Den Herrn Weinzierl mit dem Pferd, das Angst vor Rindern hat, dem hätte ich immer mal gern das Pferd weggenommen.
Erst lässt er das Pferd auskommen, so dass es ein weiteres Erfolgserlebnis hat durch eine Flucht, als er als erstes sich das Problem vor Ort anschaut.
Dann geht er bewusst mit dem Pferd an der Hand nochmal dorthin, wo die Rinder stehen und versucht es auf die harte Tour. Im Vorspann der Folge sieht man, wie er dem Pferd mit dem Stick ins Gesicht haut, mega unprofessionell und tierschutzrelevant, finde ich. Dann wieder Strick um die Hand, keine Handschuhe.
Er will die Aufmerksamkeit vom Pferd und tretzt es so lang, bis er feststellt, dass da erstmal im Round Pen gearbeitet werden muss - o Wunder, dass man da auch mal drauf kommt.
Im Round Pen dann das, was ich vielleicht ähnlich gemacht hätte - Pferd losschicken, ein Join Up, er versucht das Ganze halt irgendwie mit der Brechstange, viel zu hektisch und zu schnell, viel Druck aufs Pferd, er versucht da echt eine Marionette draus zu machen. Das Pferd sehr nervös, froh, wennes dann mal stehen darf.
Ständig redet er von Vertrauen und Respekt, aber er tut genau das Gegenteil. Ich sehe kein einziges Mal, dass er das Pferd belohnt oder versucht, eine Bindung herzustellen. Dabei ist das auch im Horsemanship so wichtig, dass man zwischendurch immer wieder "gut Wetter" macht und dem Pferd Angebote macht, sich zu binden, einzugehen auf das Angebot vom Menschen zur Zusammenarbeit.
Gibt's nicht bei Uwe Weinzierl. Hab ich jedenfalls nix von gesehen.
Ok, dann härtet er das Pferd ab, und am Ende setzt er sich helmlos auf das Pferd und reitet mit einem viel zu tief eingestellten Knotenhalfter mit paar anderen Pferden auf eine Rinderherde zu.
Da dachte ich kurz, ob er wohl lebensmüde geworden ist. Er ruckt aber gleich zu Anfang so heftig am Halfter, daß wirklich auf dem alleruntersten Stück vom Nasenknochen liegt, das muss irre weh tun, dass der Widerstand vom Pferd sofort bricht.
In der Vorschau für nächste Woche sieht man eine weinenden Besitzerin, die zuschaut, wie ihr Pferd in der Gruppe Rinder treibt, aber sie sagt, dass ihr Pferd es wohl jetzt kann, aber sie selber nicht.
Das ist genau das, was ich nach der ersten Woche hier geschrieben hatte, dass die Pferde so schon funktionieren, aber wenn der Besitzer es nicht ganz genauso macht, kommt er dann alleine mit dem Pferd auf keinen grünen Zweig und steht wieder genau am Anfang.
Das tat mir echt leid für die Besitzerin, die offensichtlich nicht in den Werdegang einbezogen worden war.
Ich bin ja gespannt, der Uwe Weinzierl hatte anfangs gesagt, ihm gefiel das Pferd, und die Besitzerin sagte, sie müsse ihn abgeben, wenn es nicht klappt. Wer weiss... 
Ganz zu Anfang läuft UW auch noch durch den halben Außenbereich des Stalls und lässt jedem Mädel, das da gehorsam mit Pferd dekorativ steht, einen markigen Spruch da, stellt seine Frau vor mit einem echt schönen Mustang und macht noch Werbung für sie und das Mustang Makeover.
Tochter erzählt, der Mustang ist verkauft worden und die neue Besitzerin hat mit dem auch Probleme.
Das ist für mich nichts als Augenwischerei, was da gemacht wird und hat mit guter Pferdearbeit, egal ob Western oder klassisch englisch oder wie man es nennen möchte gar nichts zu tun. Im Leben nicht würde ich Uwe Weinzierl an mein Pferd heranlassen wollen.
So, habe fertig 