Ich persönlich finde, ein Lebewesen, das erwünscht geboren wird, mit Herz aufgezogen und nach bestem Wissen und Gewissen in liebevolle Hände vermittelt wird, wo es Rasseziele gibt, wo ein gesunder, agiler Hund gewünscht ist (QZ und weitere, kaputte Rassen fallen damit für mich raus), wo man sich ein Bein ausreisst, um Hunde, die doch ungeplanterweise ein neues Zuhause brauchen, neu in der Züchter/Rassecommunity zu vermitteln - das ist doch im Grunde gelebter Tierschutz. Das alles und viel mehr leistet ein guter Züchter.
Tierschutzhunde hatte ich auch, die wurden genauso geliebt von mir, und dennoch hatte ich dabei immer auch das Gefühl, hinter jemand Fremdes her aufzuräumen. Fremde Fehler auszubügeln.
Klar nimmt man das gern in kauf, man liebt das Tier, man weiss das und arbeitet gern daran.
Aber vom Grundsatz her ist TS nach meinem Empfinden meistens passiv, reaktiv, außer man kann wie vor etlichen Seiten beschrieben Welpen einer trächtigen Hundemutter im Shelter einen optimalen Start ermöglichen.
Ist ein Züchter mit Herz und Verstand für seine Rasse tätig, ist das mMn tatsächlich ein aktiver Beitrag zum Tierwohl.
Die Interessenten werden normalerweise gut ausgewählt und, das muss man auch dazu sagen, die Preise bewegen sich doch allermeistens im 4stelligen Bereich. Es ist wirklich traurig, aber ganz viele Menschen denken, was nix kostet ist nix wert, das ist einfach Fakt. Dem beugt ein nicht zu niedriger Preis vor (gerade hautnah erlebt, Bekannte will ihr Pferd verkaufen, aber nicht an Leute geraten, die ihn postwendend an den Schlachter verkaufen- also muss der Preis bewusst hoch angesetzt sein, um Freaks auszusieben).
Mein vor kurzem verstorbener Senior wurde mir damals geschenkt, der aktuelle Hund hat nicht wenig Geld gekostet, beide Hunde wie alle meine Hunde haben die bestmögliche Erziehung, Behandlung und medizinische und anderweitige Versorgung erfahren. Ich mach da keinen Unterschied. Für mich sind beide Wege gut gewesen, Tierschutz hatte seinen Platz genau wie gute Zucht.