Was mir noch einfällt, es ist gut, sich frei zu machen von "was er in den ersten 12 Wochen nicht lernt, lernt er nie mehr".
Es ist ja schon angeklungen, man setzt sich damit so sehr unter Druck. Ein Hund lernt auch später noch genauso, der lernt sein Leben lang.
Wenn ich meinen ganz normalen Alltag lebe, wie schon geschrieben wurde, dann lernt er nach und nach alles kennen, was er kennen soll.
Staubsauger, Rasenmäher, Aufzug fahren (wenn man in einem MFH wohnt zb), Auto mitfahren, Radfahrer, Passanten, Besuch, rennende Kinder, Rollstuhlfahrer, Skater, Kindergeschrei am Spielplatz...
Das wichtigste ist für den Anfang der Name und dass der Hund lernt, wie es BieBoss so schön beschrieben hat, dass mit mir immer was Tolles erlebt wird und bei mir Ruhe, Schutz, Party, Spiel und Spaß stattfindet.
An Kommandos langt ein Rückruf, den man spielerisch aufbaut und ein Schau-Signal bzw das Orientieren an mir wird immer belohnt.
Was ich auch viel gemacht habe, mich wo hingesetzt und wenn sich der Hund hinlegt, Leckerli ruhig zwischen die Vorderbeine gelegt. Hinlegen und ruhen wird so verstärkt.
Wird der Hund älter, haben hier Kindergitter Ruhe reingebracht, so dass das Hundekind lernt, mich auch mal 5 Minuten aus den Augen zu verlieren und wichtig fand ich auch, aus dem "Wiederzusammentreffen" kein großes Ding zu machen. Hier wird nicht begrüßt, wenn ich heim komme, auch wenn meine Terrier dann gern durchdrehen möchten, weil ich ja weg war!Ohne sie! 
Allgemein zu versuchen, Struktur und Ruhe in den Tagesablauf zu bringen ist ein guter Rat. Dafür kann dann der Junghund mit passenden anderen Hunden oder mit mir beim Gassi "die Sau rauslassen" und sich mal richtig ausrennen und ausspielen.
Auch wichtig: kein Laufen am Rad unter 1 Jahr
Ist der Welpe abends überdreht, war der Input am Tag zu viel. Dann muss man Programm runterschrauben. Ideal wäre nur ein oder zwei größere Herausforderungen pro Tag, hängt allerdings auch vom Nervenkostüm des Hundes ab und in welchem Umfeld er aufgewachsen ist und wo er dann aktuell lebt. In einem 1Personenhaushalt, wo den ganzen Tag HO angesagt ist, wird weniger Aufregendes passieren als in einer Familie mit 5 Kindern oder wo mehrere Hunde und andere Tiere leben. Da kann schon der Alltag so spannend sein, dass erstmal kein anderes Training möglich ist, bis der Hund einen Weg gefunden hat, sich anzupassen.
So, und ein letzter Tipp: immer aufs Bauchgefühl hören. Was sich für den eigenen Hund falsch anfühlt, ist es in der Regel auch.
Habe fertig
