Beiträge von DerFrechdax

    DerFrechdax
    13. November 2023 um 16:11

    Hab ein Thema aufgemacht dazu :winken:

    Hallo miteinander :winken:

    Gerade tat sich das Thema auf im Faden über den gefährlichen Hund:

    Ist ein Hund vor einem Supermarkt angeleint, darf ich mich dann als Mutter darauf verlassen, dass, wenn mein Kind sich in einem unbeobachteten Moment losmacht und zu ihm rennt, der Hund dem Kind nichts tut?

    Dass Hunde immer gesichert gehören, ist klar, und dass ich als Halter hafte, wenn was passiert ebenso.

    Aber wie sieht die Erwartung aus: muss ein "moderner" Hund heutzutage tolerieren, angefasst zu werden? Möglicherweise auch überraschend und aus dem Nichts? Darf ich das erwarten als unbeteiligter Passant? Darf ich mich möglicherweise sogar fest darauf verlassen, dass nur solche Hunde vor Supermärkten angebunden sind? Oder im Biergarten abseits ihrer Leute herumliegen? Oder sonstwo außerhalb der unmittelbaren Einflussnahme des Besitzers?

    Was denkt ihr? Ja oder nein, und warum ja und warum nein?

    Freu mich auf eure Meinungen :winken:

    Würde ich dann gerne erweitern auf: "Müssen moderne Hunde es heutzutage cool finden, wenn sich ihnen fremde Hunde nähern und dabei ihre Individualdistanz unterschreiten."

    Finde ich aber ein anderes Thema.

    Weil, grundsätzlich glaube ich inzwischen schon, dass der Kontakt zu Artgenossen und der Kontakt zu Menschen für Hunde 2 Paar Stiefel sind.

    Und ich streiche modern ersatzlos! Hunde. Wir reden über Hunde!

    Was ist denn das für ein bullshit Ausdruck? Was will damit ausgedrückt werden?

    Na vielen Dank auch für das bullshit :herzen1:


    Damit soll ausgedrückt werden, dass die Erwartungen der Gesellschaft heute anders sind als noch vor 100 Jahren, wo ein Hund wachen sollte, schützen oder zur Jagd gebraucht wurde (und ausgewählte Exemplare als Schoßhunde die Haute volée unterhalten sollten).

    Frage an euch: heute hat mir eine Einstellerin erzählt, wenn ein Pferd trabt oder galoppiert und es gluckert so im Takt mit, im Bauch vom Pferd... ihr kennt das Geräusch bestimmt, wenn ein Pferd sich schneller bewegt und der Darm so *gluckgluckgluck* macht im Takt?


    Jedenfalls hat sie mir erzählt, dass das anzeigt, dass das Pferd Stress hat gerade.

    Habt ihr das schonmal gehört?

    Spoiler anzeigen

    Heute haben wir einen Trail aufgebaut, mit Flattervorhang, Wippe, Ball usw und erst bin ich ihn mit dem Quartermädel abgeritten, für sie ist das ja ein alter Hut, entsprechend schnell waren wir fertig, aber es war schön, sie hatte das Gefühl, was gut gemacht zu haben und was zu arbeiten, das hat mich gefreut.

    Der Paintbube durfte dann an der Hand mit mir durch den Parcour, er hat auch alles super gemacht, war aber irgendwie etwas nervös insgesamt und verspannt (auch schon vorher, er war seit Mittwoch nicht mehr bewegt worden und nass geworden), deshalb hab ich ihn nach 1 Durchgang noch etwas longiert.

    Er hatte 2x geäppelt, und danach war das dann, dass er im Trab so Darmgeräusche hatte. Ich hab die schon oft gehört bei Pferden im Trab oder Galopp und immer gedacht, das ist halt Luft, die noch drin ist.

