Beiträge von DerFrechdax

    Zu dem ganzen fällt mir der Satz ein: "Die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit der anderen anfängt".

    Niemand ist im luftleeren Raum unterwegs. Wir teilen uns die Umgebung mit Wildtieren, anderen Hundehaltern, Reitern, Radfahrern, Spaziergängern, Wanderern.... die alle ihre berechtigten Bedürfnisse nach Ruhe, Unbehelligtsein, Sicherheit und eigener Entfaltung haben.


    Wenn ich schon lese "Verantwortung an den Hund abgeben" |) sieht der Gesetzgeber anders :pfeif:

    Das tut mir so leid, was du schreibst... man ist so hin und hergerissen und dann will jemand, dass man von jetzt auf gleich Entscheidungen trifft :no:

    Wie du es beschreibst hatte dein Hund an deiner Seite ein wirklich gutes, erfülltes Leben, besonders da er schon in jungen Jahren krank geworden ist. Herz- und Niereninsuffizienz schwächt den Körper und dann jetzt noch Metastasen in der Lunge, die eh schon kaputt ist und der dauernde Durchfall... dazu die Wesensveränderung, dauernde Schmerzen... ich würde ebenfalls nicht mehr operieren lassen, ich hätte Sorge, dass das Herz das nicht mitmacht oder die Nieren und der Hund dann nur vor sich hinsiecht statt sich zu erholen. Eine Narkose und große Bauchop ist so schon kein Pappenstiel, aber ein sehr kranker alter Hund schafft das vermutlich noch viel weniger gut.

    Wenn noch Lebensfreude da ist, Leuchten in den Augen, Schmerzfreiheit und Lebensqualität, dann würde ich versuchen, den Status Quo noch etwas zu erhalten und noch eine schöne, schmerzfreie Zeit miteinander zu erleben mit vielen "letzten Malen". Ist das nicht gegeben, würde ich meinen Hund zügig gehen lassen.

    Alles Liebe für euch :streichel:

    Ok, "was ist konservativ oder gesellschaftliche Norm?" müsste noch geklärt werden, fällt mir gerade auf xD

    Schwarz trage ich zb kaum auf Beerdigungen, sondern meistens dunkelblau =)

    Ein dunkelblauer Bleistiftrock oder eine dunkelblaue Stretchhose, ein weißes Shirt und eine dunkelblaue Cardigan oder Blazer plus blauweiss gemusterten Tuch und dunkelblauen Pumps wäre zb in meiner Welt passende Kleidung, in der ich mich wohl fühlen würde. Ich hasse dieses schwarz in schwarz in schwarz. Aber, würde jemand Dresscode schwarz erwünschen, würde ich wohl schwarz tragen, wenn es die Person so möchte. Vielleicht dann mit einem Tuch, das nicht ganz schwarz ist xD

    Auf der Urnenbeisetzung war ich so wie oben beschrieben gekleidet, also nicht schwarz, aber da der Rest in Freizeitkleidung kam, hoben wir uns trotzdem ab.

    Wie klein ist denn "klein"?

    Man kann das trennen, dem kleinen Hund Rückzugsorte einrichten, die den großen Hunden verboten sind, und, naja, man trainiert und erzieht besonders die großen Hunde dann entsprechend, dass die den kleinen Hund in Ruhe lassen.

    Das muss aufgebaut werden, so dass der kleine Hund geschützt wird von den Menschen und nach und nach durch positive Erlebnisse Zutrauen fassen kann, bis es dann mit allen dreien gut klappt.

    Kennt ihr euch gut aus mit Hunden? Ansonsten würde ich die Zusammenführen mit einem Trainer zusammen angehen.

    Grundsätzlich ist es kein Problem, den Hund vom Tisch zu ernähren, wenn ihr euch selbst ausgewogen ernährt ;)

    Ihr kennt sicher die Ernährungspyramide. Ich will jetzt nicht dogmatisch sein, aber es ist bekannt, dass wir Menschen dazu neigen, zu salzhaltig, zu kohlenhydratlastig und zu süß zu essen.


    Wenn ihr aber viel Gemüse und Salate esst, Obst und ab und an Fleisch und mal Fisch, dazu gute Öle und für den Hund Knochenmehl, Algenkalk oder Gemahlene Eierschalen plus Micronährstoffe eingeplant werden, warum nicht? (Und wenn er es verträgt und der Output ok ist)

    Für die eine Stunde oder zwei kann ich auch mal aushalten, dass es zwackt weil ich förmlicher angezogen bin ;)

    Das find ich total befremdlich :lol: .

    Ich muss da durch und mich unwohl fühlen wenn es die Situation her gibt weil es von anderen als unangemessen empfunden werden könnte, wenn ich bequeme Klamotten trage...

    Versteht mich nicht falsch, ich will da gar keinem auf die Füße treten und wenn es sein muss finde ich schon auch die Balance zwischen dem was die Gesellschaft vor gibt und wie ich mich noch wohlfühle. Die Gedankengänge sind mehr philosophischer Natur. Meine Schwiegermama ist "so eine gesellschaftliche Norm" und tut sich manchmal mit meinem Anblick sehr schwer weil ich grundsätzlich ungebügelt und mit zwei verschiedenen Socken aus dem Haus gehe. Für sie ist das ganz schwer zu ertragen weil "man das nicht macht". Warum man das nicht macht konnte sie mir noch nie richtig erklären, weil sie es nicht wirklich hinterfragt. Das geht für mich in dieselbe Richtung :ka:. Es tut niemandem weh, ich fühle mich wohl und sauber gekleidet bin ich ebenfalls.

