Beiträge von DerFrechdax

    Anfangs ist er voll in das Leinenende gebrettert, nun weiß er langsam, wie lang 20 m sind und

    Das ist einer der Gründe, warum ich Flexi-Leinen für sehr problematisch halte: Hund lernt nur das Ziehen an der Leine, ist bei maximaler Länge nicht mehr führbar, kaum haltba

    Grundsätzlich hört sich gut an, was sich hier erarbeitet wurde von dir, Der olle Hansen

    Nur möchte ich zu bedenken geben, dass 20m Schleppleine bei einem größeren Hund, wie es bei Chitchat9271 der Fall ist, auch wirklich gefährlich sein können.

    Ich kenne den Fall einer Frau mit einem roten Podenco, der mit einer 10m Schleppleine die ganzen 20m Durchmesser ausgenutzt hat, um mit vollem Karacho in die Leine zu rennen. Dabei hat er ihr die Schulter gebrochen und sie ist ihm im hohen Bogen hinterher geflogen.

    20m sind nur praktikabel bei kleineren Hunden und Hunden, die gelernt haben, nicht in die Leine zu rennen.

    Deshalb wäre meine Wahl im "Freilauf" immer Geschirr und stabile Gurtflexi. Da hast du einen Stop und einen Griff in der Hand.


    Am Halsband kommt nur die kurze Leine dran/ich habe teils die doppelte Sicherung verwendet an Straßen und in Wohngebieten. Kommen wir zum Feld, leine ich wie du auf Flexi/Schlepp/lange Leine um.

    Was ich noch nicht probiert hab ist Barf;

    Barf ist auch nicht gleich Barf.

    Es gibt Leute, die der 80/20 Fütterung anhängen, was mMn viel zu viel Protein in den Hund bringt. Und es gibt Leute, die wesentlich weniger Fleisch füttern und dafür mehr Gemüse oder KH.

    Meine Leonbergerhündin hat damals 1/3 gutes Fleisch, 1/3 Gemüse und 1/3 KH in Form von Süßkartoffeln und Pastinaken bekommen, was gut vertragen wurde, plus fleischige Pferdeknochen ab und an oder Brustbein/Kehlkopf. Plus natürlich gemahlene Eierschalen, Öle und Vitamine und Spurenelemente.

    Da muss man sich aber wirklich gut einlesen.

    So wie sich das für mich liest, war der TA Besuch ein aufregendes Ereignis. Dann die Dogge, dann die Blätter im Wind, der Schäferhund, fahrende Autos... jedesmal ne Schippe drauf, bis der Hund quasi nimmer kann und sich versucht an dir abzureagieren.

    Im Grunde kann man da mMn nur "Augen zu und durch" praktizieren. Üben kannst du in dem Moment nix.

    Einzig das Hochklettern an mir und Leinebeißen würde ich deutlich unterbinden, so wie du das getan hast.

    Dieses Reinspringen in die Leine hat meiner damals auch gemacht, deshalb schrieb ich doppelte Sicherung.

    Versuch es nicht über zu bewerten. Da kam viel zusammen, Hauptsache, du bist mit dem Hund heile wieder daheim angekommen und er kann jetzt wieder langsam runterkommen. Morgen und die nächsten Tage vielleicht ein bisschen weniger Input und ruhiger machen, so dass das Cortisol sich wieder abbaut, und morgen wieder neu anfangen.

    Dein Hund macht das ja nicht mit Absicht, er ist eben sehr reizoffen und sensibel. Ich finde, du hast das ganz gut gemacht :nicken:

    Belohnt wird übrigens auch immer mit abwechselnden leckerlies.

    Ich habe einen Beutel Kleingeschnittene Trockenfilets, Rindersticks etc. aus dem ich dann immer ein zufälliges Stück greife. Manchmal gibt es auch Fleischwurst oder ein Stück Schinken oder Käse.

    Es lohnt sich, zu gucken, was der Hund besonders gern mag.

    Meiner fährt zb am meisten auf Leberwursttube ab. Platz 2 Wiener Würstchenstücke, Platz 3 getrocknete Hähnchenfiletstückchen, Platz 4 Leckerli von Ofrieda aus Insekten, abgeschlagen am letzten Platz sein Trofu :D

    (Mein Hund hat Unverträglichkeiten, deshalb kein Käse)


    Wenn man das weiss, dann nimmt man zum Training draußen beim Gassi und maximaler Ablenkung die hochwertigsten Leckerli mit und gibt die, wenn der Hund es schafft, für ihn Schwieriges zu lösen, zb ein Starren zu unterbrechen und weiterzugehen oder zu mir zu gucken/herzukommen. In dem Moment, wo der Hund das erwünschte Verhalten zeigt, sag ich "Keks" und Hund weiss, jetzt kommt was Gutes.

