Beiträge von DerFrechdax

    Ich weiss nicht, lief die dritte Folge schon im TV?

    Meine Meinung schreib ich mal im Spoiler:

    Kenzi Dysli und Niklas Ludwig

    Also, Kenzi Dysli fand ich wieder echt super. Ruhig, freundlich zum Pferd, welches sich nicht anreiten lassen wollte. Ihr würde ich ungesehen mein Pferd zum Training überlassen, hätte ich eins.

    Der Niklas Ludwig kam vorbei, machte sich erstmal über die Sauberkeit in der Stallgasse lustig und schrie nach Kenzi, als wäre sie ein Hund. Ich persönlich hab eigentlich gelernt, dass man bei Pferden nicht rumschreit, aber egal.

    Er hat ihr geholfen beim Anreiten, nachdem sie vorher wochenlang eine Grundlage gelegt hatte mit Bodenarbeit.

    Leider hat er sich geweigert, einen Helm zu tragen, er hätte "ja schon was auf", seinen Cowboyhut.

    Also ist Kenzi selbst aufgestiegen und durfte sich noch auf den Arm nehmen lassen, weil sie eben Helm getragen hat.

    Fand ich einfach nur doof von dem Niklas Ludwig.

    Der Erzähler dazu sinngemäß, während sie ihn anschaut, als hätte sie in eine Zitrone gebissen: "Die beiden Trainer haben ein vertrauensvolles Verhältnis und kennen sich gut" oder so ähnlich :lol: Ich glaub da hätte sie ihm gern eine runtergehauen xD

    Pferd ließ sich dann reiten und auch die Besitzerin konnte aufsteigen und sogar traben. Fand ich gute Arbeit, Pferd wirkte zufrieden.

    Uwe Weinzierl

    Den Herrn Weinzierl mit dem Pferd, das Angst vor Rindern hat, dem hätte ich immer mal gern das Pferd weggenommen.

    Erst lässt er das Pferd auskommen, so dass es ein weiteres Erfolgserlebnis hat durch eine Flucht, als er als erstes sich das Problem vor Ort anschaut.

    Dann geht er bewusst mit dem Pferd an der Hand nochmal dorthin, wo die Rinder stehen und versucht es auf die harte Tour. Im Vorspann der Folge sieht man, wie er dem Pferd mit dem Stick ins Gesicht haut, mega unprofessionell und tierschutzrelevant, finde ich. Dann wieder Strick um die Hand, keine Handschuhe.

    Er will die Aufmerksamkeit vom Pferd und tretzt es so lang, bis er feststellt, dass da erstmal im Round Pen gearbeitet werden muss - o Wunder, dass man da auch mal drauf kommt.

    Im Round Pen dann das, was ich vielleicht ähnlich gemacht hätte - Pferd losschicken, ein Join Up, er versucht das Ganze halt irgendwie mit der Brechstange, viel zu hektisch und zu schnell, viel Druck aufs Pferd, er versucht da echt eine Marionette draus zu machen. Das Pferd sehr nervös, froh, wennes dann mal stehen darf.

    Ständig redet er von Vertrauen und Respekt, aber er tut genau das Gegenteil. Ich sehe kein einziges Mal, dass er das Pferd belohnt oder versucht, eine Bindung herzustellen. Dabei ist das auch im Horsemanship so wichtig, dass man zwischendurch immer wieder "gut Wetter" macht und dem Pferd Angebote macht, sich zu binden, einzugehen auf das Angebot vom Menschen zur Zusammenarbeit.

    Gibt's nicht bei Uwe Weinzierl. Hab ich jedenfalls nix von gesehen.

    Ok, dann härtet er das Pferd ab, und am Ende setzt er sich helmlos auf das Pferd und reitet mit einem viel zu tief eingestellten Knotenhalfter mit paar anderen Pferden auf eine Rinderherde zu.

    Da dachte ich kurz, ob er wohl lebensmüde geworden ist. Er ruckt aber gleich zu Anfang so heftig am Halfter, daß wirklich auf dem alleruntersten Stück vom Nasenknochen liegt, das muss irre weh tun, dass der Widerstand vom Pferd sofort bricht.

    In der Vorschau für nächste Woche sieht man eine weinenden Besitzerin, die zuschaut, wie ihr Pferd in der Gruppe Rinder treibt, aber sie sagt, dass ihr Pferd es wohl jetzt kann, aber sie selber nicht.

    Das ist genau das, was ich nach der ersten Woche hier geschrieben hatte, dass die Pferde so schon funktionieren, aber wenn der Besitzer es nicht ganz genauso macht, kommt er dann alleine mit dem Pferd auf keinen grünen Zweig und steht wieder genau am Anfang.

    Das tat mir echt leid für die Besitzerin, die offensichtlich nicht in den Werdegang einbezogen worden war.

    Ich bin ja gespannt, der Uwe Weinzierl hatte anfangs gesagt, ihm gefiel das Pferd, und die Besitzerin sagte, sie müsse ihn abgeben, wenn es nicht klappt. Wer weiss... :partying_face:


    Ganz zu Anfang läuft UW auch noch durch den halben Außenbereich des Stalls und lässt jedem Mädel, das da gehorsam mit Pferd dekorativ steht, einen markigen Spruch da, stellt seine Frau vor mit einem echt schönen Mustang und macht noch Werbung für sie und das Mustang Makeover.

    Tochter erzählt, der Mustang ist verkauft worden und die neue Besitzerin hat mit dem auch Probleme.

    Das ist für mich nichts als Augenwischerei, was da gemacht wird und hat mit guter Pferdearbeit, egal ob Western oder klassisch englisch oder wie man es nennen möchte gar nichts zu tun. Im Leben nicht würde ich Uwe Weinzierl an mein Pferd heranlassen wollen.

    So, habe fertig =)

    Hab mir auch überlegt, irgendwo beim Eingangsbereich Leckerlis zu deponieren, die ihr dann der Besuch geben kann. Vielleicht verbindet sie so Besuch mit etwas Positivem

    Könnte man mit Werfen probieren, aber wieder von Seiten des Besuchs ohne anschauen, ohne ansprechen, ohne anfassen und vor allem nicht aus der Hand füttern.

    Vielleicht ruhigsein loben und Leckerli Richtung Decke werfen? Dort soll sie eh hingehen, wenn sie unsicher ist, richtig?

    Also diesen Winter liegt da echt was in der Luft :tropf:

    Verschrei es nicht :see_no_evil_monkey: :lol: Hier ist noch alles ruhig xD


    Apropos Kinder auf Pferden, hier sind auch Leute, die sich ein Pferd teilen, und eine hatte letztens auch an der Longe das Kind draufgesetzt, welches dann runterpurzelte. Völlig unerwartet natürlich, wenn der mehr steht als geht und kaum gescheit gearbeitet wird, weil man sich zu wenig auskennt. Seine Ausraster sind auch legendär :ugly:

    Mir tut das Pferd aber eh so leid, es hat irgendwas an den Hufen, Spezialbeschlag, steht immer mit ausgestellter Hinterhand und entlastet dann abwechselnd einen Vorderhuf. Das sieht oft wirklich herzzerreissend aus.

    Gescheite Schmerzmedikation gibt es natürlich nicht, und wenn er dann wieder wochenlang gestanden ist (oder gelegen, der liegt dann viel im Offenstall), wird er "langsam wieder angeritten". Das sah dann letzte Woche so aus, dass die Leute kurz nach mir mit ihm und einem anderen Pferd ins Gelände gestartet sind, und als ich schon wieder zurück war und alles erledigt und auf dem Weg zum Auto, waren die nach über 2 Stunden immer noch unterwegs.

    Dann longiert man Kinder, wo das Pferd in der Halle eine Katastrophe ist und gern mal urplötzlich die Hand wechselt und davontrabt...

    Ich weiss leider über jedes Detail bescheid, weil die eine Person ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis hat und mich über sämtliche Aktionen informiert.

    Leider werden Tipps und Bewertungen wirklich erfahrener Reiter und Pferdeleute nicht angenommen, weil man das Problem nicht sieht bzw sehr unterschätzt. Manchen Leuten möcht man das Tier echt manchmal aus der Hand reißen.

    Sie versucht mich wieder zu zwicken, auf mein "Nein" reagiert sie nicht. So, jetzt versucht sie ihren Dickschädel durchzusetzen um ihr Ziel zu erreichen. Hier darf ich sie nicht "gewinnen" lassen, richtig?

    Hier ein Beispiel, weil ich geschrieben habe, nichts persönlich zu nehmen.

    Es geht gar nicht um einen Dickschädel und gewinnen.

    Es geht darum, dass dieser Hund deine Intim/Privatzone um dich nicht respektiert und in diese eindringt (macht er beim Randrücken beim Kuscheln auch. Kennt man sich gut, kann man das natürlich erlauben, ist wie bei menschlichen Interaktionen.). Dann zwickt er dich.

    Die Motivation dazu kann alles mögliche sein. Frustabfuhr, Aufregung abreagieren, dich zu einer Handlung bewegen... es folgt ein Nein.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass dein Hund ohne passende Körpersprache nicht versteht, was Nein ist. Das kann dazu führen, dass sie erstmal einfach weitermacht. Das hat nichts mit Sturheit zu tun.

    Dann führst du sie zur Decke und legst sie ab oder bindest sie fest und gehst weg. Da hat niemand gewonnen, sondern du hast ihr gezeigt, was du statt Zwicken gern sehen möchtest.

    Ist schwierig was zu raten, weil man viel aus dem Bauch raus macht. Gerade bei Korrekturen von unerwünschtem Verhalten gibt es so viele Abstufungen und Möglichkeiten, an sein Ziel zu kommen... das geht nur vor Ort und mit Blick auf die Körpersprache und "das Gesamtpaket", das der Hund anbietet.

    Und, was beim einen hilft, kann beim anderen in die Hose gehen.

    Wichtig finde ich, immer mit innerer Ruhe, souverän, authentisch und konsequent natürlich vorzugehen. Nichts persönlich zu nehmen. Der Hund kennt es nicht anders und tut das, was ihm zielführend erscheint.

    Deshalb wäre auch erstmal wichtig, zu erkennen, was genau der Hund will, was ihm gut tut und was seine Motivation ist.

    Edit: mir ist noch was eingefallen zum Deckentraining. Weil du schreibst, das geht manchmal nicht ohne Gekasper.

    Ich würde dann, wenn ich den Hund hin zur Decke führe, sie nicht anschauen und wenig anreden. Höchstens ein kurzer Tadel, wenn es was zu tadeln gibt (also weil der Hund beispielsweise sich aus dem Kommando entfernt hat).

    Schaust du sie an, kann sie das als Einladung zu einer Interaktion verstehen oder als Stress, wenn du zb böse schaust oder deine Stimme genervt klingt. Das willst du ja gerade nicht, du möchtest ja nur, dass der Hund wieder auf die Decke geht.