wir haben übrigens einen Raum geschaffen, wo nichts, wirklich nichts ist. Dort kommt Panda sehr gut zur Ruhe und schläft dann auch direkt. Vielleicht habt ihr da auch die Möglichkeit? Im Wohnzimmer könnte ich ihn definitiv nicht alleine lassen, wenn ich an meinen Sachen und Möbeln hänge!
Das hier finde ich auch eine gute Anregung. Hunde, die unruhig an ihren Besitzern kleben und beim kleinsten Mucks aufschrecken, weil sie was verpassen könnten, die kommen nie wirklich zur Ruhe, geschweige denn, dass mal tief geschlafen wird.
Genauso Hunde, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Haus, die Straße oder die Kinder etc zu überwachen. Gehe ich zb aus dem Haus, ist alles im Haus zu, von wo aus unser Terrier die Straße sehen würde. Sonst stünde er permanent am Fenster und würde alles draußen eifrig kommentieren. An Schlaf wäre nicht zu denken.
In der Junghundzeit werden halt die Weichen für später gestellt.
Lernt der Hund jetzt, dass er für nichts zuständig ist und der Mensch ihm sagt, wann er was tun darf/soll, dann kann man natürlich später auch ein etwas strafferes Programm fahren, wo der Hund früh länger Gassi geht und abends noch etwas im Garten trainiert.
Für einen erwachsenen, gut geführten Hund sicher kein Problem, wird es dann zum Problem, wenn so ein reizoffener Hund führerlos den ganzen Tag vor sich hin werkelt und sich am Ende abreagieren muss, weil er vor lauter Reizen und Erregung nicht mehr weiss wohin mit sich.
Wäre alles tutti, gäbe es diesen Faden ja nicht. Und wo manche Hunde easy mit zurechtkommen, streichen andere schon die Segel.
Ich weiss nur, bspw. beim Gassi sich sein Futter zu erarbeiten wäre für meinen Hund der Untergang. Adieu Entspannung und Zeitunglesen, Hallo permanente Erwartungshaltung und damit einhergehender Stress, weil der Hund Hunger hat und fressen muss.
Sich das Futter erarbeiten lassen mag bei gestörten oder sehr verängstigten Hunden zum Teil funktionieren, um den Kontakt zum Menschen zu erzwingen, aber ein ganz normaler Junghund sollte zuallererst das Vertrauen haben, egal, was ist, so sicher wie morgens die Sonne aufgeht, so sicher stell ich ihm was zu fressen hin und gehe uninteressiert weg, so dass er ganz in Ruhe für sich allein sich satt machen darf.
Das gleiche am Abend.
Das ist für mich so essentiell, dass mein Hund dieses Vertrauen haben darf zu mir, dass es mir leid tut für einen Junghund, der dieses Urvertrauen nicht haben darf sondern stattdessen Gehorsamsaufgaben absolvieren muss, um satt werden zu dürfen.
Das hat dann auch nichts mit Leckerligabe zu tun, sondern hier wird das Bedürfnis zu Fressen zum Lebenserhalt an Gehorsam geknüpft, was den Hund zwingt, seine Aufmerksamkeit permanent auf den Halter zu richten, um nicht zu verhungern. Hört sich krass an, natürlich lässt niemand seinen Hund verhungern, aber das weiss der Hund ja nicht.