Wenns so war, dann hat der Hund eben keinen Menschen mehr gesehen, sondern ein Stück Beute, das er ao effektiv wie möglich erlegt hat.
Beutefangverhalten, ja, da geh ich erstmal mit... unser Dackelterrier hatte das anfangs auch mit Radfahrern, dass er denen, als wir den damals bekommen haben, hinterher wollte.
Der Unterschied (ausser der Größe natürlich) war, dass er die halt echt nur festhalten hätte wollen (hat er nie gemacht, weil ich sofort abgebrochen hab und danach war er an der Leine, wo Radler waren), wenn einer angehalten hat, hat er aber sofort das Interesse verloren, und mit Training war das dann komplett weg.
Also, Beutefangverhalten, Hund wird getriggert, geht hinterher, springt Menschen an, beisst vielleicht sogar in die Hose oder Tshirt und erwischt das Bein oder die Seite, aber wenn ein Hund merkt, upsi, das ist ja gar kein Reh, dann lässt der doch ab?
Vermutlich hat die Frau geschrien (furchtbare Vorstellung, möchte ich gar nicht weiter gedanklich ausbauen), das kann den Hund natürlich auch wieder triggern.
Aber nochmal, ich möchte doch meinen, ein Hund mit klarem Kopf hat da normalerweise so viele Möglichkeiten, aus seinem Tunnel rauszukommen... wenn die Beute aufhört sich zu bewegen, wenn es ein Mensch und kein Tier ist, wenn der Besitzer eingreift.
Diese Tunnel, wo ein Hund überhaupt nicht mehr erreichbar ist und nur noch im Blutrausch um sich beisst um zu töten, das macht mir echt Angst und Gänsehaut.
War bei der Dogwalkerin in GB ähnlich, wenn ich mich richtig erinnere. Ich möchte Hunde, die zu Blutrauschtunnels neigen, ehrlich gesagt nicht um mich haben 