    Was man dann auch machen kann, ist, Leckerli zu werfen, die kann der Hund auch suchen, macht ich gern, wenn wir wegen irgendwas in eine Wiese ausweichen und warten, bis der Reiz vorbei ist, dann darf mein Hund derweil Leckerli suchen. Funktioniert aber meist nur mit ausreichend Abstand. Für einen Jäger wie deinen Hund dürfte was suchen eine gern ausgeführte Tätigkeit sein :D

    Für den Altagsgehorsam "reichen" dann normale Leckerli.


    Ich arbeite an unseren Baustellen häufig mit gut getimten Leckerli, weil es dem Hund zeigt, dass es sich für ihn lohnt, mit mir zusammen zu arbeiten. Nach und nach schleicht man das dann aus.

    Den englischen Begriff kenne ich, aber ich hab diese Berufsbezeichnung noch nie gehört.

    Könnte mir von daher vorstellen, dass diese Bezeichnung nicht geschützt ist und der Mensch, der sich Behaviorist nennt, in Wirklichkeit keine wirklich fundierte Ausbildung vorweisen kann. Die Methoden sprechen zumindest nicht davon, dass er auf dem neuesten Stand der Hundepsychologie ist.

    xD

    Futterdummy musst du sichern. Also an den Futterdummy ein dünnes 10m Seil dranmachen und das Ende des Seils natürlich in der Hand behalten :lol: rennt er damit weg (hoffentlich gesichert an der Schleppi, sonst ist eh Sense xD ), verliert er den Dummy automatisch, wenn die Leine sich spannt.

    Diese Hunde lernen unglaublich schnell, was sich für sie lohnt. Einmal einen Futterdummy zerstört = Training im Eimer. Paarmal Dummy nur mit deiner Hilfe geöffnet und lecker Futter bekommen = du hast einen neuen Fan :D

    Versuch, das mit dem fürs Essen arbeiten lassen spielerisch aufzubauen. Vor allem, wenn dieser Hund wirklich Hunger gelitten hat, würde ich drauf achten, ihm trotzdem morgens und abends was daheim zu geben, ohne dass er was dafür tun muss, also auch kein absitzen oder so. Würde ich zumindest so machen.


    Vom Körperbau her seh ich bei dem Bild übrigens eher einen Bordercollie Mix :lol:

    Podencos haben ein typisches Windhundgesicht und riesige Pommestüten als Ohren xD

    https://www.podenco-in-not.de/der-podenco-traum-oder-albtraum/

    Mir fällt gerade noch was ein:

    Immer, wenn ich sauer auf ihn war und grantig reagiert hab, weil er wieder Unsinn angestellt hatte, hat das dazu geführt, dass er noch hibbeliger, gestresster, schwieriger zu führen war.

    Auch Konflikte mit anderen Hunden hatte unser Hund damals immer mit Fiddeln gelöst. Google mal "Fiddle about Hund", da gibt's Erklärungen zu den 4 F's und fiddeln ist eins davon.

    Mein Hund hat auch oft gegähnt. Viel zu spät habe ich erkannt, dass das ein Versuch war mich zu beschwichtigen. Dazu kannst du "Calming Signals" googeln.


    Hätte ich damals die ruhige, erfahrene Art draufgehabt, die ich heute meinem Terrier gegenüber an den Tag lege, hätte ich dem Hund damals vermutlich viel Stress erspart und unsere Beziehung hätte vielleicht einen anderen Weg genommen :tropf: manches, was ich von ihm gefordert habe, konnte er einfach nicht leisten. Er wollte schon, er konnte nur nicht. Das habe ich nicht erkannt.

    Deshalb würde ich dir auch ans Herz legen, dir Trainer-Unterstützung zu suchen bei jemandem, der mit dem Hund arbeitet, nicht gegen ihn. Das macht bei so hochsensiblen Rassen wirklich einen Unterschied.

    ich fahre auch nicht das "Ich Chef du nix" Motto... weiss nicht wo du das herausgelesen hast...

    ich schon ;-)

    Die Sache mit dem Aufdenbodendrücken, Nutzung des Stachelhalsbands, Einsperren in eine Box, drohend Kommandos widerholen, bis umgesetzt wird, was du dir vorstellst...das geht schon in die Richtung und das sind nur die Sachen, die du offenbarst.

    Das ist mir auch aufgefallen, allerdings: wenn man einen Hund da sitzen hat, an dem sämtliche Versuche, zu ihm durchzudringen, abperlen, dann versucht man irgendwie Gehorsam durchzusetzen.

    Ich kann, auch wenn ich diese Methoden nicht gutheiße und so einem Umgang mit meinem Hund nicht praktizieren möchte, doch zum Teil nachvollziehen, dass man irgendwann eine gewisse Wut in sich hat und sich (aus Unkenntnis) nicht anders zu helfen weiss.

    Aber hey, Chitchat9271 möchte es besser machen, deshalb wurde sich hier angemeldet.

    Edit: wurde gerade eh nochmal erklärt

    Was ist eigentlich ein Behaviorist? :thinking_face: