Für mich war es eine große Umstellung, jetzt einen Hund zu führen, durch den ich neue Vokabeln lernen musste. "Rückwärtsgerichtete Aggression", "soziale Aggression", "ressourcenorientierte Aggression"... ![]()
Meine Buchauswahl der letzten Zeit: "Aggression beim Hund", "Leinenrambo", "Territorialverhalten beim Hund", "Betreten verboten", "Der ängstliche Hund" ![]()
Bisher hatte ich Hunde, da brauchte ich dieses Wissen nicht, die waren Schafe vor dem Herrn. Jetzt hab ich einen netten Hund, der auch "kernig" sein kann und gewisse Eigenheiten mit sich gebracht bzw entwickelt hat. Der auch echt axxxig drauf sein kann, wo's mir manchmal echt den Vogel raushaut.
Aber was soll man machen? In die Ecke setzen und heulen? Den am nächsten Laternenpfahl festbinden?
Dann kneifst du halt die Axxxbacken zusammen und führst den noch enger, streichst Freiheiten, mit denen er z.Zt. nicht umgehen kann, vernetzt dich mit neuen Trainern, setzt Gelerntes um und versuchst alles, um deinen Hund mit lustigen Ideen und Baustellen unauffällig, entspannt und vor allem sicher durch seinen und deinen Alltag zu führen.
Man macht sich frei von den eigenen, vielleicht etwas verklärten Vorstellungen, wie ein Hund zu sein hat oder wie man ihn sich gewünscht hätte und nimmt das, was der Hund anbietet und macht das Beste daraus.
Und, PS: ich liebe meinen Hund. Seine Eigenarten sind genau das, was meinen Mann zb total anspricht. Der findet den Dickkopf und seine kernige Art toll, obwohl sie in der Vergangenheit die eine oder andere Meinungsverschiedenheit hatten.