    Jedenfalls hat mich das jetzt beschäftigt, weil ich fand, dass er halt einfach viel Energie hatte und der Regen aufs Hallendach ihn nervös gemacht hat und er dafür trotzdem schöne Gänge hatte. Und dann wird dir gesagt, der hat Stress, deshalb gluckert der zwischendurch so. Hm.

    Ich finde, eine Mutter darf sich darauf verlassen, dass in so unmittelbarer Nähe an diesem Ort kein unbeaufsichtigt angeleinter Hund ist, der das "ungebührliche Annähern" des Kleinkindes mit taktilem Einsatz seiner Zähne quittiert.

    Hm, ich würde es nicht "verlassen" nennen.

    Kommt mir mein Kind in so einer Situation "abhanden" (was mir zb so nie passiert ist, weil es der absolute worst case ist, wenn ein Kleinkind im üblichen Eingangsbereich eines Supermarktes davonläuft, weil es von Einkaufswägen genauso wie von Autos oder Fahrrädern erfasst werden kann oder fremden Leuten vor die Füße rennt oder in den Supermarkt reinrennt und Zeug umschmeißt, deshalb saßen die schön brav im Kindersitz des Einkaufswagens und durften schonmal nen Keks lutschen oder waren im Tragetuch oder im Maxi Cosi im Aufbau am Einkaufswagen)... also, kommt mir theoretisch mein Kind in so einer Situation "abhanden", und es rennt zum Hund und der ist lieb und toleriert das, dann bin einfach nur unfassbar froh und dankbar, weil ich weiss, dass es völlig normal wäre für einen Hund, wenn er das mit ausgestreckten Ärmchen auf ihn zurennende Kind gruselig fände und meiden/drohen würde. Mit Risiko, dass er abschnappt.

    Ich würde mich gern darauf verlassen, dass nur Hunde vor Läden sitzen, die kleine Engel sind, aber das, denke ich, wäre Utopie. So misstraue ich persönlich im Grunde grundsätzlich jedem fremden Hund, das ist bei mir so, es sei denn, der Besitzer sagt was anderes.

    Auch ich selbst würde nicht im Traum daran denken, meine Hand nach einem fremden Hund auszustrecken. Ausgenommen vielleicht ein sich fiddelnd an mich randrückender Retriever, da würde sogar ich sehen, dass der Hund mit Kontakt gut ist. Aber ansonsten... Nie würde ich einfach hinfassen, und das habe ich von ganz klein an meinen Kindern so beigebracht. Da wird nicht einfach "Eiei" gemacht. Da wird gefragt und erst schnüffeln gelassen und dann guckt man, ob der Hund das überhaupt möchte. Überhaupt, dieser Drang, fremde Tiere überhaupt anfassen zu müssen. Wird es erlaubt, ist das natürlich ein schönes Erlebnis für das Kind, wofür ich dankbar bin als Mutter, aber ich setze es nicht als selbstverständlich gegeben voraus.


    Aber ja, ich weiss, dass viele Eltern das anders sehen, weshalb mein Hund nie im Leben auch nur für eine Sekunde ungesichert irgendwo angebunden auf mich warten würde.


    Wär fast einen eigenen Faden wert: "Müssen moderne Hunde es heutzutage tolerieren, von jedem angefasst zu werden? Warum ja bzw warum nein?" =)

    Hier wurde der Hund nicht ernst genommen

    Weisst du woher? Ich hab nix in die Richtung gelesen. Theater an der Tuere wurde dann als Bsp. mit nem Mali, aber das der Zwerg da Theater machte, stand nicht da..

    Hier, im Spoiler, Fettdruck von mir zugefügt:

    Der Kleinhund (ca. 5kg) einer Bekannten hat den Postboten gebissen, also mit den Fangzähnen einmal die Wade getackert, als dieser unaufgefordert das Büro betrat und hat nun tatsächlich vorläufig Auflagen und muss zum Wedenstest etc.

