ansprechbarkeit arbeiten konnten, weil "DAAAA! REEHEEEEE!!" *Jack im hektischen Hüpfmodus*


    Ich hab auch inzwischen weitgehend die Hoffnung begraben, dass sich da noch was ändert, obwohl, wer weiss, wir üben natürlich weiter mit Schleppleine, und er ist ja erst 2.

    Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich ihn nicht so easy laufen lassen kann, wie ich es mit meiner Leohündin konnte. Wobei die auch circa ein halbes Jahr vor ihrem Tod plötzlich entdeckt hatte, dass es mehr Bock macht, einem Reh nachzurennen als brav zu Mama zu kommen. Gab halt dann auch Leine.


    Je nach Hund schraubt man halt die Erwartungen hoch oder runter. Das ist überhaupt kein Gradmesser, ob ich glücklich bin mit meinem Hund.

    Ich seh ja, was er mir anbietet, und was er leisten kann. Wenn der Hund mir 100% gibt, ohne wenn und aber, aber das Jagdthema einfach nicht schafft, dann nehm ich das, was er schafft und bin glücklich.

    Ein anderer Hund kann mir mehr geben oder was anderes, Sammy zb hat sich direkt vom Hasen abrufen lassen und nie gejagt. Dafür hat er immer gebellt, wenn Besuch kam und hatte zu Anfang ein Thema mit Radfahrern..

    Dass der eine dem Reh hinterherginge und der andere nicht, ist nicht allein mein "Verdienst" oder "Verschulden", sondern Typsache und auch altersbedingt. Und natürlich könnte ich Anti-Jagdtraining mit Jack machen, vielleicht mach ich das sogar noch.

    Aber bis dahin hab ich auch kein Ding damit, ne Flexi oder Schlepp dranzulassen und nur punktuell abzuleinen. Das bewertet weder den Hund noch mich noch unsere Beziehung, und ob andere ableinen können oder nicht, hat mit uns erstmal wenig zu tun. Hauptsache, der Rest passt für uns.

    Normalerweise regelt das die Versicherung. Hat sie den Vorfall gemeldet? Das sollte sie schleunigst machen.

    Versicherungen haben gute Anwälte, da braucht deine Freundin sich nicht privat zu belasten.

    Wir hatten mal einen Vorfall, da kam über ein Jahr später ein Brief vom Anwalt.

    Die Versicherung hat von uns eine Stellungnahme verlangt, den Ablauf, wie von uns geschildert, dem Anwalt entsprechend formuliert und ein Angebot über Schmerzensgeld gemacht. Das wurde direkt ausgezahlt und der Vorgang war erledigt.

    Auch wenn, wie in unserem Fall, der Geschädigte selbst schuld war, als Tierhalter gilt generell die Gefährdungshaftung und eine Regulierung zu Gunsten des Geschädigten wird immer erfolgen.

    Das finde ich einen sehr wichtigen Tipp!

    Wenn deine Freundin eine Hundehaftpflichtversicherung hat (sie hat doch eine, oder?), soll sie dort schnellstmöglich den Vorfall melden, die Sache schriftlich schildern (gibt Schadensmeldungsformulare dafür oder vielleicht sogar online), und die Versicherung schaut dann, was Sache ist.

    Die Dame muss ihre Vorwürfe belegen können, ungerechtfertigte Ansprüche werden, auch mit Anwälten vor Gericht, von der Versicherung abgewehrt.

    Das wäre meine erste Amtshandlung, mich dort beraten zu lassen. Dann kann man sehen, ob man noch zusätzlich tätig wird (zb eigene Anzeige wegen Verleumdung o.ä.), aber immer in Absprache mit der Versicherung. Falls man eine hat.

    Das mit Couch und Bett würde ich deshalb streichen, weil der Hund offenbar nicht weiss oder nie gelernt hat, wie eine positiv gestaltete Kontaktaufnahme eingeleitet und gestaltet wird.

    Da wird wie ein Baby geknabbert und gelutscht und oral "erkundet" und frech mit der Pfote getatzt, und gibt es Gegenwind (noch dem was du geschrieben hast), ist die Aufregung groß und es geht zum (gehemmten) Angriff oder wird beschwichtigend unter sich gepischert.


    Ich persönlich würde so einem Hund, den ich kaum kenne, nicht soweit trauen, dass der bei mir im Bett schlafen dürfte |)

    Und auf der Couch würde ich mich vermutlich auch nicht so bedrängen lassen, dann ist Kontrolle nicht mehr weit (Hinterherlaufen, immer dabei sein müssen).

    Freiheiten und Ressourcen gibt es bei mir für Hunde, die sich einfügen, dann kann der Hund alles haben. Er muss aber auch damit umgehen können. Ansonsten wird es eben ersatzlos gestrichen und muss sich erarbeitet werden :partying_face: