Beiträge von DerFrechdax

    Bei meinem Quarterstütchen ist das irgendwann eingerissen. Erst hat sie im Vorbeilaufen beim Spazierengehen mal ein Grashälmchen mitgenommen, dann ein paar mehr, und irgendwann waren wir soweit, dass vorn der Jungspund an der Flexi gezogen hat, weil er was gesehen hat und mir dabei fast den linken Arm rausgezogen hat, während Frau Pferd gleichzeitig die Bremse reingehauen hat, weil sie einen Flecken besonders tollen Grases nicht unbeachtet lassen wollte.

    Hatte bisschen was von Vierteilen. Da musste ich dann mal ein Machtwort sprechen, mit beiden :partying_face:

    Ich hab's noch nicht gesehen.

    Aber ein Jockey, der die Hacken hoch hat und mit dem Fuß durch die Steigbügel rutscht, lebt nicht lange.

    Genau das hab ich mir auch gedacht. Der hat ausgesehen wie ein Gaucho, der halt irgendwie versucht, beim Rindertreiben auf seinem Pferd zu bleiben. Die Hektik mit dem Hin- und Herwenden hat er natürlich selbst verursacht.

    Wobei, nix gegen Gauchos. Die sehen wahrscheinlich auch in ihrer dunkelsten Stunde graziöser aus als Herr Weilzierl :partying_face:

    Ich hab gestern in die nächste Folge reingelinst auf RTL+. Mir tut die Besitzerin von Falada mit dem Rinderproblem so leid.

    Man sieht sie auf ihrem Pferd in einem Westernsattel mit viel zu langen Steigbügeln im Trab herumhoppeln, die Strickzügel und das unsäglich locker und falsch eingestellte Knotenhalfter schlackern dem Pferd wie eine Kuhglocke unterm Kinn herum, und sie macht eine unglaublich schlechte Figur, vor allem im Vergleich mit den anderen.

    Ich weiss ja nicht, wie sie sonst so reitet, aber sie muss ja schon sattelfest gewesen sein. Die Umstellung auf Western braucht etwas, da braucht man im Grunde ein paar Reitstunden, damit man den veränderten Sitz, die offenen Zügel mit der Zügelbrücke und die andersgearteten Hilfen etc einigermaßen handeln und verinnerlichen kann.

    Das, scheint mir, wurde sich gespart.

    Wobei, der Herr Weinzierl reitet auch nicht besonders. Der hat einen Dressursattel unterm Hintern, die Füße viel zu weit im Steigbügel und zieht die Hacken teils fast bis zum Hintern hoch, wie ein Jockey xD

    Da würde meine Reitlehrerin in Ohnmacht fallen :fear:

    Mehr hab ich noch nicht geschaut.

    ….

    Unsere Haftpflicht übernimmt den Schaden nicht, deshalb hoffe ich ja so sehr, dass das Paar sich privat mit uns einigen kann. Ich habe Angst vor den möglichen Konsequenzen.

    Da stand was. Ob damit nun eine Tierhalterhaftpflicht oder die Privathaftpflicht gemeint ist, ist unklar.

    Eine Privathaftpflichtversicherung ist natürlich von vornherein her draußen.

    Ach so, ja, nun, mein Hirn hat da direkt Hundehaftpflicht draus gemacht... Danke.

    Ich würde da auch nochmal nachhaken bei der Versicherung und alles weitere über einen Anwalt regeln, auch die weitere Kommunikation mit den Geschädigten. Entschuldigt wurde sich ja bereits und das Gespräch gesucht, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Auch wenn das hütende Kind jung war, unsere Haftpflichtversicherung zahlt zb auch bei grober Fahrlässigkeit und würde diesen Fall übernehmen, weil kein Mindestalter vereinbart ist (mein Mann hat auch gerade nochmal in unserer Police nachgeschaut).

    Die Rechtsschutzversicherung könnte auch nochmal gucken, ob die Hundehaftpflicht gezwungen werden kann zu leisten. Kommt aber dann wirklich auf die Bedingungen im "Kleingedruckten" an.

    Ich würde noch zusätzlich beachten, dass es die Eltern des gebissenen Kindes zusätzlich sehr wütend machen kann, wenn sie eure Tochter wieder alleine mit einem eurer Hunde spazieren gehen sehen.

    Ja, das hab ich mir auch gedacht.

    Sehen sie aber, dass nur noch Erwachsene mit dem Hund gegen und der einen gut passenden Maulkorb trägt und Leine, könnte ich mir vorstellen, dass das positiv registriert wird. Auch von anderen Nachbarn, Bekannten etc am Dorf, sowas spricht sich dann genauso herum wie der Vorfall selbst wahrscheinlich.

    Hi Juli93

    Erstmal tut es mir sehr leid, was dem kleinen Kind und eurem Mädel passiert ist. Das hinterlässt leider tiefe Spuren. Wirklich traurig.

    Ich hab mir einiges rausgepickt, worauf ich eingehen möchte:

    Lily ist scheinbar eher untypisch. Aber sie ist auch ein anderer Typ. Viel aufgeregter als Bailey. Sie will immer überall mitspielen, wenn Freunde der Kinder zu Besuch sind. Bailey verschläft das alles. Sie bellt auch mehr.


    Kleinkinder kennen beide. Wir haben einige in der Familie und bis jetzt waren die beiden auf allen Familienfeiern dabei, beide seid Welpenbeinen an. Da gab es noch nie Probleme und diese Kinder sind auch manchmal grob und unvorsichtig. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ein Collie zubeißt. Sowas erwartet man von einem Schäferhund oder von einem Kampfhund.

    Jeder Hund kann beißen, wenn das Maß voll ist. Nicht jeder Hund hat eine kurze Lunte, und manche Hunde machen echt viel mit. Das verleitet dazu, auch grobmotorische Kleinkinder auf sie loszulassen. Trotzdem darf man Hund und Kinder natürlich nie aus den Augen lassen.

    Ihr habt bisher eure Hunde mit dem "Kinderproblem" völlig allein gelassen. Sie wurden angetatscht, vielleicht im Ruhen gestört, zum Spiel animiert.

    Manche Hunde sind ruhige, gesetzte Charaktere, die alles mit sich machen lassen. Und andere haben Pfeffer im Hintern, können mit Chaos und mangelnder Kontrolle schlecht umgehen und brauchen mehr Anleitung und Führung durch die (erwachsenen) Menschen.

    Eure Lily scheint so zu sein. Löst der Mensch das Problem nicht, werden sie selbst aktiv.

    Denkt ihr das Lily krank sein könnte? Es muss einen Grund für dieses Verhalten geben. Sie ist noch so jung, warum sollte sie einfach so so stark zubeißen?

    Wie es schon geschrieben wurde, ihr habt ihre Warnungen vorher sehr wahrscheinlich übersehen. Und in der Situation wart ihr nicht dabei.

    Meine Hunde würden sich ziemlich sicher nicht einfach so schwanzwedelnd von einem fremden Kind an die Schnauze fassen lassen. Das hat nichts mit Krankheit zu tun, sondern mit dem Wunsch nach Abstand und Respekt.

    Dass wir hier als verantwortungslos von manchen hingestellt werden kann ich nicht nachvollziehen. Wir leben ja nicht mitten in Berlin und schicken unsere Tochter los. Wir leben in einem 470 Seelen Dorf, kaum Verkehr, kaum Menschen. Und sie ist 12, da kann man durchaus ein wenig Verantwortung übernehmen.

    Ich verstehe den Gedankengang. Ich leb auch am bayrischen Kaff, und dass Kinder lernen, wie man mit Tieren umgeht, ist hier ein hohes Gut und war mir und meiner Familie immer sehr wichtig.

    Trotzdem, ich schicke meinen Teenagersohn auch nicht einfach einfach mit meinem Jungrüden los. Weil ich weiß, es kann Situationen geben, die bekommt er nicht geregelt.

    Meine Tochter hat in geschütztem Rahmen in Kursen in der Hundeschule mit unserer inzwischen verstorbenen Leonbergerhündin gelernt, mit so einem Hund umzugehen, und ich gehe auch heute noch viel mit, auch wenn sie führt und obwohl sie inzwischen fast erwachsen ist.

    Ein 10-12jähriges Kind mit einem pubertierenden Collie, der ja doch eine gewisse Größe hat und dem es gerade die Hirnzellen durcheinanderweht weil Hormone und so, finde ich echt sehr gewagt und risikobehaftet.

    Es hätte wenigstens ein Erwachsener mitlaufen müssen, meine Meinung. Sieht die Versicherung ja im Übrigen genauso.

    Und du selbst warst erst gar nicht dabei :fear:

    Du selbst weist nun alles von dir... warum gehst du nicht mit mit deiner Tochter und Bailey Gassi, so dass dein Kind wieder neues Vertrauen fassen kann? Die beiden brauchen echte Begleitung durch dich.

    Die Eltern des Kleinkindes haben eventuell insofern Mitschuld, dass ihr Kind euren Hund angefasst hatte. Allerdings hattest du gesagt, das wurde lange gefördert und toleriert. Insofern war da einfach Vertrauen da, dass ihr alles im Griff habt.

    Was sich im Nachhinein als Trugschluss erwiesen hat.

    Nun also mein Rat:

    1. Klicke auf zb die Website von https://www.chicundscharf.com/?cat=c64_Maulk…maulkoerbe.html und bestellt euch einen leichten, gut sitzenden Drahtmaulkorb. Den trainiert ihr mit Leckerli auf, holt euch einen Trainer dazu.

    2. Feste Hausregeln. Keine Kinder am Hund, wenn er frisst, ruht, aufgeregt ist, vor allem absolut keine fremden Kinder am Hund.

    Keine Kinder, die Gassi gehen.

    3. Training mit einem/r Trainer/in, lasst euch briefen, worauf ihr in Zukunft achten müsst.

    4. Schirmt euren Hund in Zukunft ab und denkt für ihn mit, so dass sich Lily nie, nie mehr selbst kümmern muss, wenn es eng wird für sie.

    5. Haltet Kindertrubel fern von ihr und lasst sie bitte nicht "mitspielen". Rennen Kinder herum, rennen Hunde oft im Kreis um sie herum oder mit ihnen mit. Sehr oft leben sie aber in Wirklichkeit ihren Hütetrieb aus und kontrollieren die Kinder, obwohl es für das ungeübte Auge nach "Spiel" aussieht. Manche neigen dann zum Zwicken.


    Vor allem ist für euch als Eltern wichtig, die Augen zu öffnen und zu erkennen, dass dieser Hund nie mehr wie vorher gehandelt werden kann. Da muss immer enge Führung her und Schutz für dem Hund.

    Die Verantwortung dafür liegt nicht bei den Kindern, nicht bei den anderen Eltern, sonst wem, sondern bei dir und ggf weiteren Erziehungsberechtigten bzw Erwachsenen.

    Ich glaub, der Herr Weinzierl ist so kurzatmig, weil er innerlich unheimlich unter Druck steht. Ich kenn das von Leuten, die auf einer Bühne stehen und angespannt sind, die vergessen zu atmen, und das wird immer flacher, bis sie eigentlich ständig nach Luft japsen zwischen den Sätzen.

    Ich glaub, Uwe Weinzierl zieht abseits der Pferdeprofis auch mit seinem Horsemanship eine riesige Show ab. Das kommt nicht authentisch aus ihm selbst und seinem Talent, mit Pferden umzugehen. Das ist aufgesetzt, und deshalb passt auch so oft das Timing nicht.

    Pferde sind nur sein Vehikel, um sich in Szene zu setzen. Er hätte auch Profi-Radfahrer oder Hundetrainer werden können, nun hat er sich halt Pferde ausgesucht für seine Selbstdarstellung.