    Spoiler anzeigen

    Ich kenne den Hund und die Halterin. Das ist einfach nur situationsbedingt richtig dumm gelaufen und wäre wohl sogar vom Postboten zu verhindern gewesen, wenn er kurz gewartet hätte (wir sprechen von Sekunden). Aber er hat den Hund wohl nicht ernst genommen.. Hinterher dann umso mehr.

    Das würde mit Sicherheit niemals wieder passieren. Der war auch bisher nicht auffällig.

    Es tut mir leid, aber diese Gemeinde hat echt größere Sorgen mit ganz anderen Kalibern, mich nervt das so dermaßen. Ich weiß, wie sehr Postboten unter Hunden leiden und das tut mir wirklich leid. Aber mit den Auflagen und dem ganzen Rattenschwanz hat es hier die falschen getroffen.

    Der Punkt war glaub ich der fehlende Respekt kleinen Hunden gegenüber.

    Beispiel: Mein Mann hatte zu Anfang die Idee, unsere damals junge Leohündin ab und an in seine Agentur mitzunehmen. Dort verbrachte sie die Zeit damit, durch die Glasscheibe der Eingangstür zu gucken und den Passanten und Autos draußen zuzuschauen. Also wirklich neutral, mit Hängeöhrchen und entspannt.

    Irgendwann fiel meinen Mann auf, dass da keine Laufkundschaft mehr kam. Wer kam, stand vor der Tür und machte mit Rufen oder Anruf auf sich aufmerksam :lol:

    So war das natürlich nicht gedacht, deshalb blieb die Große dann daheim.

    Als der Senior, der Westiemix, mal ab und an dabei war, war das überhaupt kein Thema und jeder stiefelte in den Laden ohne Zögern.


    Darum ging es nach meinem Verständnis. Dass kleine Hunde anders behandelt werden als Große. Und ja, das habe ich auch krass wahrgenommen, im Guten wie im Schlechten. Kleine Hunde können die Nachbarschaft terrorisieren und es wird gelacht darüber, da wäre der große Hund schon lang weggekommen. Ein Lapsus wird aber auch gern vergeben, wo der große Hund wesentlich kritischer gesehen wird, zb im Restaurant usw.


    Hier wurde der Hund nicht ernst genommen und hat gebissen, und es wurden die gleichen Mechanismen wie bei anderen Hunden auch in Gang gesetzt. Ich würde sagen, ungut gelaufen, und da die Verantwortung beim Halter liegt, sein Fehler. Ist es ja eh allermeisten, das ist wie beim Autofahren. Ich hab den Hund, ich hab die Verantwortung.

    Und jeden Tag 7 Stunden am Stück schonmal nicht pinkeln können finde ich nicht fair.

    Das ist aber sowohl beim Hund, als auch beim Menschen total individuell - Ich wohne ja hier zu zweit in einer WG - mein Mitbewohner geht niemals innerhalb von 7 Stunden aufs Klo, der sitzt da einfach und nippt hin und wieder mal ein Schlückchen

    Ich hingegen bin in der selben Zeit drölf mal auf dem Klo, habe 2 Liter getrunken und bin noch 5 Mal aufgestanden um nutzlos aus dem Fenster zu gucken

    Moro besteht darauf, während meiner Pausen nach 2 Stunden Arbeit ein kleines Ründchen draußen mit mir zu drehen, wenn es nicht regnet - er müsste aber nicht Pipi, wenn er durchpennen würde - wahrscheinlich denkt er, ich müsste mal an die Luft

    Das war auch was, was ich erst "lernen" musste, als ich das erste Mal einen wirklich kleinen Hund hatte, davor hatte ich ja immer nur große und Riesen.

    Der 9 Kilo Hund soff viel mehr und musste ungefähr dreimal so oft auf Pipi wie der große :zany_face:

    Ich denke also auch, dass das total individuell ist.


    Wenn der Hund ruht und entspannt ist, würde ich einen Rhythmus reinbringen, zb Montag und Freitag daheim bleiben und Dienstag bis Donnerstag zur Mutter. So hat er beides.