    Naja, es ist ja immer ein Spagat zwischen dem, was die Gesellschaft erwartet und dem eigenen Wohlgefühl. Das fängt schon damit an, dass meine Kinder sich mit 10 Uhr Schulbeginn wesentlich wohler fühlen würden als um 8, weil sie dann nicht um 5:30 aufstehen müssten. Mein Mann würde sich wohler fühlen, wenn er seine Provisionen ohne Arbeitseinsatz erhalten würde und manche würden gern am liebsten unbekleidet herumlaufen, weil sie sich eingeengt fühlen von Kleidungsstücken...

    Ich persönlich empfinde mich und mein eigenes Wohlbefinden nicht grundsätzlich als Maß aller Dinge. Ich nehme Rücksicht auf Unterschiede in der Weltanschauung, der Kultur, aufgrund des Alters, und mag gern mit fast allen gut auskommen. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, mal zurückzustecken. Und, wenn wir ehrlich sind, wir alle sind umgeben von ungeschriebenen Regeln, Erwartungen und gesellschaftlichen "so macht man das halt". Manches hinterfrage ich, manches akzeptiere ich einfach als gegeben und manches finde ich so gut, dass ich es meinen Kindern so weitergebe. Denn, ein bisschen Rücksicht und, ja, halt eben auch Anstand macht das Zusammenleben grundsätzlich auch leichter und schöner.

    Andererseits muss ich mich auch wohl fühlen, und ich bin beim Kleiderthema zb lieber overdressed als zu leger gekleidet. Vor kurzem war ich auf der Urnenbeisetzung eines Verwandten, der sich sein ganzes Leben nicht um mich und meine Familie gekümmert hatte. Nun, bei seiner Beerdigung, waren da weitere Verwandte von seiner Seite her, die ich persönlich gar nicht kannte. Ich bin auch in erster Linie dorthin mitgegangen, um eine weitere, mir sehr liebe direkte Verwandte von ihm zu unterstützen. Wir beide waren dann auch die einzigen, die recht konservativ, gedeckt und eher förmlich gekleidet waren. Der Rest kam in Jeans und Tshirt und eher Alltagskleidung, obwohl hochbetagt. Mir war es so rum allerdings lieber. Wir wurden beäugt und da bin ich lieber gut gekleidet :smiling_face_with_sunglasses:

    Kleidung kann auch Distanz schaffen, einladen, ein LMAA in die Welt rausschreien oder ein "Beachte mich!!!" , Respekt oder "du bist mir egal", funktionell oder förmlich sein. Die Freiheit, die damit einhergeht, muss dann jeder für sich selbst nutzen und gucken, was für ihn persönlich passt.

    warum macht man Respekt, Wertschätzung und Höflichkeit an einem Outfit fest?

    Ich finde es schön, wenn sich jemand Mühe gegeben hat mit seinem Aussehen, wenn er zb bei mir zu Gast ist. Das kann ja trotzdem bequem sein, gibt ja auch Stoffhosen oder Jeans mit bequemem Bund und schicke weiche Pullis oder Shirts.

    Ich selber mach mich auch gern hübsch, wenn ich mich zb mit Freundinnen treffe. Das zeigt dem Gegenüber, dass er/sie mir wichtig ist, wenn ich mir etwas Mühe gegeben habe.

    Wie genau dieses Mühe geben allerdings aussieht ist individuell... für mich gehört halt frische Kleidung ohne größere Flecken und dazu passendes Schuhwerk dazu.


    Eine Beerdigung ist ein Moment, wo man als Trauernder sehr verletzlich ist. Wenn ich weiss, das ist jemand, der eher konservativ geprägt ist, dann geh ich da nicht in Schlappen hin, sondern zeige dem Verstorbenen und den Angehörigen meinen Respekt in meiner Outfitwahl, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Für die eine Stunde oder zwei kann ich auch mal aushalten, dass es zwackt weil ich förmlicher angezogen bin ;) muss man in manchen Berufen mit Dresscode ja auch. Aber jeder wie er denkt.

    Labbi, Berner und Schäferhund sind halt jeder für unterschiedliche Zwecke gezüchtet worden.

    Allerdings kommt es auch immer auf den individuellen Charakter an.


    Wolltest du einen Hund, der sich von jedem streicheln lässt oder kinderlieb ist oder was genau verunsichert dich an seinem Verhalten?

    Ich kann mir unter "ernster Hund" leider kaum was vorstellen... meinst du, er macht sich steif, wenn er auf andere Hunde trifft? Oder geht er weg, wenn du streicheln willst oder kuscheln?

    Wird er böse, wenn ihm was nicht passt?


    Meine verstorbene Schäferhündin mochte so ab drei Jahren keine fremden Hunde mehr. Gar keine, weder Rüde noch Hündin. Die versuchte auch gern zu pöbeln an der Leine, wenn sie angekläfft wurde, da mussten wir echt viel trainieren, weil sie ne echt kurze Lunte hatte. Ansonsten war sie ruhig und hat aufs Haus aufgepasst, war aber stets freundlich zu Besuchern und hat nie am Zaun gebellt. Die lief als easy Familienhund wunderbar mit und hat soweit möglich alles mitgemacht, was wir als Family so unternommen haben.