Beiträge von DerFrechdax

    Ich werde nie verstehen, warum fremde Leute Kommandos an anderer Menschen Hunde richten.

    Einmal hat jemand von meiner damaligen Leohündin "Sitz" verlangt. Als sie ihn gepflegt ignoriert hat, schaute er mich hilflos an und fragte "Kann die das nicht?" :lol:

    Konnte sie natürlich schon, haben wir dann auch demonstriert xD

    Aber echt, das ist total übergriffig, Gehorsam von fremden Hunden zu verlangen, und das würde ich nötigenfalls auch so rückmelden.


    Mein derzeitiger Hund mag Fremde nicht. Ergo hört er auch nicht auf sie, lässt sich nicht streicheln und ignoriert sie komplett. Nachteil: Betreuung ist etwas tricky.

    Ich hab hier im Forum gelesen, dass jemand seinem Hund französische Kommandos beigebracht hat. "Ici" statt "hier" fand ich schon auch herzig :herzen1:

    Also, normal hafte ich für Schäden, die mein Tier verursacht. Punkt.

    Dafür habe ich eine Haftpflichtversicherung. Diese wehrt dankenswerterweise ungerechtfertigte Forderungen vermeintlich Geschädigter ab bzw prüft die Ansprüche.

    Ich erinnere mich an ein Urteil, wo ein Vater eine fremde Pferdekoppel mit seinem Kind betreten hat und dieses auf ein dort grasendes Pferd gesetzt hat. Pferd warf das Kind ab, Kind war verletzt, die Haftpflichtversicherung musste leisten. Auch, wenn die Koppel unberechtigt betreten wurde und noch unberechtigter das Kind auf den Zossen gesetzt wurde.

    Genauso der Fall eines Einbrechers, der gebissen worden war vom Hund im Haus.

    Verwirklicht sich die Tiergefahr, haftet man. Auch wenn die anderen dumme Entscheidungen getroffen haben, die das Unglück erst herbeigeführt haben. Zumindest ist das mein Wissensstand, ich lasse mich aber sehr gern eines Besseren belehren :sweet:


    Wenn also nix mehr kommt, sei froh :nicken:

    Und überleg, wie du die Lücken schließt, evtl mit einem ausrangierten Backofengitter oder ähnlich stabilem.

    Ich finde, die Fragestellung "Was gibt der Hund zurück?" im Faden von BellaMN ist eine andere als "Warum habt ihr Hunde?" :sweet:

    Ich hab schon sehr, sehr lang Hunde, weil ich gern mein Leben mit diesen Begleitern teile. Ich mag ihre Art, ihr Fell, ihre Treue, ihre lustigen Ideen, die Herausforderungen, vor die sie einen stellen, dass man sich viel bewegt, wenn man lange Spaziergänge und Wanderungen macht. Laufen ohne Hund ist für mich obsolet, ich lauf eigentlich nur, wenn ich den Hund mitnehmen kann oder das Pferd xD

    ich habe meine Hunden immer völlig vertraut

    für diesen Hund (und auch für die, die vor ihm da waren) würde ich meine Hand ins Feuer legen

    Ich kann das so sehr nachfühlen, genau so ging es mir mit meiner Leohündin. Absolutes Vertrauen, beiderseits, ein Sich-fallen lassen.

    Ein Glück, das nicht so häufig zu finden ist, das man vielleicht sogar nur ganz wenige Male im Leben erleben darf.

    Sehr schön! Nur kurz die Erinnerung, da stecken 4 Kommandos drin, die kennt dein Hund vermutlich (noch) nicht.

    Also langsam aufbauen, den Rückruf, dann das mit links und rechts ordentlich laufen, Freigabe (die braucht man ja immer mal), das wäre gut, wenn der Hund dich wirklich versteht und du diese Komponenten immer mal auch getrennt ohne Ablenkung in kurzen Einheiten üben würdest.

    Dann versteht dich dein Hund, wenn er unter Ablenkung mit Reizen (sprich Radler und Jogger) das Gelernte umsetzen soll.

    Google mal "Territorialverhalten"

    Dann, wer nicht hört, kann nicht frei laufen.

    Zweiter Punkt: erarbeite dir einen immer gleichen Ablauf, wenn ihr Radfahrer oder Passanten seht.

    Unser Ablauf bspw.: Ich sehe die Person, Hund wird gerufen ("*Name*, daher!"), Hund erhält Lob und bereitgehaltenes Leckerli, Hund wird mit Kommando "rechts" oder "bei mir" links oder eben rechts abgewandt vom Radler oder Jogger einsortiert, Hund geht ordentlich neben mir, bis die Person wieder weg ist, Hund bekommt Keks und darf mit Freigabekommando "okay!" wieder frei laufen.

    Das machen wir wirklich jedes Mal, inzwischen geht der Hund manchmal schon von selbst auf die abgewandte Seite.

    Spitze sind sehr wachsame Hunde, das Verhalten selbst würde ich jetzt als nicht ungewöhnlich beurteilen. Wichtig ist, dass du den Hund jetzt durch diese Situationen führst, ohne dass er Menschen belästigen darf.

    werten

    Ich glaube, das ist der Punkt.

    Wir werten natürlich total gerne. Denn, wenn Hund xy beisst, weil Halter abc ihn soundso handelt, dann gibt mir das Sicherheit, weil ich ja selbstverständlich meinen Hund soundso nicht behandle, also wird er mich auch nie beißen.

    Ist auch ein bisschen die Suche nach dem Schuldigen, und weil der Hund nie Schuld an was hat, ist es natürlich immer der Halter, der es gründlich versaut hat.

    Ist vermutlich menschlich, und da brauch ich dir gar nix erzählen, du hast das studiert =) Und wir alle neigen dazu, ich ja auch, ich schreib selbst im nervige Hundehalter Faden fleißig mit :sweet:


    Ich glaube, manche machen sich gar keine Vorstellung, wie tief das Loch sein kann, in das man fällt, wenn das geliebte Tier sich trotz durchdachter Erziehung und Training nach bestem Wissen und Gewissen in eine Richtung entwickelt, die man niemals nicht auf dem Schirm gehabt hat. Natürlich ist das dann ein Vertrauensbruch, da liegt erstmal die Welt in Scherben.

    Aber nachher muss man unbedingt analysieren, was war der Auslöser, wo kam das her, was liegt dem zugrunde, wie vermeide ich eine Wiederholung. Hunde, die rassebedingt gern in Tunnel verfallen, bringen durch ihren Trieb vermutlich einfach grundsätzlich andere Eigenschaften mit sich als Begleithunde, die Konflikte wegfiddeln und ansonsten tut sich nichts. Entsprechend geht man jeweils anders mit dem Hund um.

    Ist ja in der Pferdewelt auch so, es gibt nervige Pferde, die möchten dich direkt buchstäblich in den Boden stampfen, weil du sie beim Putzen versehentlich gekitzelt hast (ist mir tatsächlich passiert, war Zufall, dass ich aus der Box schnell und unversehrt raus kam), andere sind so gechillt, denen würde es nie einfallen, gegen einen Menschen zu gehen.

    Nicht immer liegt da die Schuld, wenn es überhaupt eine gibt, beim Halter oder in schlimmen Erfahrungen.